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WTI: Auch Sturm Harvey kann den Rohölpreis nicht beeindrucken

WTI: Auch Sturm Harvey kann den Rohölpreis nicht beeindrucken

Salah-Eddine Bouhmidi, Mitwirkender

(DailyFX.de) - Aus der Theorie und Historie wissen wir, dass Naturkatastrophen und die resultierenden Produktionseinschnitte in der Regel dem Ölpreis Aufwind bescheren, da die Nachfrage weiter bedient werden muss. Warum fällt dann der Rohölpreis aktuell?

Zum einen kann argumentiert werden, dass aufgrund der Störung der US-Benzinproduktion, zurzeit kein weiteres Rohöl weiterverarbeitet werden kann und somit die Nachfrage nach WTI dadurch fällt.

Zum anderen, hat der Wirbelsturm Harvey, nicht mehr so starke Auswirkungen auf die Ölpreise, wie Wirbelstürme aus der Vergangenheit. Denn in den USA hat sich der Schwerpunkt der Ölförderung zunehmend auf das Landesinnere verlagert. Die Fördergebiete am Golf von Mexiko, haben für die US-Ölproduktion an Bedeutung verloren.

Werfen Sie doch einen Blick in unsere Rohölprognosen für das dritte Quartal, um sich einen Überblick zu verschaffen.

Charttechnisch sind die richtungslosen Bewegungen des WTI, durch die in der letzten Woche entstanden Tages Dojis zu erkennen. Der Ölpreis, ist weiterhin in den Händen der Bären. Wenn aktuell der 50 Tage exponentielle Durchschnitt bei 47,83 US-Dollar auf Tagesbasis zurückgewonnen wird und die Bären unter diesem Preislevel schließen, ist die Reise weiter gen Süden sehr wahrscheinlich.

Brechen die nächsten Unterstützung auf Tagesbasis bei 47,26 US-Dollar und bei 47,08 US-Dollar, ist der Reise zum 38,20 % Fibonacci-Retracement frei. Erst ein wiedergewinnen, des 50 Tage exponentiellen Durchschnitt bei 47,83 US-Dollar, kann die Bullen wieder aufatmen lassen und sie weiter gen Norden steigen lassen.

Diese müssen, um eine Bullenrally in Gang zu bringen jedoch den kurzfristigen 20 Tage Durchschnitt auf Tagesbasis bei 48,32 US-Dollar mit viel Kraft durchschlagen. Der RSI zeigt weiterhin eine fallende Tendenz und befindet sich aktuell noch in einem ruhigen Terrain. Sollte der RSI unter 30 fallen, könnten wir in ein unverkauftes Niveau gelangen, in der evtl. erste Kaufversuche wieder eingeleitet werden können. Dafür müssen noch einige preisbewegende Ereignisse her, damit der Rohölpreis eine Anziehungskraft in einer Richtung erfährt.

Die aktuelle Lage im Rohölpreis zeigt, dass trotz geringer werdender Lagerbestände und schlechter Infrastrukturbedingungen aufgrund des Sturms Harvey, die Bullen es nicht schaffen eine Marktvolatilität gen Norden auszulösen. Es zeigt sich, dass die OPEC ihre Ölpolitik ggf. ändern muss bzw. den Markt eine klare Nachricht übermittelt. Ansonsten entwickelt das schwarze Gold eine eigene Dynamik, die den Preis schwerer Einschätzen lässt. So lange die 200 Tage Durchschnittslinie bei 49,64 US-Dollar in weiter Ferne bleibt, stehen die Wahrscheinlichkeiten auf der Seite der Bären.

WTI: Auch Sturm Harvey kann den Rohölpreis nicht beeindrucken

Chart erstellt mit IG Charts (WTI Tageschart)

Analyse geschrieben von Salah-Eddine Bouhmidi, Marktanalyst von DailyFX.de

WTI: Auch Sturm Harvey kann den Rohölpreis nicht beeindruckenWTI: Auch Sturm Harvey kann den Rohölpreis nicht beeindrucken

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