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Ölpreisprognose: Bullen drängen auf 50 Prozent der Verluste 2014 – Brent auf 70 Dollar

Ölpreisprognose: Bullen drängen auf 50 Prozent der Verluste 2014 – Brent auf 70 Dollar

2018-01-16 05:31:00
Tyler Yell, CMT, Währungsstratege
Teile:

Ölpreisprognose – Gesprächsansätze:

  • WTI-Rohöl Technische Analyse – Strategie: Starker impulsiver Anstieg über 58,95 Dollar
  • Hedgefonds engagieren sich laut CFTC-Daten immer stärker in bullischen Wetten, während der Preis sich 50 Prozent des Bärenmarktes angenähert hat
  • Trader-Sentiment-Highlight von IG UK: Der Anstieg der netto-bullischen Position könnte dazu führen, dass der Preis sich ST umkehrt

Rohöl-Bären haben es zu Beginn des Jahres 2018 schwer überhaupt noch etwas von ihrer Glaubwürdigkeit zu erhalten. Natürlich gibt es Argumente, die stimmen. Aber das Momentum ist ein grausamer Gegner, wie Öl-Short-Verkäufer im Moment herausfinden. Diese Woche wurde Rohöl weiter auf Grundlage des Optimismus nach oben geboten, dass der Angebotsüberschuss auf gutem Weg ist, ein Angebotsdefizit gegenüber der steigenden Nachfrage zu werden. So wurde der Brent-Rohölpreis über die 70 Dollar Marke geboten, wodurch die US- und globale Öl-Benchmark 50 Prozent der Verluste 2014 wieder gutgemacht hat.

Hedgefonds versuchen nach oben hin „All In” zu gehen.

Der CFTC Commitment of Traders Report zeigte, dass Hedgefonds bereit sind, den Preis zu treiben und zu versuchen, von marginalen Zugewinnen des Ölpreises zu profitieren. Die Daten vom 9. Januar weisen eine Rekord-Netto-Long-Position von 41.402 MM Long aus. Die Rohölrally erhielt von den Hedgefonds solide Unterstützung. Diese stiegen voll in den Trade ein, da positive Daten, wie etwa die Entwicklung im Jahr 2017 laut der EIA in den USA und des China General Administration of Customs auswiesen, dass China die USA als größter Ölimporteur überholt haben. Die Nachfrage in China ist aufgrund neuer Raffineriekapazitäten, die die Nachfrage erhöhen, gestiegen, während die OPEC sich mit Gespräcen über eine Exit-Strategie noch Zeit lässt.

Besorgniserregend ist – zumindest laut den Bären –, dass die Schieferölproduktion angesichts des hohen Preises explodieren wird. Das ist durchaus möglich. Es wird aber wahrscheinlich lange dauern, bis angesichts des aggressiven Nachfrageanstiegs der letzten Zeit ein wesentlicher Effekt spürbar wird, der die Angebotskurve und den physischen Markt fundamental verändern würde. Außerdem fallen die US-Bestände weiter. Wenn also kein neues Angebot hereinkommt, wird der Preis wahrscheinlich weiter aggressiv steigen, da die im wöchentlichen EIA-Bestandsbericht ausgewiesenen Bestandsrückgänge die längste Sequenz von Rückgängen in einem Jahrzehnt ausweisen.

Technische Niveaus für WTI-Rohöl

Nachdem vor kurzem das 2015-Hoch erreicht wurde, findet sich kurzfristige Preisunterstützung am vorherigen Widerstand bei 59,02/59,05 Dollar. Dies war das Hoch Ende November und Preisziel für das zweite Halbjahr 2017, das der Preis dann schließlich Ende Dezember durchbrach. Die Marke ist die 1,618 Prozent Fibonacci-Expansion von dem 2017-Tief aus. Ein Durchbruch unter 59,05 Dollar würde darauf hinweisen, dass der unmittelbare Trend sich zu Neutral verschoben hat. Es wäre aber ein Durchbruch und Schluss unter 55,83 Dollar erforderlich, um ihn von Neutral zu mittelfristig bärisch zu verschieben.

Technische Trader können auch auf den 20-DMA als eine Form dynamischer Unterstützung blicken. Dieser liegt derzeit bei 61,42 Dollar pro Fass. Kurzfristige Trader können sich hingegen an den Neun-Tage-Mittelpunkt halten, bevor sie aus Angst vor einem Washout aussteigen, denn bei Gewinnmitnahen wird es keine Geduld für ein Retracement geben.

In unserer Prognose für das erste Quartal 2018 erfahren Sie mehr über die Treiber der Trends von Rohöl zu Beginn des Jahres 2018.

Rohöl – Chart-Watch: Trendlinie & Preisunterstützung

Ölpreisprognose: Bullen drängen auf 50 Prozent der Verluste 2014 – Brent auf 70 Dollar

Chart erstellt von Tyler Yell, CMT.

WTI-Rohöl-Einsichten aus der IG-Kunden-Positionierung

Ölpreisprognose: Bullen drängen auf 50 Prozent der Verluste 2014 – Brent auf 70 Dollar

Wir nehmen gegenüber dem mehrheitlichen Sentiment normalerweise eine nonkonformistische Haltung ein und die Tatsache, dass Trader Netto-Short sind, deutet darauf hin, dass der Öl – US-Rohöl Preis weiter steigen könnte. Und doch sind Trader weniger Netto-Short als gestern und gegenüber der letzten Woche. Jüngste Veränderungen der Stimmung warnen, dass der aktuelle Preistrend für Öl – US-Rohöl sich trotz der Tatsache, dass Trader Netto-Short bleiben, schon bald nach unten umkehren könnte.

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