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Italienische Banken senden EU lautes Warnsignal

Italienische Banken senden EU lautes Warnsignal

2016-01-28 15:06:00
James Stanley, Strategist
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Anknüpfungspunkte:

- Fünf der acht wichtigsten Banken Italiens sind heute Morgen auf "Limit-Down" gesetzt worden. Das bedeutet, sie sind so stark gesunken, dass weitere Verluste für den Rest des Tages aufgehalten wurden. Das ist ganz ähnlich wie die Schutzschalter in China Anfang des Jahres, und damals schienen die Stopps nur das Problem noch zu verschärfen, denn sie warnten nur davor, dass die Panik unter den Investoren zunahm.

- Dieses Problem entwickelte sich über längere Zeit, und Italien hat sich nie richtig von der Finanzkrise erholt. Der Bankensektor blieb verwundbar, denn eine unüberwindbare Menge an notleidenden Krediten steht in den Büchern der italienischen Banken. Diese Banken haben sich bisher geweigert, diese notleidenden Schulden Investoren zu verkaufen, denn sie waren nicht bereit, tiefere Preise zu akzeptieren. Diese Woche versicherte die italienische Regierung diese Schulden und erhielt das "OK" der EZB. Das wirft nun Fragen in Bezug auf die direkte staatliche Beihilfe in der Europäischen Union auf.

- Das Potential für Volatilität in dieser Woche bleibt extrem hoch. Stellen Sie sicher, dass Ihr Risikomanagement angepasst ist, und wenn Sie Methoden für die Ausarbeitung von Trade-Ideen aufgrund der Positionierung und des Sentiments suchen, nutzen Sie dafür unseren SSI in Echtzeit. Er ist kostenlos verfügbar.

Italiens Banken werden zerdrückt: Der Bankensektor in Italien ist nun schon länger unter Druck, aber nachdem die Risikoaversion zum Jahresbeginn zugenommen hat, sind diese Befürchtungen nun in den Mittelpunkt gerückt, und das Resultat ist nicht positiv. Bis jetzt wurden 5 der 8 größten Banken Italiens für heute auf Limit-Down gesetzt. Und wie vor wenigen Wochen in China sahen, bedeutet eine Aufhebung des Handels für einen Tag nicht, dass der Abverkauf stoppen wird. In einigen Fällen kann es sogar noch schlimmer werden, denn die Tatsache, dass der Markt im Wesentlichen aus Schwäche geschlossen wurde, sendet einfach nur ein Warnsignal durch die Volkswirtschaft an die Investoren, dass vielleicht bald eine "Panik" ausbrechen wird.

Das Besorgniserregende dabei ist die italienische Volkswirtschaft, die sich nie richtig von der Weltwirtschaftskrise erholte, und der Bankensektor stand im Kern dieser Befürchtungen. Diese Befürchtungen scheinen nun Realität zu werden. Auf dem nachstehenden Chart sehen Sie den ITA40 ETF, der den MIB (Milano Italia Borsa) Index verfolgt. Beachten Sie, wie die Ruhepause nach Draghis Versprechen, "alles Nötige zu tun" im Juli 2012 nun im Markt schwächer wird, nachdem im Dezember kein zusätzliches QE angekündigt worden war.

Der Monatschart für die italienischen Aktien sieht nicht gut aus

Italienische Banken senden EU lautes Warnsignal

Erstellt mit Marketscope/Trading Station II; von James Stanley

Vielleicht noch besorgniserregender ist - was tun die Leute, wenn sie befürchten, dass ihre Bank Probleme hat? Was hätten die Griechen am liebsten getan, bevor die Kapitalkontrollen im letzten Jahr eingeführt wurden und die wöchentlichen Abhebungen auf €420 beschränkten? Es ist ja Ihr Geld; Sie haben es verdient, Sie haben es gespart - aber Sie können pro Woche nur auf €420 davon zugreifen, weil die Regierung, und in diesem Fall eine grenzüberschreitende Zentralbank hinter Ihrer Regierung sagt, dass Sie nur diese Menge haben können. In den meisten Fällen werden die Investoren einfach ihr Geld von der Bank abheben und es irgendwo anders anlegen, und dies könnte die Probleme der Bank nur verschärfen, denn sie hat dann weniger Kapital, um die Probleme zu bekämpfen, die nun schon fast unüberwindbar scheinen.

Wenn das Vertrauen einmal weg ist, verlangsamt sich das Kapital ungemein, und das behindert das Kreditgeschäft der Bank noch zusätzlich. Dies war die Ursache für die Große Depression, die Menschen verloren das Vertrauen in die Banken und investierten einfach nicht mehr. Etwas Derartiges endet selten gut.

Diese Art Angst nimmt im italienischen Bankensektor nun schon seit einer Weile zu. Nachstehend schauen wir uns Monte Dei Pasche an. Das ist die älteste Bank der Welt und Italiens drittgrößte Bank. Sie hat auch den höchsten Prozentsatz notleidender Kredite in ihren Büchern, also bildet sie so etwas wie das Auge des Sturms.

Italienische Banken senden EU lautes Warnsignal

Erstellt mit TradingView; von James Stanley

Das "wirkliche" Problem ist hier dasselbe, das im Kern der aktuellen Probleme Chinas liegt, was wir vor zwei Tagen in unserem Sonderbericht über die chinesische Volkswirtschaft behandelten: Die notleidenden Kredite. Wenn die Leute ihre Kredite nicht mehr zurückzahlen, erhalten die Banken, die diese Kredite vergeben haben, Probleme, denn sie hängen nun am Haken. Das ist dasselbe, das die Weltwirtschaftskrise auslöste, denn die angehebelte Weltwirtschaft erstickte an den Schuldenbergen, die während des Immobilienbooms aufgenommen worden waren. Als immer mehr Hauseigentümer ihre Hypotheken nicht mehr bezahlten, begannen die gebündelten Hypothekenprodukte, die die Investoren gekauft hatten, immer weniger abzuwerfen, bis sie gar nichts mehr abwarfen (und in vielen Fällen sogar zu Verlusten führte). Irgendwann wollte niemand mehr diese Bündel an Hypotheken haben, denn sie waren sozusagen giftige Anlagen, die jederzeit in die Luft gehen konnten, da die Zahlungsunfähigkeit immer weiter zunahm. Und während der Preis dieser CMOs stetig sank, erlitten die Broker und die Vermittler den Schaden davon.

Irgendwann musste die Fed einspringen und diese giftigen Anlagen aufkaufen und das beschädigte Kapital mit neu gedrucktem Geld ersetzen, einfach um die Volkswirtschaft nicht in eine Sackgasse zu führen; und zu diesem Zeitpunkt begann die Welt, nach QE süchtig zu werden. Nun befinden sich diese giftigen Anlagen in der Bilanz der Fed und werden wohl bis zum Ende ihrer Laufzeit auch dort bleiben.

Deswegen wurde Bear Sterns, der im November 2006 $66,7 Milliarden Kapital und $350,4 Milliarden an Aktiva hatte, eineinhalb Jahre später für eine (relativ) geringe Summe von $1,2 Milliarden verkauft wurde. Und sogar das war noch freundlich, denn JP Morgan bot anfänglich $2 pro Aktie an (was den Deal auf ungefähr $240 Millionen gebracht hätte), und Bear Sterns befand sich nicht gerade in der Lage, "Nein" sagen zu können, da niemand sonst sie aufkaufen wollte, weil sie dem Zusammenbruch nahe waren. Das Angebot wurde nur aus Rücksichtnahme gegenüber den Aktionären von Bear erhöht, und es ärgerte die Investoren, denn es bestand die Hoffnung, dass das höhere Angebot künftige legale Probleme verhindern könnte.

Wenn Banken in die Luft gehen, ist das immer chaotisch. Aber wenn das nur einer Bank in einer Volkswirtschaft passiert, kann das Leid gelindert werden, denn andere Banken können sich zusammenschließen und eine Art "Rettungsplan" ausarbeiten. Wenn aber ein ganzer Bankensektor betroffen ist, gibt es keine Hilfe innerhalb der Volkswirtschaft. Die Zentralbank müsste einspringen, und nun sehen wir genau diese Befürchtung in Italien, denn mit Griechenland klappte es schon nicht besonders gut. Und dieses Problem wird noch dringlicher, weil die notleidenden Kredite zunehmen, und die Zinssätze sind negativ. Die Kreditvergabe ist also nicht ein besonders gutes Geschäft im Moment, und es zahlt sich auch nicht aus. Und was noch dazukommt - negative Zinssätze bedeuten Kapitalflucht. Die Investoren werden wirklich dazu angespornt, ihr Kapital aus der Europäischen Union rauszuschaffen, und für ein bereits zerbrechlicher Bankensektor in Italien bedeutet dies den Exodus des Kapitals. Was wir also hier haben, ist der Zusammenfluss von Faktoren, die den italienischen Bankensektor ins Fadenkreuz der Weltwirtschaft bringen.

Warum haben sich diese Entwicklungen so rasch beschleunigt?

Die italienische Regierung einigte sich zu Beginn dieser Woche mit diesen Banken. Italien erhielt grünes Licht von der Europäischen Union, um den Banken zu erlauben, diese Portfolios der notleidenden Kredite mit einer Garantie der Regierung an private Investoren zu verkaufen. Der Zweck ist, das Leid der italienischen Banken zu lindern und diese notleidenden Kredite von ihrer Buchhaltung zu entfernen. So könnten die Banken wieder Kredite an kreditwürdige Unternehmen vergeben.

Das Problem ist die Bewertung … Anleger in notleidende Kredite würden diese Schulden normalerweise einfach schlucken, aber sie sind nur zu einem bestimmten Preis dazu bereit, der nach ihrer Ansicht das Risiko wert ist (was die meisten scharfsinnigen Investoren tun würden). Italiens Banken sind jedoch nicht bereit, vom Wert dieser Forderungsausfälle abzuweichen. So kam es also zu einer Pattsituation, denn die italienischen Banken wollten die marktorientierten Verluste auf diesen Darlehen nicht auf sich nehmen, und die Investoren dieser notleidenden Kredite waren nicht bereit, künstlich höhere Preise zu bezahlen. Die Regierung wird nun, unterstützt von der EZB, Sicherheit für diese Kredite geben, um ihren Anreiz zu steigern. Dabei hofft sie, dass die Banken diese Investitionen in notleidende Kredite den Anlegern zu einem höheren Preis verkaufen können.

Und diese Methode betritt nun eine graue Zone in der Europäischen Zentralbank. Die EZB darf eigentlich gemäß der Konstruktion der Union nicht direkt staatliche Beihilfe leisten, aber diese Methode wurde gerechtfertigt, weil technisch gesehen keine öffentlichen Gelder verwendet werden, um die notleidenden Kredite aufzukaufen; sie garantieren sie nur. Aber Aussetzung ist Aussetzung, und wir haben das bereits in der Weltwirtschaftskrise gesehen, die Aussetzung hat ihren Preis.

Die Schuld am erhöhten Druck tragen wahrscheinlich die vielen geopolitischen Faktoren, die Europa alle gleichzeitig heimsuchten, und dies setzt diese bereits vorhandenen Verwundbarkeiten nur noch stärker aus, wie eben die italienischen Banken, die eine unbekannte Menge notleidender Kredite in ihren Büchern haben. Und diese Themen werden sich weiterentwickeln, und wir werden wohl sehen, wie sich der Druck auf diese Sektoren erhöhen wird, die bereits Anzeichen einer Schwäche aufweisen.

Der Euro

Was die Dinge noch zusätzlich erschwert, ist die Tatsache, dass Italien keine direkte Kontrolle über ihre Währung hat. Vor der Europäischen Union würde Italien einfach zum Markt gehen und die Lira abwerten. Und obwohl konkurrierende Abwertungen oder "bettle bei deinem Nachbarn" Strategien auf Dauer selten funktionieren, können sie zumindest kurzfristig einen Stimulus bieten, um dem notleidenden Sektor zumindest über einige Hürden auf dem Weg zu helfen.

Nachdem aber fast der gesamte europäische Kontinent dieselbe Währung übernommen hat, wird der Wert des Euros von den europäischen Ländern künstlich hoch gehalten, die nicht solche Probleme haben. Dies bringt im Grunde genommen das Risiko in die gesamte europäische Volkswirtschaft.

Und was vielleicht noch wichtiger ist, die Europäische Zentralbank versucht ihrerseits mit ihrem eigenen QE-Programm die Kurve zu kriegen, und bisher sieht das noch nicht vielversprechend aus. Die anfänglichen Auswirkungen waren positiv, denn der Euro tauchte nach der Ankündigung des QE im Juli 2014 ab. Aber als das QE dann im März des darauffolgenden Jahres eingeführt wurde, hatte der EUR/USD bereits ein Tief gebildet und begann, eine Bärenflagge zu entwickeln. Aus technischer Sicht können wir also sagen, dass die Aussicht auf ein QE für den Euro vorteilhafter war als das eigentliche QE. Das könnte einer der Gründe sein, weshalb die EZB von einer Aufstockung des Programms im Dezember absah und in ihrer letzten Sitzung im Januar die Hoffnung auf eine mögliche Aufstickung im März schürte.

Der Euro wird somit also voraussichtlich unlogisch traden, bis wir zu dieser März-Sitzung gelangen - d.h. wenn die Risikoaversion zunimmt oder wenn die Investoren Deckung suchen, sollte der EUR/USD steigen während die Carry Trades abgewickelt werden. Wenn die "Ruhe" wieder in die Märkte zurückkehrt oder falls die Risikoaversion abnimmt, sollte der EUR/USD sinken, da erwartet wird, dass die EZB ihr Programm irgendwann in Zukunft aufstocken wird, während die USA weiter ihre Politik zu normalisieren beabsichtigen.

Nur weil der EUR/USD steigen könnte, während die Aktien abverkauft werden, bedeutet das nicht, dass der Euro eine sichere Anlage ist. Stattdessen handelt es sich hier eher um die Investoren, die ihre Carry-Positionen abschließen (abwickeln).

Italienische Banken senden EU lautes Warnsignal

Erstellt mit Marketscope/Trading Station II; von James Stanley

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