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Euro schließt Woche niedriger – Bluff der EZB aufgedeckt?

Euro schließt Woche niedriger – Bluff der EZB aufgedeckt?

2013-03-09 01:01:00
Christopher Vecchio, CFA, Senior Währungsstratege
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Euro schließt Woche tiefer – Bluff der EZB aufgedeckt?

Fundamentale Prognose für den US Dollar: Neutral

  • Britisches Pfund und Euro stabil vor BoE und ECB – Rallyes sollten verkauft werden
  • Die Ruhe vor dem Sturm: US Aktien trafen vor BoE, EZB und NFPs auf neue Hochs
  • Euro volatil, doch Rallyes höher nach positivem und restriktivem Draghi

Der Euro war in der letzten Woche einer der schlechtesten Performer unten den Währungen und übertraf nur den niedrigen Japanischen Yen um +0,45%, während er mäßige -0,86% gegen den Top Kanadischen Dollar und -0,78% gegen den wiederbelebten US Dollar verlor. In der Tat war dies eine Woche der Konsolidierung in den FX-Märkten. Auf der Seite des Euro waren die Daten insgesamt gemischt, und das Selbe traf auf das Policy Metting der Europäischen Zentralbank in dieser Woche zu. Aufgrund der leichten, aber gesättigten Agenda der Woche werden wir uns auf diese beiden Aspekte konzentrieren, und auf das, was uns für die kommende Woche eine neutrale Tendenz für den Euro übernehmen lassen hat.

Die wichtigen Daten der letzten Woche – die Februar Abschlussveröffentlichungen der Service-PMIs für Deutschland, Frankreich, Italien und die allgemeinere Eurozone und der Januar Einzelhandelsumsatzbericht für die Eurozone – übertrafen die Prognosen, und minderten ein wenig der starken Rezessionsbedenken, die im Februar vorlagen. Obwohl sich die umliegenden Volkswirtschaften, nun auch Frankreich, weiter einer anhaltenden Periode mit schwachem Wachstum nähern, lassen die Daten der Vorwoche in Zusammenhang mit den Daten der kommenden Woche vermuten, dass die Fundamentals momentan nicht ausschlaggebend sein werden.

In der kommenden Woche sind die einzigen Daten, die wahrhaft einen Einfluss haben könnten, der deutsche Verbraucherpreisindex und der Verbraucherpreisindex Eurozone für Februar. Wie in den letzten Wochen, fällt der Preisdruck weiter, was vermuten lässt, dass die Gesamtnachfrage schwach bleibt. Zu regulären Bedingungen würden schwache VPI Daten aus Deutschland und der weiteren Eurozone Spekulationen schüren, dass die eine Zinskürzung der EZB anstehe. Doch nach der Pressekonferenz vom EZB Präsidenten Mario Draghi am Donnerstag wissen wir, dass eine Zinskürzung beim nächsten Meeting im April unwahrscheinlich sein wird.

Obwohl die EZB die Wachstumsprognosen für die Region herabstufte, von -0,9% auf -0,1% für 2013 und von 0,0% auf +2,0% für 2014, und trotz der Tatsache, dass die Inflationsprognosen für 2013 von +1,2% auf +2,0%, und für 2014 von +0,6% auf +2,0% (alles Jahressätze) herabgestuft wurden, sagte Präsident Draghi, dass “sich die Wirtschaftsaktivität später in 2013 stetig erholen sollte.” Ist dies eine Aussage im Sinne: "Mache was ich sage, nicht was ich mache"? Für Präsident Draghi ist es sehr ungewöhnlich, dass er trotz einer Veränderung der Geldpolitik, die eine Zinskürzung vermuten lässt, solche Bemerkungen macht (Anmerkung: Der Markt schient die Prognosen als auch die Bemerkungen anzunehmen: Der Euro erlebte einen Abverkauf nach den revidierten Wachstumsprognosen, und erlebte dann nach Präsident Draghis Bemerkungen eine Rallye).

Außerdem sagte Präsident Draghi, dass die “vorherrschende Meinung war, die Zinsen unverändert zu belassen”, doch bis zum Freitag, als der Euro nahe seiner Wochen-Tiefs schloss, dürften die Markteilnehmer ihre geteilte Meinung signalisiert haben. Also: Falls die EZB die Zinsen unverändert belässt und Präsident Draghi später in 2013 eine Erholung erwartet, während der Euro an Wert verliert und die italienischen Zinsen sich trotz Neuwahlen, die einen Sieg es bekannten Anti-Sparsamkeits Kandidaten ermöglichen, tief halten, dann nehmen wir an, dass die EZB ihr OMT Programm aktivieren dürfte. Warum würde der Euro fallen, wenn dies einkalkuliert wird? Die Stärke des Euro im Januar 2013 baute auf der schrumpfenden EZB-Bilanz auf. - Wenn die Bilanz nun erweitert wird, sollte der Euro ab da an Wert verlieren.

Bis das OMT Programm der EZB für Italien eingesetzt wird, müssen wir die Hoffnung Präsident Draghis auf eine Wirtschaftserholung zu einem späterem Zeitpunkt in diesem Jahr in Kauf nehmen. Die kommende Woche sollte interessant werden, denn es wird sich abzeichnen, ob die Marktteilnehmer die Ansicht der EZB übernehmen, oder ob der Bluff der EZB aufgedeckt wird und sich als Ergebnis daraus ein schwächerer Euro zeigt. –CV

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