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Goldpreis-Sprung nach handelsdatenbedingten US-Dollar & Rendite-Verlusten

Goldpreis-Sprung nach handelsdatenbedingten US-Dollar & Rendite-Verlusten

2016-12-29 21:19:00
Ilya Spivak, Head Strategist, APAC
Teile:

Gesprächsansätze:

  • Der Goldpreis legte nach Veröffentlichung von US-Handelsdaten so stark zu, wie schon seit drei Monaten nicht mehr
  • Die übermäßige Bewegung bei Gold lässt sich möglicherweise auf die Illiquidität des Marktes zurückführen
  • Der Ölpreis fällt, nachdem die EIA Bestandserhöhungen gemeldet hat

Der Goldpreis stieg und konnte den größten täglichen Zugewinn seit drei Monaten verzeichnen. Parallele Verluste des US-Dollar und der Renditen wichtiger Staatsanleihen deuten auf eine zunehmende, relative Attraktivität von Anti-Fiat und nicht zinstragenden Vermögenswerten. Auf diese Bewegung folgte die Veröffentlichung von US-Handelsdaten, die eine unerwartete Weitung des Defizits auf 65,3 Mrd. Dollar im November auswiesen, dem höchsten seit März 2015. Wirtschaftsexperten hatten vor der Bekanntgabe prognostiziert, dass das Defizit von 62 Mrd. Dollar auf 61,6 Mrd. Dollar fallen würde.

Obwohl sie sicherlich wichtig sind, werden Handelsdaten nur selten zu einem direkten Volatilitätstreiber, insbesondere, wenn die angebotenen Zahlen im Großen und Ganzen innerhalb jüngster Trends liegen (wie dies bei den Novemberzahlen der Fall war). Die überstarke Reaktion der Finanzmärkte scheint sich daher auf die illiquiden Bedingungen während des Feiertagshandels zurückführen zu lassen, als auf eine wirkliche Überzeugung auf Seiten der Anleger. In der Tat könnte diese Entwicklung ins Stocken geraten, da in den kommenden Tagen und Wochen die bevorstehende Wende in der US-Finanzpolitik und deren Auswirkungen auf die Zinspolitik der Fed wieder in den Mittelpunkt rücken werden. Der

Ölpreis gab nach, nachdem EIA-Bestandsdaten gezeigt hatten, dass die Lagerbestände letzte Woche unerwartet um 614.000 Barrel gestiegen sind. Wirtschaftsexperten hatten einen Rückgang um 1,5 Mio. Barrel erwartet. Die WTI-Benchmark bewegt sich im Vorfeld der Umsetzung der Fördersenkungen durch die OPEC nächsten Monate in der Nähe von Monats-Hochs. Das wird sich wahrscheinlich bis in die letzten Stunden der Handelswoche fortsetzen, da sich Trader kurz vor dem Jahreswechsel wahrscheinlich nur ungern in einer direktionalen Tendenz positionieren möchten.

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TECHNISCHE ANALYSE GOLD – Es sieht so aus, als würde der Goldpreis den Widerstand bei 1.149,85 Dollar, das 14,6% Fibonacci-Retracement, überwinden, was die Tür für ein Testen des 23,6% Niveaus bei 1.166,51 Dollar öffnet. Alternativ käme bei einer Rückkehr unter 1.149,85 Dollar die nächste Abwärtsbarriere bei 1.122,81 Dollar, dem Tief vom 15. November.

Goldpreis-Sprung nach handelsdatenbedingten US-Dollar & Rendite-Verlusten

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