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EUR/USD oder USD/JPY: Welcher wird zuerst ausbrechen?

EUR/USD oder USD/JPY: Welcher wird zuerst ausbrechen?

James Stanley, Senior Strategist

Anknüpfungspunkte:

- Noch mehr restriktive Fed-Reden haben den Dow Jones FXCM Dollar Index höher getrieben, und dies könnte zwei starke Trends in Frage stellen, und zwar den des EUR/USD und des USD/JPY.

- Obwohl sich die USD-Stärke in zahlreichen Paaren zeigt, könnte die Aussicht auf einen noch stärkeren Yen attraktive Wiederaufnahme-Strategien für die Short-Seite im USD/JPY bieten, und wir zeigen nachstehend die technischen Levels für einen solchen Ansatz.

- Wenn Sie Trading-Ideen suchen, lesen Sie unsere Trading-Anleitungen. Und falls Sie lieber etwas kurzfristigeres handeln wollen, schauen Sie sich unseren SSI Indikator an.

Die Rallye im US Dollar fährt fort: Die Stärke des US Dollars hält an, und der Greenback hat eine Unterstützung mit einem höheren Tief ab dem Level von 11.960 gebildet, wie wir am Freitag hervorgehoben hatten. Das ist das 61,8% Retracement der letzten starken Bewegung und war in den letzten 10 Tagen ein Schlüssellevel im USD.

EUR/USD oder USD/JPY: Welcher wird zuerst ausbrechen?

Erstellt mit Marketscope/Trading Station II; von James Stanley

Zusätzliche, noch restriktivere Kommentare der Fed zu Beginn der Handelswoche haben dazu beigetragen, diese Unterstützung zu festigen, und die jüngsten Kommentare stammen vom Präsidenten der San Francisco Fed, John Williams, der sagte, dass 2-3 Zinserhöhungen in 2016 und 3-4 in 2017 "ungefähr passend" klingen. Dies ist eine ziemlich starke Aussage, wenn man bedenkt, was für ein Chaos nach nur einer Zinsanhebung im Dezember ausgebrochen war; und dies unterstreicht weiter die Feedback-Schlaufe, die zwischen den globalen Finanzmärkten und der Federal Reserve im Spiel zu sein scheint. Dies ist auch ein deutliches Motiv für die Investoren, den US Dollar zu kaufen, denn die Erwartungen einer Zinserhöhung in den USA steigen nach diesen restriktiveren Stellungnahmen unaufhaltsam weiter; und in Anbetracht des zarten Zustandes der Weltwirtschaft, wobei zahlreiche Zentralbanken ihre Währungen abwerten wollen, bietet die einfache Tatsache, dass die Fed "weniger expansiv" ist, genügend Motivation, um die Kapitalströme in den Greenback fließen zu lassen.

Diese Stärke zeigt sich jedoch nicht unbedingt gleichmäßig: Obwohl der EUR/USD offenbar kurz davor steht, einen neuen Abwärtstrend zu entwickeln, da die wichtigen, langfristigen Unterstützungslevels ins Spiel kommen, hat der USD/JPY nur gerade ein "tieferes Hoch" gebildet, was die Aussicht auf eine USD-Schwäche attraktiv macht, trotz dieser steigenden Zinserwartungen in den USA.

Wir behandeln nachstehend zwei unterschiedliche Themen im US Dollar und zeigen auch, wie Trader sie angehen können.

EUR/USD – achten Sie auf 1,1142 für neues "tieferes Tief"

Das wichtige Level im EUR/USD ist zurzeit der Kurs von 1,1212, das 61,8% Fibonacci-Retracement der stärksten Bewegung des Paares (vom Tief des Jahres 2000 bis zum Hoch in 2008). Dies ist ein oft getestetes Level, das seit seiner Bildung zahlreiche Unterstützungs-/Widerstandslevels bot. Erst kürzlich diente es als April-Swing-Tief im Paar. Die Kursbewegung der letzten Woche im EUR/USD verbrachte ziemlich viel Zeit um dieses Level herum, wobei der Kurs am Mittwoch hierhin sank, nur damit die Märkte dann den Rest der Woche mit ihm kämpfen mussten.

In Anbetracht des raschen Durchbruchs am Donnerstag, der uns ein leicht tieferes Tief brachte, sehen wir hingegen nun frühe Anzeichen einer Wiederaufnahme des Abwärtstrends, denn die Unterstützung hat begonnen, dem sinkenden Kurs nachzugeben. Aber da dieses wirklich wichtige Schlüssellevel um 1,1212 weiterhin hält, sollten Trader zu Beginn dieser Woche Vorsicht walten lassen.

Das vorherige Swing-Tief im EUR/USD lag bei 1,1142, und dies könnte als eine Art "Aktivierungslevel" für Short-Seiten-Entries dienen. Trader können warten, bis die Unterstützung durchbrochen wird, was auf eine wahrscheinliche Trendfortsetzung hindeutet, nachdem ein tieferes Tief im Markt gebildet wird. Nachdem dieses Level überwunden wurde, können Trader erwarten, dass sich der Widerstand bei der vorherigen Unterstützung zwischen 1,1172-1,1212 zeigt, wobei die alte Unterstützung dann als Widerstand dient.

EUR/USD oder USD/JPY: Welcher wird zuerst ausbrechen?

Erstellt mit Marketscope/Trading Station II; von James Stanley

USD/JPY – achten Sie auf 1,0900

Dies ist ein Trend, von dem wir in diesen Market Talks oft gesprochen haben, denn ehrlich gesagt war dies eine der konsequentesten Bewegungen, die in den Märkten im ersten Quartal dieses Jahres zu sehen waren. Im letzten Monat zeigte sich jedoch ein gewisses Retracement im Trend, denn Trader haben angefangen, höhere Chancen für Maßnahmen von Seiten der Bank of Japan miteinzubeziehen, um die unaufhaltsame Stärke in der Währung zu bekämpfen. Wir warnten vor einem Pullback in der zweiten Aprilwoche, wobei 400 Pips im Trend wieder abgegeben wurden; und dann wurde er zwei Tage lang abverkauft, weil die Bank of Japan im April keine Änderung ihrer Geldpolitik vornahm.

Und im Mai haben wir größtenteils einen ungebremsten Anstieg im US Dollar gesehen, was dem Abwärtstrend im USD/JPY eine weitere Erleichterung und ein Retracement verschaffte. Wir schrieben vor zwei Wochen, dass Trader besser warten sollten, bis der USD/JPY tiefere Tiefs zu verzeichnen beginne, bevor eine Wiederaufnahme erwartet würde, da dieses Retracement noch Spielraum hätte.

Bisher hat der Yen gegenüber dem US Dollar zu Beginn der Handelswoche um ~100 Pips zugelegt, und dies könnte den Anschein einer Wiederaufnahme des Abwärtstrends erwecken. Aber wie wir bereits zu Beginn des Monats sagten, sollten Trader besser auf ein tieferes Tief warten, bevor ein erneuter Rückgang im Paar erwartet wird. Das wichtige Level liegt zurzeit im Bereich von 1,0910, denn dies ist das 23,6% Fibonacci-Retracement der letzten starken Bewegung sowie Teil einer Zone eines früheren Widerstands.

EUR/USD oder USD/JPY: Welcher wird zuerst ausbrechen?

Erstellt mit Marketscope/Trading Station II; von James Stanley

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