Höhepunkte:

  • Technische Strategie bei Rohöl: Ein Schlusskurs von Rohöl oberhalb von 48,20 USD eröffnet die Möglichkeit eines bullischen Breakouts
  • Saisonale Gründe könnten verantwortlich sein für den Anstieg des Rohölpreises um 16 % seit Mitte Juni
  • Nächster bullischer Impuls ist das untere Hoch vom Mai bei 51,97 USD
  • Höhepunkt des IGCS-Sentiments: Der deutliche Anstieg bei den Short-Positionen ist ein nonkonformistisches Signal, das auf steigende Preise hinweist

Wie ein Schneeball, der talwärts rollt, sammelt der Rohölmarkt Argumente für einen bullischen Ausbruch. In letzter Zeit haben wir uns auf die Ausfuhrbeschränkungen (nicht die Förderbeschränkungen) konzentriert, auf die sich Saudi-Arabien und die VAE in St. Petersburg geeinigt haben. Am Mittwoch hat der Ölpreis weiter zugelegt, nachdem handfeste Beweise vorlagen, dass der Angebotsüberschuss schrumpft. Anhaltspunkte dafür lieferte der Rückgang bei den Lagerbeständen von Rohöl, Benzin und Mitteldestillaten. Darüber hinaus sind die Mineralölbestände in den USA laut Bloomberg auf ihren niedrigsten Stand seit Anfang 2016 gesunken.

Man beachte, dass es in den Energiemärkten saisonal bedingt in den Sommermonaten häufig zu Ausbrüchen nach oben kommt. Das sichtbarste Zeichen dafür war der Anstieg des einwöchigen durchschnittlichen Benzinverbrauchs um 2,4 Prozent mit Blick auf das Rekordhoch, das Ende Mai erzielt wurde.

Die von der EIA veröffentlichten Zahlen zeigten letzte Woche einen Rückgang um 7,2 Mio. Barrel bei den US-Rohöllagerbeständen, der die Erwartungen um fast das Doppelte übertraf. Es ist offensichtlich, dass dieser Markt weiterhin stark durch die Nachfrage geprägt ist, was derzeit von Vorteil ist, aber die Daten des US-Energieministeriums zeigen, dass der vierwöchige laufende Durchschnitt der insgesamt gelieferten Erdölprodukte ein Hoch von 21,2 Mio. Barrel pro Tag erreicht hat, was dem höchsten Stand seit Anfang 2008 entspricht. Man könnte einwenden, dass der Rückgang bei den Lagerbeständen eher auf eine steigende Tendenz hinweist, da dadurch belegt wird, dass auch die Nachfrage Rekordniveau erreicht. Ich teile diese Auffassung, allerdings muss die Nachfrage mit dem Angebot Schritt halten, um zu beweisen, dass die Erholung beim Ölpreis nachhaltig ist.

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Der Ölpreis notiert auf einem Zwei-Monats-Hoch nach Publikation der EIA-Daten und der deutliche Anstieg lässt den Schluss zu, dass der Weg des geringsten Widerstands nach oben führt. Die Preisunterstützung auf der Chart, die es zu beachten gilt, ist das dieswöchige Tief bei 45,66 USD/Barrel. Angesichts der unerheblichen Pullbacks und des deutlichen Preisanstiegs könnte Öl einen Großteil der Verluste von 2017 wieder wettmachen.

Auf der Chart unten stellt sich die Frage, ob der Ölpreis aus dem roten absteigenden Kanal, der bislang die Preisentwicklung hemmte, ausbrechen und sich danach oberhalb des Kanals behaupten kann. Ein Wochenschluss oberhalb des Kanals würde das Hoch vom Mai bei rund 52 USD/Barrel in den Blick rücken. Wird die Marke von 52 USD überwunden, besteht die Möglichkeit, dass sich ein Tief gebildet hat, solange die Marke von 45,66 USD Bestand hat.

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Nach einem ermutigenden EIA-Bericht richtet sich die Aufmerksamkeit bei Öl auf den Handel außerhalb des Abwärtskanals

Prognose der Rohölpreise: Steigende Preise gehen Hand in Hand mit rückläufigem Überangebot

Chart erstellt von Tyler Yell, CMT

Rohöl-Sentiment: Der deutliche Anstieg bei den Short-Positionen ist ein nonkonformistisches Signal, das auf steigende Kurse hinweist

Der Sentiment-Highlight-Abschnitt soll Ihnen helfen zu erkennen, wie DailyFX die aus dem IG-Client-Sentiment abgeleiteten Einsichten nutzt, und wie die Kundenpositionierung zu Trading-Ideen führen kann. Falls Sie Fragen zu diesem Indikator haben, können Sie sich gerne an den Autor dieses Artikels wenden unter tyell@dailyfx.com.

Prognose der Rohölpreise: Steigende Preise gehen Hand in Hand mit rückläufigem Überangebot

Oil - US Crude: Die Daten der Privat-Trader zeigen, dass 50,1 Prozent der Trader Netto-Long positioniert sind, wobei das Verhältnis von Long- zu Short-Tradern 1,0 zu 1 lautet. Die Zahl der Netto-Long-Trader ist um 20,4 Prozent geringer als gestern und um 23,7 Prozent geringer als vergangene Woche, während die Zahl der Netto-Short-Trader um 29,5 Prozent höher ist als gestern und um 23,5 Prozent höher als vergangene Woche.

Wir nehmen gegenüber dem mehrheitlichen Sentiment normalerweise eine nonkonformistische Sichtweise ein und die Tatsache, dass Trader Netto-Long sind, deutet darauf hin, dass der Preis von Oil - US Crude weiter fallen wird. Und doch sind Trader weniger Netto-Long als gestern und gegenüber der letzen Woche. Jüngste Veränderungen der Stimmung warnen, dass der aktuelle Preistrend für Oil - US Crude sich trotz der Tatsache, dass Trader Netto-Long bleiben, schon bald nach oben umkehren könnte. (Hervorhebung durch den Autor)