Verpassen Sie keinen Artikel von Salah-Eddine Bouhmidi

Abonnieren Sie den Newsletter, um täglich über neue Veröffentlichungen informiert zu werden.
Geben Sie bitte einen gültigen Vornamen ein
Bitte dieses Feld ausfüllen.
Geben Sie bitte einen gültigen Nachnamen ein
Bitte dieses Feld ausfüllen.
Geben Sie bitte eine gültige E-Mail-Adresse ein
Bitte dieses Feld ausfüllen.
Bitte wählen Sie ein Land

Ich möchte gerne Informationen über Handelsmöglichkeiten und die Produkte und Dienstleistungen von DailyFX und IG per E-Mail erhalten.

Bitte dieses Feld ausfüllen.

Ihre Prognose ist unterwegs

Lesen Sie unsere Analysen nicht einfach nur, sondern setzen Sie sie auch in die Praxis um! Zusätzlich zu Ihrer Prognose erhalten Sie außerdem ein kostenfreies Demokonto unseres Dienstanbieters IG, um Ihre Strategien in einem risikofreien Umfeld zu testen.

Ihr Demokonto, worüber Sie mehr als 10.000 Märkte global handeln können, ist mit einem virtuellen 10.000 € Guthaben ausgestattet.

Ihre Zugangsdaten erhalten Sie in Kürze per E-Mail.

Erfahren Sie mehr über Ihr Demokonto

Sie haben Benachrichtigungen von Salah-Eddine Bouhmidi abonniert

Sie können Ihre Abonnements verwalten, indem Sie dem Link in der Fußzeile jeder E-Mail folgen, die Sie erhalten

Beim Versenden des Formulars ist ein Fehler aufgetreten.
Bitte versuchen Sie es später erneut.

(DailyFX.de – Frankfurt am Main) -Beim Handel mit Optionen spielt die implizite Volatilität, anders als bei CFDs, eine bedeutende Rolle für die Preisentwicklung von Optionen. Daher ist ein tiefergehendes Wissen unabdingbar. Zudem lassen sich mit der impliziten Volatilität, auch interessante Handelsstrategien umsetzen.

Optionen handeln – Welchen Einfluss hat die implizite Volatilität auf DAX, Forex und Co.?

Der Begriff „Volatilität“ oder umgangssprachlich „Vola“ verängstigt zunächst den Laien. Anfänger machen daher oft einen großen Bogen um das Thema Volatilität. Das Konzept der statistischen Volatilität (auch: Schwankungsbreite), sollte jedoch kein Buch mit sieben Siegeln für Sie sein. Daher werden wir uns im Folgenden näher damit befassen und dem Einfluss der Volatilität aufs Trading nachgehen.

Warum Fehler begehen die andere Anleger bereits gemacht haben? Erhalten Sie hierfür unseren kostenfreien Leitfaden unter folgendem Link

Zwei Ansätze zur Bestimmung der Volatilität

Die Volatilität ist das Maß für die Schwankungen eines Kursverlaufs. Die Volatilität wird üblicherweise in Prozent angegeben, da relative Schwankungen für den Trader aussagekräftiger sind, als absolute Veränderungen. In der Kapitalmarkttheorie wird zwischen der historischen und der impliziten (also der zukünftig erwarteten) Volatilität unterschieden. Beide Herangehensweisen werden sowohl in der Praxis als auch in der Theorie angewendet und dienen, neben der technischen und fundamentalen Analyse, als wichtiges Tool zur Kursanalyse.

Historische Volatilität

Die historische Volatilität berechnet die Schwankungsbreite aus historischen Kursen eines Basiswertes über einen bestimmten Zeitraum in der Vergangenheit. Die historische Volatilität sagt jedoch so gut wie nichts über die von den Marktteilnehmern erwartete Schwankungsbreite in der Zukunft aus.

Implizite Volatilität

Beim Optionshandel wird auf zukünftig steigende oder fallende Kurse der Basiswerte spekuliert. Entscheidend für die Kurse der Optionen ist daher die erwartete Volatilität des Basiswertes der Zukunft. Die implizite Volatilität lässt sich nicht sofort errechnen, kann aber über Volatilitätindizes auf Basis von Optionen auf das jeweilige Underlying abgeschätzt werden.In diese Schätzungen fließen Werte der historischen Volatilität, die Restlaufzeit, voraussichtliche Entwicklung von Zinsen und Basiswert, als auch die Anzahl gehandelter Call- und Put-Optionen ein.

Je höher die implizite Volatilität eines Basiswertes, desto höher ist das Chance-Risiko-Verhältnis und desto „teurer“ ist eine Option. Denn: Je höher die Schwankungsbreite, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Option am Ende der Laufzeit in den Gewinn läuft. Geht die Volatilität allerdings zurück, wird dies unwahrscheinlicher und daher hat die Option einen geringeren Wert.Deswegen können Sie bei Optionen auch beobachten, dass sich der Kurs einer Option verändert, obwohl der Basiswert sich nicht bewegt. Eine sich verringernde Volatilität des Basiswerts bedeutet einen sinkenden Options-Kurs. Entsprechend führt eine sich erhöhende Volatilität dazu, dass der Kurs einer Option steigt.

Implizite Volatilitätsindizes

Der Vorteil von Volatilitätsindizes liegt darin das, zusätzlich zur historischen Schwankungsbreite, auch die von den Marktteilnehmern am Optionsmarkt erwartete zukünftige Schwankungsbreite für das jeweilige Underlying abgeschätzt werden kann. Somit kann die Einbeziehung von Volatilitätsindizes in das Tradingkalkül hilfreich sein. In den Medien hört man selten das Thema implizite Volatilität. Wenn überhaupt wird vom sogenannten „Angstbarometer“ gesprochen.

VIX und Co.

Volatilitätsindizes existieren für unterschiedliche Underlyings und Assetklassen. Der bekannteste Volatilitätsindex ist der volatility index” kurz: VIX. Der VIX misst die Volatilität des wohl wichtigsten Börsenbarometers der Welt, des S&P 500. Im Forexmarkt, kann die implizite Volatilität für den z.B. EUR/USD über den EUVIX ermittelt werden. Für den sicheren Hafen Gold und fürRohöl, kann über die Volatilitätsindizes der CBOEdie implizite Schwankungsbreite ermittelt werden (mit den Kürzeln „GLD“ für Gold und „OVZ“ für Rohöl). Entsprechend gibt es auch den VDAX-NEW für den DAX, der einallgemeines Stimmungsbild der Marktteilnehmer verdeutlicht.

Wenn Sie mehr über den VIX erfahren möchten, klicken Sie hier um zu unserem kostenfreien VIX-Leitfaden zu gelangen.

VDAX-NEW: Das deutsche Angstbarometer

Der VDAX-NEW misst die implizite Volatilität für den deutschen Leitindex (DAX) für den Zeitraum der nächsten 30 Tage und wird in annualisierter Form angegeben. Volatilitätsindizes wie der VDAX-NEW werden zwar oft nur als Angstbarometer wahrgenommen, das stimmt allerdings nur teilweise. Genauso, wie der VDAX-NEW richtigerweise als Angstbarometer gesehen werden kann, ist er natürlich auch ein Euphorie-Barometer. Gerade in Trendwenden wird dies häufig sichtbar.

Die Berechnung ist vergleichbar mit der des VIX. Bei der Ermittlung liegen die an der Terminbörse EUREX gehandelten „at-the-money“- und „out-of-the-money“-DAX-Optionen zu Grunde. Ein hoher VDAX-NEW-Wert weist auf einen unruhigen Markt hin, niedrige Werte lassen eine Entwicklung ohne starke Kursschwankungen erwarten. Der VDAX-NEW wird börsentäglich auf Minutenbasis seit dem 18. April 2005 von 9:15 bis 17:30 Uhr ermittelt.

Kursentwicklung des VDAX-NEW im Zeitraum 08/2015 – 03/2019

Kursverlauf des VDAX-NEW auf Schlusskursbasis

Praktischer Nutzen der impliziten Volatilität im Trading

Auf Basis von Volatilitätindizes wie z.B. dem VDAX-NEW, kann die erwartete hypothetische tägliche Schwankungsbreite ermittelt werden. Dabei handelt es sich natürlich um einen Schätzwert. Wird angenommen, dass die Renditeverteilung des DAX normalverteilt ist, kann die Schwankungsbreite für einen beliebigen Zeitraum bis zu 30 Tage in die Zukunft geschätzt werden. Unter der getroffenen Normalverteilungsannahme, schwankt der DAX mit einer Wahrscheinlichkeit von 68% (1 Standardabweichung) im ermittelten Kurskorridor. Anhand des folgenden Trading-Beispiel wird dies anschaulich verdeutlicht.

Implizite Volatilität im DAX 30 – Ein Tradingbeispiel mit Barrieroptions

In diesem Beispiel veranschaulichen wir Ihnen, wie Sie die implizite Volatilität anhand des DAX 30 im Trading praktisch anwenden können. Für den 01.03.2019 schätzten wir eine erwartete tägliche Schwankungsbreite auf Basis des VDAX-NEW von 95.38 Punkten. Somit könnte hypothetisch erwartet werden, dass sich der DAX am 01.03.2019 mit einer Wahrscheinlichkeit von 68% im Bereich zwischen 11.679 Punkten und 11.488 Punkten bewegen könnte. Diese kleine Hilfestellung können wir nun für die Wahl eines geeigneten Knockout-Levels verwenden. Gehen wir davon aus, dass der Markt die heutige DAX-Obergrenze nicht durchbrechen wird. So können wir mit einer Barrieroption vom Broker IG mit einem Knockout-Level oberhalb der heutigen erwarteten DAX-Obergrenze von 11.679 Zählern unser Risiko an der Oberseite begrenzen.

Erwartete Schwankungsbreite auf Basis des VDAX-NEW

Optionen handeln: Einfluss der impliziten Volatilität auf den Optionspreis

Quelle: DailyFX - Eigene Darstellung

Im Folgenden DAX-Chart auf 15 Minutenbasis vom 01.03.2019 ist zu erkennen, dass der deutsche Aktienindex im Tagesverlauf die ermittelte DAX-Obergrenze bei 11.679 Punkten nicht überwinden konnte. Vielmehr fungierte die ermittelte Tagesobergrenze, gemeinsam mit dem oberen Bollinger-Band, als Widerstand und setzt damit weitere Verkaufssignale frei. Die Berücksichtigung der ermittelten täglichen Schwankungsbreite konnte uns somit einen guten Hinweis für die Platzierung unseres Einstieges geben.

DAX in Kombination mit Bollinger-Bänder und VDAX-NEW

Optionen handeln: Einfluss der impliziten Volatilität auf den Optionspreis

Quelle: IG

Genauso hätte man hier auf einen Volatilitätsausbruch spekulieren können. Da die detaillierte Darlegung sämtlicher Volatilität-Strategien im Rahmen dieses ersten Artikels nicht behandelt werden kann, belassen wir es hier zur impliziten Volatilität bei obigem Fall als Trading-Beispiel.

Welchen Einfluss hatten Handelskriege in der Vergangenheit auf die Märkte? Erfahren Sie es in unserer exklusiven Infografik - Eine kurze Geschichte der Handelskriege.

Korrelation zwischen DAX und VDAX-NEW

Es kann eine Korrelation zwischen DAX und VDAX-NEW beobachtet werden. Bei grober Betrachtung fällt der DAX schnell, wenn die Volatilität stark ansteigt. Vice-versa erhält der DAX rasch Auftrieb bei schnell sinkendem VDAX-NEW. In übergeordneten Zeiteinheiten kann daher von einer negativen Korrelation ausgegangen werden. Unterschiedliche wissenschaftliche Studien zu diesem Thema konnten dies bestätigen. Daher spielen auch Trendwenden in impliziten Volatilitätsindizes wie dem VDAX-NEW eine wichtige Rolle für das Timing von Handelsentscheidungen. Kombiniert mit einer sorgfältigen technischen Analyse können hierdurch Trading-Setups für Ein-und Ausstiege bestimmt werden. Anhand der folgenden Darstellung kann der negative Zusammenhang nachvollzogen werden.

Korrelationschart: DAX und VDAX-NEW

Optionen handeln: Einfluss der impliziten Volatilität auf den Optionspreis

Mit den Top-Trading Lektionen, die Sie kostenfrei herunterladen können, erlangen Sie sehr wichtige Skills für den Handel an den Forex-Märkten. Seien Sie immer einen Schritt voraus.

Fazit:

Für den Handel mit Optionen ist das Verständnis über die statistische Volatilität sehr wichtig. Wir konnten zeigen, dass der Einsatz der Volatilitätsanalyse zusammen mit der technischen Analyse eine Kombination ist, die bei der Entscheidungsfindung helfen kann. Um eine individuelle Marktidee auf Basis von Optionen umzusetzen, sollte die Analyse der historischen, aber vor allem der impliziten Volatilität einbezogen werden. In unseren Live-Webinaren lernen Sie, mit der Volatilität umzugehen. Melden Sie sich kostenfrei an. Unsere DailyFX Analysten stehen Ihnen für Fragen gerne zur Verfügung. Wenn Sie mehr zu Optionen erfahren möchten, könnte Sie der folgende Beitrag, Optionen und der Handel mit Optionen erklärt“, interessieren.

Twitter: @salahbouhmidi