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Ölpreis WTI: Wo könnte sich der Preis stabilisieren?

Ölpreis WTI: Wo könnte sich der Preis stabilisieren?

2018-11-26 12:34:00
David Iusow, Analyst
Teile:

Der Ölpreis WTI hat in der vergangenen Woche den zweiten wichtigen Unterstützungsbereich unterschritten, nämlich die horizontale Widerstandszone bei zirka 55 USD je Barrel. Der Einbruch könnte aus charttechnischer Sicht noch nicht vorbei sein, doch der faire Preis dürfte sich aktuell zwischen 50-60 USD je Barrel befinden.

Welche Faktoren könnten den Ölpreis im dritten Quartal beeinflussen? Erfahren Sie es in unserer exklusiven Öl Prognose, die Sie hier kostenfrei herunterladen können.

Ölpreis WTI durchbricht die zweite Unterstützung

Die OPEC prognostizierte in der vergangenen Woche, für das Jahr 2020 eine weiter fallende weltweite Nachfrage und damit einen starken Produktionsüberhang. Dies führte neben dem erneut gestiegenen US-Rohölbestand laut der EIA per vorletzte Woche zu dem zweiten starken Einbruch unter die besagte horizontale Unterstützungszone. Aktuell konsolidiert der Preis kurzfristig, nachdem auch der USD Korrekturtendenzen aufweist. Sollte der USD bald wieder zur Stabilität neigen, könnte der Ölpreis wieder den Rückwärtsgang einlegen. Die nächste technische Unterstützungszone läge sodann im Bereich des 23,6 % Fibonacci-Retracements, bei zirka 48 USD je Barrel.

Gehört der Ölpreis zu den Top-Handelsmöglichkeiten in diesem Jahr? Finden Sie es heraus, indem Sie sich die Prognosen unserer Analysten kostenfrei herunterladen.

Ölpreis WTI Chart auf Wochenbasis

Ölpreis WTI Chartanalyse auf Wochenbasis

Quelle: IG Handelsplattform

Wo könnte der faire Preis liegen?

Um den fairen Preis zu bestimmen, sollte man zunächst alle Faktoren, die zu artifiziellen Veränderungen des Angebot-Nachfrage-Verhältnisses beitragen, herausrechnen. Dazu zählen insbesondere die zunächst angekündigten Iran-Sanktionen. Dass diese für panische Käufe zuvor gesorgt haben, wird nun sichtbar, nachdem wir wieder einen panischen Abverkauf sahen. Wenn dieser Faktor jedoch ausgepreist ist, sollte sich der Preis dem fairen Angebot-Nachfrage-Verhältnis oder zumindest den Erwartungen daran anpassen.

Die Basis für diese Annahme sind die sogenannten „vergleichbaren Bestände“ (OECD Bestände). Dabei bezieht sich der Ausdruck „vergleichbar“, auf vergleichbare Bestände für den fairen Preis in der Vergangenheit. Wenn z.B. eine gewisse Höhe von Beständen im Jahr 2012, für einen fairen Preis von zwischen 80-100 USD je Barrel gesprochen hat, dann können die aktuellen „vergleichbaren Bestände“, den fairen Preis auf gewisse Weise ebenso anzeigen. Gleichzeitig zeigen die vergleichbaren Bestände an, wie viel die Öl-Konsumenten bereit sind, entsprechend der aktuellen wirtschaftlichen Aktivität, für ein Barrel zu zahlen.

Wie oben erwähnt, deuten die aktuellen Bestände eine Spanne zwischen 50-60 USD je Barrel an. Weitere Verluste könnten allerdings kurz- bis mittelfristig dennoch drin sein und zwar dann, wenn die US Bestände weiter stark und über den Erwartungen aufgebaut werden, also, wenn selbst die Heating-Season keine Anzeichen einer stärkeren Nachfrage andeutet. Wie der Chart unten deutlich macht, wurde nun acht Wochen infolge ein Aufbau der Bestände verzeichnet.

Wie sieht die Stimmung der IG Kunden in den anderen Kontrakten aus? Sind sie mehrheitlich Long oder Short positioniert? Mit unserem kostenfreien IG Sentiment können Sie sich die Positionierung anschauen und ggf. in Ihre Handelsentscheidung mit einbauen.

US Rohölbestände EIA auf Wochenbasis

US Rohölbestände EIA auf Wochenbasis

Quelle: DailyFX Research, EIA

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