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Schließen Sie die Möglichkeit von $1,3700 beim EUR/USD nicht aus bei einer abwartenden Haltung der EZB

Schließen Sie die Möglichkeit von $1,3700 beim EUR/USD nicht aus bei einer abwartenden Haltung der EZB

2014-06-29 16:45:00
Christopher Vecchio, CFA, Senior Währungsstratege
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Schließen Sie die Möglichkeit von $1,3700 beim EUR/USD nicht aus bei einer abwartenden Haltung der EZB

Fundamentaler Ausblick für den Euro: Neutral

- EUR/GBP,EUR/JPY und der EUR/USD stehen vor der EZB-Sitzung an wichtigen technischen Wendepunkten.

- Die Retail-Trader schlossen die Woche netto-short beim EUR/USD, wobei wir dieses Ergebnis unter konträren Gesichtspunkten betrachten.

- Haben Sie eine bullische (oder bärische) Tendenz beim Euro und wissen nicht, welches Paar Sie traden sollen? Verwenden Sie einen Euro Währungskorb.

Ein weiterer leichter Rückgang bei den EUR-Paaren, obwohl der EUR/USD nach wie vor für Überraschungen sorgt, da die Schwierigkeiten des US Dollars verhindern, dass er überhaupt einen Startpunkt findet. Im derzeitigen Trading-Umfeld, in dem die Anleger nach Rendite gieren, hat der Euro mit seinem negativen Einlagezins von -0,1%, dank des Entscheids der Europäischen Zentralbank bei ihrer letzten Sitzung, anscheinend die Rolle einer Pseudo-Finanzierungwährung übernommen, denn sie hat seit Anfang Juni gegenüber den Rohstoffwährungen und den Währungen der Schwellenmärkte kontinuierlich nachgegeben.

Während die Juni-Sitzung der EZB die nötigen Impulse erzeugte, um wieder einmal Bewegung in den Euro zu bringen – wenn schon nicht gegenüber dem US Dollar, dann wenigstens gegenüber vielen der anderen Hauptwährungen – ist die demnächst stattfindende Sitzung mehr oder weniger nur eine Wegmarke zwischen den gewichtigeren Sitzungen und nicht die gewünschte Endstation.

Laut dem EZB-Meeting vom Juni wurde ein neues Zinsregime eingeführt, neue Liquiditätsmaßnahmen entwickelt und eine gestärkte "Vorwärtsorientierung" enthüllt. Wenn man bedenkt, dass es kaum genügend Zeit gab, dass sich die Zinssenkungen ihren Weg durch die Wirtschaft der Eurozone bahnen und einen sichtbaren Effekt haben konnte, dann ist klar, dass die EZB auf diesem Gebiet wenig oder gar nichts unternehmen wird. Weiter interessant ist bei diesem Aspekt, dass die jüngsten deutschen Kerninflationszahlen für Juni die Erwartungen übertroffen haben, bei +1,0% J/J von +0,6% J/J, was die allgemeine Ansicht des Ausschusses, dass eine längere tiefe Inflation, nicht unbedingt Deflation, ein Risiko sei, untergräbt.

Die EZB wird nicht mehr als nur den Ton von zurückhaltendem Optimismus übernehmen, da ganz einfach noch nicht genügend Zeit verstrichen ist, um einen Sieg oder sonstiges in Hinsicht auf die Bewahrung der Region vor dem wirtschaftlichen Abgrund zu erklären. Daher werden die weiteren Aspekte der politischen Veränderungen der EZB im Juni weiter vertieft werden.

In Sachen Liquidität wird es wohl genauere Details darüber geben, wie die TLTROS (zielgerichtete LTROs) durchgeführt werden. Da die Zugangsbedingungen der TLTROs wohl ein paar kleinere Hürden mit sich bringen werden – das Ziel ist die Vereinfachung von Kapitalfluss und Kreditvergabe statt dies zu erschweren – sollte die Wirtschaft der Euro-Zone einen greifbaren Vorteil aus diesen Stimulusmaßnahmen bis zum Ende des Jahres erleben.

Die Vorwärtsorientierung bleibt der einfachste geldpolitische Aspekt unter Kontrolle der EZB, da nun ABS-Käufe oder eine ZE-Variation auf dem Tisch liegen, falls die Inflationsbedingungen sich weiter verschlechtern. Daher, wie bereits in diesem Artikel erwähnt, bewegten sich die jüngsten Inflationszahlen nach oben, was bedeutet, dass die Chance von umfassenden Anlagekäufen zu diesem Zeitpunkt alles andere als unmöglich erscheint.

Wir schließen erneut mit einem nachhaltigem Kommentar ab: "[QE] ist möglich, es steht zur Wahl, doch wird es heute nicht benötigt", sagte EZB-Ausschussmitglied Benoît Coeuré am Freitag, den 20. Juni. "Wir haben klar vertreten, dass wir im Falle einer zu niedrigen Inflation für einen zu langen Zeitraum zusätzliche Instrumente einsetzen können, einschließlich von zusätzlichen nicht-standardmäßigen Maßnahmen … Doch wir befinden uns heute nicht in dieser Situation. Daher denke ich, dass keine Uneinigkeit mit dem IWF besteht." Noch mehr dieser pseudo-optimistischen Kommentare von der EZB in dieser Woche, und der EUR/USD könnte sehr wohl schon wieder auf seinem Weg zurück zu den $1,3700ern sein. –CV

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