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Einfacher Leitfaden zur Diversifikation im Portfolio

Einfacher Leitfaden zur Diversifikation im Portfolio

Warren Venketas, Markets Writer
Gesponsert von IG – Eigentümer von DailyFX

Aktiendiversifikation kann Anlegern helfen, durch volatile Phasen in Aktienmärkten zu kommen. Das Verständnis der grundlegenden Konzepte einer Diversifikation im Portfolio und wie sich dies umsetzen lässt, kann viel zur Streuung des Portfoliorisikos beitragen. Dieser Artikel befasst sich mit den folgenden Konzepten der Diversifikation:

  • Was ist eine Diversifikation im Portfolio?
  • Systemisches und nichtsystemisches Risiko
  • Warum ist es wichtig, Aktien zu diversifizieren?
  • Vier Möglichkeiten zur Diversifizierung Ihres Aktienportfolios
  • Fehler, die Anleger beim Diversifizieren machen
  • Wichtige Schlussfolgerungen zur Erzielung eines diversifizierten Aktienportfolios

Was ist eine Diversifikation im Portfolio?

Diversifikation im Portfolio ist, generell gesagt, die Erweiterung einer Produktauswahl. Im Finanzwesen wird Diversifikation eines Portfolios genutzt, um das Risiko eines Engagements in einem bestimmten Vermögenswert oder Ereignis zu reduzieren. Im Fall von Aktien wird Portfoliodiversifikation erreicht, indem man unterschiedliche Anlagen in Bezug auf Aktiensektoren, Zuweisungsbetrag, Standort, Art der Aktienanlage und andere Anlageklassen einbezieht.

Warum ist es wichtig, ein Aktienportfolio zu diversifizieren?

Die Diversifikation eines Aktienportfolios ist wichtig, um das Risiko zu verringern, dass man in einer bestimmten Branche zu stark engagiert ist. Es ist eine Absicherung dagegen, dass man „alle Eier in einen Korb legt“. Aktiendiversifikation wird durch Halten einiger Aktien, die negativ mit anderen gehaltenen Aktien korrelieren, noch zusätzlich verbessert. Dadurch erhält man ein Aktienportfolio, in dem Risiko gesteuert ist, wodurch die Auswirkungen von Marktvolatilität reduziert wird. Obwohl ein Portfolio gut diversifiziert erscheinen mag, ist es niemals vollständig in Hinblick auf nichtsystemisches Risiko diversifiziert.

Systemisches und nichtsystemisches Risiko

Um vollständig verstehen zu können, warum Diversifikation im Portfolio so wichtig ist, müssen Anleger zwischen systemischem und nichtsystemischem Risiko unterscheiden.

Systemisches Risiko:

Systemisches Risiko ist das zentrale Risiko für einen Gesamtmarkt. Diese Art von Risiko ist weithin als nicht-diversifizierbares Risiko bekannt, da es unmöglich ist, es komplett zu vermeiden. Systemisches Risiko ist von Natur her volatil, wodurch es für Unternehmen schwierig ist, sich davor zu schützen. Beispiele für systemisches Risiko sind u.a. politische Entwicklungen, Krieg usw. Ein einzelnes Unternehmen kann daher diese Art von Risiko nicht kontrollieren.

Nichtsystemisches Risiko:

Nichtsystemisches Risiko ist das Risiko, das mit einem bestimmten Unternehmen/Aktientitel verbunden ist. Diese Arten von Risiken können von dem Unternehmen kontrolliert und durch Diversifizierungstechniken reduziert werden. Beispiele für nichtsystemische Risiken sind u.a. Konkurrenten, Geschäftsrisiken (interne operative oder externe juristische Faktoren) und Finanzrisiken (Kapitalstruktur).

Es ist das nichtsystemische Risiko, das Anleger durch Diversifizierung ihrer Aktienportfolios mindern möchten. Ist Aktiendiversifizierung erreicht, ist es wichtig daran zu denken, dass das Portfolio immer noch systemischem bzw. marktweitem Risiko ausgesetzt ist und diesem unterliegt.

Vier Möglichkeiten zur Diversifikation Ihres Aktienportfolios

1. Nach Sektor

Aktiensektoren bieten Anlegern die Möglichkeit, Risiko über unterschiedliche Branchen zu streuen. Ein hohes Engagement in einem einzelnen Sektor kann für Anleger gefährlich werden, wenn dieser Sektor an Wert verliert. Vergewissern Sie sich, dass sie jeden Sektor danach beurteilen, wie er in das finanzielle Gesamtziel des Portfolios passt, da manche Branchen falsch miteinander korrelieren.

Risikoscheue Anleger könnten mehr „sicherer Hafen“-Aktien aufnehmen, um sich einen gewissen Abwärtsschutz während unruhiger Marktbedingungen zu verschaffen. Risikofreudige Anleger können über einen höheren Anteil an Wachstums-Aktien als „sicherer Hafen“-Aktien verfügen. Aber es ist dennoch wichtig, daran zu denken, dass selbst „sichere“ Aktien bei einem breiteren Marktabschwung fallen können.

2. Nach Unternehmensgröße

Die Aufnahme von Unternehmen unterschiedlicher Größe (geringe, mittlere und hohe Marktkapitalisierung) ist eine weitere beliebte Möglichkeit, ein Aktienportfolio zu diversifizieren. Im Allgemeinen gelten Unternehmen mit hoher Kapitalisierung (Large-Caps) im Gegensatz zu Unternehmen mit kleiner/mittlerer Kapitalisierung als sicher, aber kleinere Unternehmen können beeindruckende Wachstumschancen bieten.

3. Geografisch

Geografische Diversifikation kann sich auf Aktien beziehen, die dem Risiko (finanziell, politisch usw.) eines bestimmten Landes oder eines Standorts ausgesetzt sind. Mit zunehmender Globalisierung und Marktzugang können Anleger in Aktien aus anderen Ländern oder von anderen Standorten investieren. Das kann investieren in dem gleichen Aktienmarkt in ein Unternehmen bedeuten, das auch Geschäfte an anderen Standorten bzw. in anderen Ländern tätigt, oder auf Aktien in anderen Aktienmärkten in der ganzen Welt zuzugreifen. Geografisches Investieren wurde in den letzten Jahren durch die Einführung börsennotierter Fonds (engl. „Exchange Traded Funds“ bzw. ETFs) leichter möglich.

4. Aktien-ETFs

In den letzten Jahren gewannen unter Anlegern Aktien- ETFs zunehmend an Beliebtheit. ETFs sind ein Aktienkorb, in den man über ein Investmentvehikel investieren kann. Dadurch wird es für Anleger leichter und oft auch billiger zu diversifizieren, ohne mehrere Einzeltitel kaufen zu müssen. Der iShares Core S&P 500 ETF (IVV) ist zum Beispiel ein ETF, der den S&P 500 Index nachbildet. So kann sich ein Anleger durch den Kauf eines einzelnen IVV-Anteils in dem gesamten S&P 500 Index engagieren.

5. Anlageklasse

Die Aufnahme anderer Anlageklassen in ein Investmentportfolio ist eine weitere Möglichkeit zur Diversifizierung. Typischerweise ziehen Anleger sicherere Investmentoptionen, wie Anleihen, in Betracht. Diese Art der Diversifizierung ist aber nicht ausschließlich auf Anleihen beschränkt und Anleger betätigen sich auch in Instrumenten, wie Rohstoffe und Devisen. Gold wird zum Beispiel oft als ein sicherer Hafen gesehen, während Währungen, wie der Japanische Yen und der Schweizer Franken traditionell als sicherer als ihre Alternativen gelten.

Erfahren Sie mehr zu diesem Thema in unserem Artikel Aktien vs. Anleihen.

Beispiel für Aktiendiversifikation

Unten sehen Sie ein Beispiel für Diversifikation während des Coronavirus-Crash. Es veranschaulicht eine praktische Situation, in der die Coronavirus-Pandemie sich auf die globalen Märkte auswirkt, und in der Aktienanleger erhebliche Verluste mindern können.

Delta Air Lines vs Gilead Sciences:

Delta Air Lines vs Gliead Sciences

Chart: TradingView

Der Chart oben zeigt eine Überlagerung der beiden Aktien von Delta Air Lines und Gilead Sciences vor und nach der Coronavirus-Pandemie. Die Coronavirus-Pandemie breitete sich in der ganzen Welt aus, was dazu führte, dass die Aktien von Luftfahrtgesellschaften weltweit ins Bodenlose stürzten. Obwohl Delta nicht die einzige Aktie einer Luftfahrtgesellschaft gewesen ist, die gefallen ist, verdeutlicht sie klar die Negativreaktion des Kurses.

Gilead Sciences andererseits ist ein pharamazeutisches Unternehmen, das an einer Behandlung des Coronavirus forscht. Bevor die Weltgesundheitsorganistion (WHO) das Coronavirus als eine globale Pandemie einstufte, wiesen die beiden vorgenannten Aktien meistens eine positive Korrelation auf. Nach der Bekanntmachung bewegten sich die beiden Aktien, wie sich dem Chart entnehmen lässt, in weit entgegengesetzte Richtungen (negative Korrelation). Als ein vereinfachtes Beispiel hätten diese Aktien, sofern sie die einzigen Aktien in dem Portfolio gewesen wären, die Anlage vor erheblichen Verlusten geschützt.

Es ist wichtig zu beachten, dass, obwohl diese negative Korrelation bei der individuellen Entwicklung oben aufgetreten ist, die beiden Sektoren insgesamt eine positive Korrelation aufweisen.

Das Beispiel zeigt, wie Aktien aus zwei unterschiedlichen Aktiensektoren risikoadjustierte Erträge in volatilen Situationen produzieren können.

Fehler, die Anleger beim Diversifizieren machen

1) Über-Diversifizierung

Aktienanleger nehmen oft zu viele Aktien in ihrem Portfolio auf. Viele Studien haben gezeigt, dass zu viele Aktientitel in einem Portfolio das Risiko ab einer bestimmten Anzahl von Aktien (+/- 30 Titel) nicht mehr wirklich reduzieren. Diese Asymptote-ähnliche Kurve des Risikos zur Anzahl der Aktien tut ETFs und Investmentfonds keinen Gefallen, denn diese Instrumente enthalten häufig deutlich mehr als 30 Titel (siehe Abbildung unten). Anleger entscheiden sich dann für das Halten mehrerer ETFs und Investmentfonds, wodurch sich dieses Problem multipliziert.

Anzahl der Aktien zu Risiko des Portfolios

Quelle: Studie der Professoren E.J Elton und M.J Gruber (NYU Stern)

2) Investieren in negativ korrelierende Aktien

Obwohl dies in dem Beispiel oben herangezogen wurde, versuchen Anleger oft, absichtlich Aktien mit aufzunehmen, die nicht zusammen steigen und/oder fallen. Wird das gesamte Aktienportfolio auf diese Weise strukturiert, ist es offensichtlich, dass Wertzugewinne des Portfolios durch die entgegengesetzte Bewegung des diversifizierten Teils des Aktienportfolios negiert wird (siehe Chart unten). Obwohl extrem, soll das Beispiel unten lediglich veranschaulichen, wie ein negativ korrelierendes Portfolio Wertsteigerungen des Portfolios eliminieren kann.

3) Vereinfachter Chart einer perfekt negativen (-1) Korrelation:

Negativ korrelierende Diversifikation im Portfolio bei Aktien

4) Fehleinschätzung des Anlagezeitpunkts

Die Verwaltung eines diversifizierten Portfolios scheint theoretisch recht einfach, der erforderliche Zeitaufwand kann für manche Anleger jedoch überwältigend sein. Dies führt oft zu schlecht verwalteten Portfolios.

Bei extremen Bärenmarktbedingungen tendieren Märkte dazu, insgesamt nachzugeben. Man kann den Verlusten im Prinzip kaum entkommen, auch nicht mit einem „gut diversifiziertem“ Portfolio. Situationen, wie diese, können den Einsatz anderer Anlageklassen zur Abwehr größerer Verluste äußerst wichtigmachen.

Wichtige Schlussfolgerungen zur Erzielung einer Diversifikation im Portfolio

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Anleger sich über ihre finanziellen Ziele (Zeitraum, Risiko usw.) und ihre Budgeteinschränkungen, noch bevor sie irgendeine Investition tätigen, im Klaren sein müssen. Wird dies erst einmal verstanden, können Anleger sich dann Gedanken über eine Diversifikation ihres Portfolios machen. Für eine erfolgreiche Diversifikation sollten die folgenden Punkte in Betracht gezogen werden:

  • Wie viel Risiko sind Sie bereit einzugehen?
  • Nehmen Sie nicht zu viele Aktientitel auf
  • Verstehen Sie, wie Aktien miteinander korrelieren
  • Risiko lässt sich niemals ganz beseitigen
  • Ziehen Sie eine Diversifizierung über unterschiedliche Anlageklassen in Betracht

Zur Aktiendiversifikation häufig gestellte Fragen (FAQs)

Wie viele Aktien stellen ein diversifiziertes Portfolio dar?

Auf diese Frage gibt es keine richtige/genaue Antwort, da Studien immer noch widersprüchliche Resultate liefern. Der allgemeine Konsens unter Aktienanalysten und Akademikern deutet auf einen Wert von 15 bis 30 Titeln hin. Trotz dieser breiten Spanne und der Ungewissheit sollten Anleger, die ihre Portfolios diversifizieren möchten, einfach den in diesem Artikel angesprochenen Punkten folgen.

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