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Forex: Dollar fällt allgemein vor NFP, EUR/USD über 1,3600

Forex: Dollar fällt allgemein vor NFP, EUR/USD über 1,3600

2013-02-01 05:37:00
John Kicklighter, Chef-Währungsstratege
Teile:
  • Dollar fällt allgemein vor NFP, EUR/USD über 1,3600
  • Euro legt zu, da Zinsen mit LTRO Rückzahlungen steigen, aber was ist mit der EZB?
  • Japanischer Yen auf Weg zu 12. wöchentlichen Rallye in Folge
  • Australischer Dollar fällt nach chinesischem Herstellungsbericht
  • Schweizer Franke: SNB FX Holdings erreichen im 4. Quartal Rekordhochs trotz EUR/CHF Anstieg
  • Kanadischer Dollar vollführt Rallye, nachdem BIP Erwartungen übertraf
  • Gold notiert drittgrößten Fall in diesem Jahr nach abnehmendem Volumen, kurz vor NFPs

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Dollar fällt allgemein vor NFP, EUR/USD über 1,3600

Es gab wenige fundamentale Ressourcen für den Dollar in der letzten Handelszeit. Da sich Risikotrends stabilisierten, führte ein momentumgestützter bullischer Trend des EUR/USD die anti-Dollar Triebkraft zu einem Schlusskurs über 1,3600. Dies ist das erste Mal seit November 2011, dass das Benchmark Paar diesen Hochs ausgesetzt ist. Und aufgrund der kritischen Unterschiede dieser beiden Währungen – bei einer zieht sich die Bilanz der Zentralbank zusammen, während die andere weiter expandiert - wird diese Bewegung sich unter den meisten Bedingungen, die keine Verkaufsnachfrage für den Greenback auslösen, fortsetzen. Gleichzeitig veränderte sich die Reservewährung der Welt wenig gegenüber den anderen liquiden Gegenwährungen. Für eine wahre Erholung des Dollars brauchen wir jedoch eine Triebkraft.

Der verläßlichste bullische Funke für den US-Dollar wäre eine Welle an Risikoaversion, welche Spekulanten von ihren hochverzinsten und hochriskanten Anlagen wegtreibt und in der Reservewährung und den Staatsanleihen Schutz suchen lässt. Obwohl der EUR/USD stieg, legen die Yen Crosses zu und der S&P 500 geht stetig nach oben. Wir haben seit einiger Zeit keine überzeugende Risikoneigung gesehen. Es liegt kein Anstieg von Marktrückflüssen (Rendite) vor und ebenso keine stetige oder abnehmenden Volatilitätserwartung (Risiko). Auch wenn die Benchmark für Risikotrends den Kurs noch nicht gewendet hat, sehen wir doch die ersten Anzeichen in diese Richtung. Spürbar stiegen sowohl die Aktien- als auch die Forex basierten Volatilitäts-Indizes ab ihren mehrjährigen Tiefs an. Zudem sind "Junk-Bond" Zinsen (spürbar niedrige Qualität, hohes Risiko und hohe Gewinne) stark gefallen. Dies ist immer noch eine latente Bedrohung für eine Kursänderung. Wir brauchen etwas, das ein konkretes Motiv liefert, um das Risiko abzuwenden. Vielleicht können dies die Nonfarm Payrolls (NFPs) bewerkstelligen.

In den vergangenen Monaten löste der monatliche Arbeitsmarktbericht der USA kaum Interesse auf dem Markt aus - in anderen Worten, es gab wenig Volatilität und noch weniger Trendentwicklungen. Der kommende Bericht vom Januar wird ebenso gehandhabt. Es braucht eine messbare Abweichung, damit die Veröffentlichung Beschäftigungsstatistik den Markt bedeutend beeinflussen könnte. Es gibt jedoch einen weiteren Aspekt hinsichtlich dieses Eventrisikos, der größere Auswirkungen auf das spekulative Interesse haben wird. Im Dezember kündigte das Federal Open Market Committee (FOMC) an, dass es $85 Milliarden Staatsanleihen und Mortgage Backed Securities (MBS) kaufen würde, bis die Arbeitslosenquote auf 6,5 Prozent sinken und/oder die Inflationsrate auf 2,5 Prozent zurückkehren würde. Diese Arbeitslosenquote ist unser bester Hinweis auf die Langlebigkeit der Stimulusanstrengungen der Fed – eine Politik, die die Risikoneigung stützt und die US-Zinssätze senkt (beides wertet den Dollar ab). Die Arbeitslosenquote wird bei gleichbleibenden 7,8 Prozent erwartet, und ein Rückgang könnte die allgemeinen Marktreaktionen beeinflussen.

Euro legt zu, da Zinsen mit LTRO Rückzahlungen steigen, aber was ist mit der EZB?

Der Euro steigt weiterhin mit ziemlicher Begeisterung gegenüber dem US Dollar und dem Japanischen Yen. Die Einheitswährung hat jedoch in der letzten Handelszeit gegenüber ihren neuseeländischen und kanadischen Gegenstücken nachgegeben. Was ist der fundamentale Unterschied bei diesen Bewegungen? Für Paare wie der EUR/NZD und EUR/CAD ist der Ertrag viel größer für die Paarwährung, und ihre Zinssatz-Aussichten haben sich beide kürzlich verbessert (mehr davon unten). Alternativ stehen die USA und Japan unter ernsten Lockerungsanstrengungen, die die Geldmenge aufblähen und die Zinssätze immer tiefer drücken. Dies bietet dem Euro einen entscheidenden Vorteil.

Seit Mitte Dezember ist der Benchmark Markt-Zinssatz der Eurozone (der dreimonatige Euro-Libor) um 26 Prozent gestiegen. Tatsächlich ist jedoch der Ertrag, verteilt unter dem Euro und US, seit August rückgängig (immer noch zugunsten des Dollars). Die LTRO Rückzahlungen sind ein wichtiger Vorteil für den Euro - vor allem gegenüber dem Dollar. Die politischen Entscheidungsträger und die EZB zeigen jedoch Besorgnis. Würden sie die Zinssätze senken, um den Vorteil zu bremsen? Dies ist wahrscheinlicher als viele sich wünschen, vor allem, nachdem Deutschland VPI-Daten von 1,7 Prozent veröffentlichte - ein Tief vom November 2010.

Der Japanische Yen auf Weg zu 12. wöchentlichen Rallye in Folge Bis Freitag Morgen stieg der USD/JPY um weitere 1,5 Prozent. Bei diesem Tempo wird das Paar eine erstaunliche 12 Wochen dauernde Rallye erleben. Wir können diese Bewegung jedoch auch auf einer anderen Zeitskala messen. Auf einer monatlichen Basis ist das Paar während drei Monaten in Folge gestiegen und hat ziemlich an Tempo zugelegt. Man sollte das Paar in dieser Skala betrachten, denn sein fundamentaler Kernpunkt ist der wettbewerbsfähige Stimulus. Wird der Markt erkennen, dass er einen ernsten Stimulus der BoJ bewertet hat, der erst im nächsten Jahr stattfinden wird? Vorsicht, denn eine Risikoaversion wird ihn daran erinnern.

Australischer Dollar fällt nach chinesischem Herstellungsbericht

Da die Aktien in ihrem sonst beeindruckenden Fortschritt taumeln, blieb der Australische Dollar gegenüber fundamentalen Entwicklungen ungeschützt. Auf der positiven Seite verzeichnete die 12-Monats-Prognose für weitere Lockerungen ihre besten Zahlen seit August 2011. Andererseits stotterte der wirtschaftliche Motor, der die Nation antreibt, heute morgen etwas. Obwohl später eine bessere Version des HSBC-Berichts veröffentlicht wurde, enttäuschte die offizielle Umfrage zu den Aktivitäten des verarbeitenden Gewerbes für Januar die Erwartungen und belastet die Hoffnung auf Exporte in Australien.

Schweizer Franken: SNB FX Holdings erreichen im 4. Quartal Rekordhochs trotz EUR/CHF Anstieg

In der letzten Handelszeit kam der Bericht der Schweizer Nationalbank über die Fremdwährungsanlagen und deren Zusammensetzung heraus. Trotz des Anstiegs des Wechselkurses des EUR/CHF (worauf sie viel Aufmerksamkeit und Interventionsbemühungen richteten) im 4. Quartal, stiegen die Anlagen auf einen neuen Rekord von 432,2 Milliarden Franken an. So legt sich vielleicht der Fall des EUR/CHF die letzten Paar Tage angesichts des Anstiegs des EUR/USD…

Kanadischer Dollar vollführt Rallye nachdem BIP Erwartungen übertraf

Die Fundamentals sind nicht mehr die geradlinigen Triebkräfte, die sie einst waren, aber es gibt immer noch Triebkräfte mit Durchschlagskraft. Auch wenn es monatliche Daten sind, übertraf das Kanadische BIP von November die Erwartungen und schickte den USD/CAD in der letzten Handelszeit abwärts. Der Einfluss dieser Daten ging vorüber, und nun richtet sich der Fokus für diese wichtige Paarung erneut auf Risikotrends und Stimuluserwartungen.

Gold notiert drittgrößten Fall in diesem Jahr nach abnehmendem Volumen, kurz vor NFPs

Trotz eines relativ reservierten Tradingtages für die Kapitalmärkte, schaffte Gold es am Donnerstag um 0,8 Prozent zu fallen – der größte Rückgang in diesem Jahr – was sämtliche Gewinne vom Vortag löschte. In der kommenden Handelszeit erwarten wir die US Beschäftigungszahlen. Angesichts der Wichtigkeit der Arbeitslosenquote für die Politiker kann man erwarten, dass die Gold Bugs ebenso fleißig bei der Auswertung der Statistik bezüglich Stimulusveränderungen sein werden wie die FX-Massen.

**Eine komplette Aufstellung von anstehendem Eventrisiko und vergangenen Veröffentlichungen finden Sie hier www.dailyfx.com/calendar

WIRTSCHAFTSDATEN

GMT

Währung

Veröffentlichung

Umfrage

Vorherig

Bemerkungen

0:30

AUD

Erzeugerpreisindex (im Quartalsvergleich)

0,30%

0,60%

Inflationsmessung, sehr volatil

0:30

AUD

Erzeugerpreisindex (im Jahresvergleich)

1,20%

1,10%

Weniger volatil als im Quartalsvergleich, 3-Jahrestief von -1,5% am 09.12.

1:00

CNY

Herstellungs-PMI

51

50,6

3-Jahres-Durchschnitt von 51,9

1:45

CNY

HSBC Herstellungsindex PMI (Einkaufsmanagerindex)

52

51,5

Flash PMI bei 51,9

5:00

JPY

Verkäufe Kraftfahrzeuge (im Jahresvergleich)

-3,40%

Seit 5-Jahreshoch von 92% Wachstum am 12.04. stark gefallen

5:30

AUD

RBA Rohstoffindex SDR (im Jahresvergleich)

-8,00%

Früher Indikator von Exportpreisveränderungen, 2-jähriger Durchschnitt bei 8,2%

5:30

AUD

RBA Rohstoffpreisindex

89,2

Schwankt unter 90 seit 12.07.

8.30

CHF

SVME Einkaufsmanagerindex

50,5

49,5

Zeigt negativen Trend seit dem Hoch bei 67,7 am 10.07.

8:45

EUR

Italienischer Herstellungsindex PMI

47,4

46,7

Zeigte einen Negativtrend seit dem 5-Jahres Hoch von 59 in 2/11

8:50

EUR

Französischer Herstellungsindex PMI (Einkaufsmanagerindex)

42,9

42,9

5-Jahres-Durchschnitt bei 49,8, Hoch bei 57,9 und Tief bei 34,8

8:55

EUR

Deutscher Herstellungsindex PMI

48,8

48,8

Wird erwartet, auf unter 3-Jahresdurchschnitt von 53,1 zu fallen, zeigt Rückgang

9:00

EUR

Euro-Zone Herstellungsindex PMI (Einkaufsmanagerindex)

47,5

47,5

Geringer Anstieg seit dem 45,4 Level am 31.10.

9:00

EUR

Italienische Arbeitslosenquote, saisonbereinigt

11,20%

11,10%

Starke 5-jährige Zunahme ab Tief am 07.04. bei 5,8% bis Hoch von letztem Monat bei 11,1%

9:30

GBP

Herstellungsindex PMI

51

51,4

Bleibt nahe bei 5-Jahreshoch von 51,4, im Verhältnis zu anderen EU-Nationen

10:00

EUR

Euro-Zone Arbeitslosenquote

11,90%

11,80%

Stetiger Anstieg, 5-Jahres Durchschn: 9,79%, 3-Jahres Durchschn.: 10,53%, 1-Jahres Durchschn.: 11,8%

10:00

EUR

VPI der Euro-Zone Schätzung (im Jahresvergleich)

2,20%

2,20%

Hat sei 11.11. weder 3% erreicht noch überschritten, 2-Jahresdurchschnitt: 2,6%

13:30

USD

Veränderung bei den Stellen ex-Agrar

165 Tsd.

155 Tsd.

Blieb über 100 Tsd. seit 1-Jahres-Tief bei 45 am 12.06.

13:30

USD

Arbeitslosenquote

7,80%

7,80%

Sinkt relativ beständig seit 3-Jahreshoch von 9,9% am 10.04.

13:30

USD

Unterbeschäftigungsquote (U6)

14,40%

Blieb über 14% seit 08.12.

13:30

USD

Durchschnittliche Wochenarbeitszeit alle Arbeitnehmer

34,5

34,5

Vormonat dritthöchstes Level in 5 Jahren, Durchschnitt bei 34,3

13:30

USD

Durchschnittlicher Stundenverdienst (im Jahresvergleich) Alle Beschäftigten

2,10%

2,10%

Hohe Volatilität zwischen 1,5% und 2,5% Wachstum seit 09.08.

13:58

USD

Markit US PMI Schluss

55,1

56,1

Blieb stets über 50

14:55

USD

U. of Michigan Zuversicht

71,5

71,3

Blieb seit Dez über 70, 3-Jahresdurchschnitt bei 71,8

15:00

USD

Bauausgaben (im Monatsvergleich)

0,60%

-0,30%

Rückgang an Volatilität während des letzten Jahres, Tief bei -0,5% bis Hoch bei 1,7%

15:00

USD

ISM Herstellung

50,6

50,7

Tendiert tiefer seit 5-Jahres Hoch von 59,6 am 11.02.

15:00

USD

ISM gezahlte Preise

56

55,5

Berücksichtigt Erwartungen der künftigen Produktion, Neuaufträgen usw.

22:00

USD

Inländische Verkäufe Kraftfahrzeuge

11,9 Mio.

11,97 Mio.

Starker Anstieg ab 5-Jahres-Tief bei 6,39 Mio. in 2/09

GMT

Währung

Nächste Ereignisse & Ansprachen

-:-

NZD

RBNZ Vorsitzender Wheeler spricht

13:30

USD

Feds Dudley spricht vor New York Bankenvereinigung

14:00

EUR

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KLASSISCHE UNTERSTÜTZUNG UND WIDERSTAND - NEUE MÄRKTE 18:00 GMT SCANDIES WÄHRUNGEN 18:00 GMT

Währung

USD/MXN

USD/TRY

USD/ZAR

USD/HKD

USD/SGD

Währung

USD/SEK

USD/DKK

USD/NOK

Widerst. 2

15,5900

2,0000

9,2080

7,8165

1,3650

Widerst. 2

7,5800

5,8300

6,1150

Widerst. 1

15,0000

1,9000

9,1900

7,8075

1,3250

Widerst. 1

6,8155

5,7350

5,8200

Spot

12,7393

1,7585

8,9699

7,7564

1,2416

Spot

6,3491

5,4829

5,4633

Unterstütz. 1

12,5000

1,6500

8,5650

7,7490

1,2000

Unterstütz. 1

6,0800

5,4440

5,5000

Unterstütz. 2

11,5200

1,5725

6,5575

7,7450

1,1800

Unterstütz. 2

5,8085

5,3350

5,3040

INTRADAY PROBABILITY BANDS 18:00 GMT

\Währung

EUR/USD

GBP/USD

USD/JPY

USD/CHF

USD/CAD

AUD/USD

NZD/USD

EUR/JPY

GBP/JPY

Widerst. 3

1,3717

1,5973

92,96

0,9177

1,0040

1,0492

0,8497

126,85

147,58

Widerst. 2

1,3689

1,5945

92,68

0,9158

1,0024

1,0470

0,8477

126,38

147,10

Widerst. 1

1,3662

1,5916

92,40

0,9140

1,0008

1,0449

0,8457

125,91

146,62

Spot

1,3607

1,5859

91,85

0,9104

0,9976

1,0407

0,8416

124,98

145,67

Unterstütz. 1

1,3552

1,5802

91,30

0,9068

0,9944

1,0365

0,8375

124,05

144,71

Unterstütz. 2

1,3525

1,5773

91,02

0,9050

0,9928

1,0344

0,8355

123,58

144,23

Unterstütz. 3

1,3497

1,5745

90,74

0,9031

0,9912

1,0322

0,8335

123,11

143,75

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