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DAX vor schwächstem Januar seit 2008 - EZB das Zünglein an der Waage?

DAX vor schwächstem Januar seit 2008 - EZB das Zünglein an der Waage?

2016-01-20 13:00:00
Jens Klatt, Marktstratege
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(DailyFX.de) – Der DAX hat zur Mitte der Woche erneut schwer Schlagseite erlitten, verlor in der Spitze mehr als 3% und attackierte die Region um sein 2015er Jahrestief um 9.300 Punkte.

Vor dem Hintergund, dass der chinesische Aktienmarkt und hier der Shanghai Composite nur rund ein Prozent verlor und auch der weiter unter Druck bleibende Ölpreis mit den negativen Auswirkungen auf die globale Konjunktur eigentlich ein alter Hut ist, bleibt nur die Spekulation auf eine sich am Donnerstag geldpolitisch zurückhaltende EZB.

Nach dem rhetorischen Desaster im Dezember könnte es sein, dass die EZB und Mario Draghi auf der Pressekonferenz um Wiedergutmachung bemüht sind.

Doch anders als im Dezember ist die Erwartungshaltung bzgl. weiterer geldpolitischer Lockerungen nicht sonderlich hoch. Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass der Preisverfall am Ölmarkt und des infolgedessen gedämpften Inflationsausblicks sich kaum mit einem „Down-Talking“ des Euros umkehren lassen wird.

Die Frage ist also in meinen Augen: warum die geldpolitische Munition aktuell unnötig verschießen, wenn man hier nach einer Stabilisierung am Rohstoff-, besonders Ölmarkt und am chinesischen Finanzplatz in der zweiten Hälfte 2016 eine viel größere Chance auf Erfolg hätte (sprich: durch eine Abwertung des Euros die Inflation in der Euro-Zone anzukurbeln)?

Für den DAX bedeutet das, dass das Risiko eines Bruchs der 9.300er Marke weiter verstärkt gegeben ist und ist die Enttäuschung infolge einer sich morgen zurückhaltenden EZB groß genug, steht einem Rutsch unter 9.000 Punkte und demzufolge dem schwächsten Start ins Börsenjahr seit 2008 kaum noch etwas im Wege.

DAX Chart

Chart erstellt mit FXCMs Trading Station II / Marketscope

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Analyse geschrieben von Jens Klatt, Chefanalyst von DailyFX.de

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@JensKlattFX

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