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Bullisches Paar EUR/AUD bei starkem EUR, schwachem AUD aufgrund Überangebots an Eisenerz

Bullisches Paar EUR/AUD bei starkem EUR, schwachem AUD aufgrund Überangebots an Eisenerz

2017-05-17 09:00:00
Tyler Yell, CMT, Währungsstratege
Teile:

Tendenz: Bullisches Paar EUR/AUD aufgrund starken EUR, schwacher AUD aufgrund des Überangebots an Eisenerz

Stichpunkt Engagement: Long bei Retracement über 1,47 AUD

Kassa: 1,4914 AUD

Ziel: 1,5461 AUD, 61,8 Prozent Retracement der Spanne 2015-2017

Entkräftigungsniveau: Schluss unter 1,46635 AUD, Tief vom 12. Mai

Highlights:

-EUR baut auf bullischer Dynamik auf nachdem das November-Hoch des Währungspaars EUR/AUD durchlaufen wurde

-Laut CFTC lösen Hedgefonds weiter AUD-Long-Positionen auf

- Rohstoff-Bären-Markt bei Basismetallan verhindert wahrscheinlich AUD-Kursgewinne

Fundamentaler und technischer Fokus:

Der Euro erfreut sich 2017 insgesamt zunehmender Beliebtheit. Institute beginnen ihre Haltung vom Jahresende gegenüber dem Währungspaar EUR/USD zu ändern und die Sorge schwindet, dass der Euro als Einheitswährung eine „verlorene Sache“ ist. In Kombination mit einer Verbesserung der Wirtschaftsstimmung in Europa und EZB-Diskussionen über eine Änderung der Geldpolitik zu einer aggressiveren Haltung sorgt dies für ein Gespür für einige der Faktoren, die in letzter Zeit dafür gesorgt haben, dass der Euro auf relativer Basis zu einer der stärksten G8-Währungen geworden ist.

Auf der anderen Seite des Stark/Schwach-Spektrums haben wir den Australischen Dollar. Obwohl er zu dem Zeitpunkt, zu dem diese Zeilen verfasst werden, nicht die schwächste G8-Währung ist, was er vor ein paar Wochen noch war, bleibt der Australische Dollar auch weiterhin schwach. Das Währungspaar AUD/USD hat sich auf seine Januar-Tiefs zubewegt und das Währungspaar EUR/AUD wurde vor kurzem über den November-Hochs gehandelt. Einen Grund für die Schwäche des Australischen Dollar ist, dass institutionelle Spekulanten allem Anschein nach die Hoffnung auf eine Reflation aufgegeben haben. Diese Hoffnung fand im Devisenmarkt über Long-Positionen in Rohstoffwährungen, wie dem Australischen Dollar, Ausdruck.

Am Freitag zeigten die „Commitment of Traders“ FCTC-Daten, dass Leveraged Funds ihre Netto-Long-Positionen in der Woche bis 9. Mai auf 12.879 Kontrakte gekürzt haben. Diese Reduzierung war die sechste Reduzierung von Longs in Folge und stellte einen Rückgang von 53.601 Anfang März dar, als die Hoffnung auf eine Reflation noch bestand.

Ein wesentlicher Treiber der AUD-Schwäche waren die Eisenerzpreise, die in eine Bärenmarkt-Region vorgestoßen sind. Eisenerz ist eine wichtige Ressource, für die Australien als Exporteur nach China bekannt ist. Der Rückgang des Eisenerzpreises hat sich den Bestandsanstiegen in China angepasst. Laut Bloomberg sind gemäß den wöchentlichen Daten der Shanghai Steelhome E-Commerce Co. die Eisenerzvorräte in den chinesischen Häfen um fast 2 Prozent (d. h. weniger Nachfrage als Angebot) auf einen Rekordwert von 134,25 Mio. Tonnen (Stand Freitag) angestiegen.

Diese Entwicklungen könnten zu einem Problem für AUD-Longs werden. Das ist der Grund dafür, dass ich das Währungspaar EUR/AUD höher, in Richtung des 61,8 Prozent Retracements der Spanne 2015-2017 bei 1,5461 AUD sehe, mit einer Entkräftigung der Long-These bei einem Durchbruch unter das Tief vom 12. Mai bei 1,4663 AUD.

Günstige Stark/Schwach-Beziehung:

Bullisches Paar EUR/AUD bei starkem EUR, schwachem AUD aufgrund Überangebots an Eisenerz

Chart:

Bullisches Paar EUR/AUD bei starkem EUR, schwachem AUD aufgrund Überangebots an Eisenerz

Created by Tyler Yell, CMT

Happy Trading und Frohe Feiertage!

-Tyler Yell, CMT

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