Gesprächsansätze:

  • Technische Strategie Rohöl: Warten auf einen Versuch, die 48 US-Dollar Marke zu durchbrechen; ein Durchbruch darüber könnte eine Trendverschiebung signalisieren
  • Saudische Exporte in die USA fielen auf den niedrigsten Stand seit 2010; das zeigt, dass Riad sich an seine Versprechen hält
  • Nach einem Rückgang der Ölbestände um 4,73 Mio. Fass bricht der WTI über 47 US-Dollar pro Fass
  • IGCS Sentiment-Highlight: Rückgang der Long-Positionen liefert ein nonkonformistisches Signal, den Blick nach oben zu richten

Allerdings muss dazu gesagt werden, dass der Trend des Rohöls sich nicht geändert hat. Wir handeln nach wie vor in einem fallenden, bärischen Kanal, in dem tiefere Hochs und tiefere Tiefs erreicht werden. Es lohnt sich aber zu versuchen, bei positiven Entwicklungen die Punkte miteinander zu verbinden, um zu sehen, ob sich eine Dynamik feststellen lässt, die als ein Katalysator für eine bullische Umkehr dient.

Die Veröffentlichung der EIA-Daten am Mittwoch, die zeigten, dass die Ölbestände um 4,73 Mio. Fass gesunken sind und Saudi-Arabien weniger Rohöl liefert, und sich somit an sein Versprechen hielt, könnte als eine treibende Kraft für höhere Preise dienen. Natürlich steigt die US-Produktion, wie wir den Baker Hughes Daten am Freitag entnehmen werden können, weiter und agiert als Hindernis auf dem Weg einer signifikanten Preiserholung. Da wir aber auch eine höhere Nachfrage nach Benzin (+2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr), einen schwächeren US-Dollar und einen insgesamt unterstützenden Bericht von der EIA beobachten können, lohnt es sich, ein Auge auf die Charts zu haben, um festzustellen, ob ein Ausbruch laufen könnte.

Zu Beginn der zweiten Jahreshälfte 2017 können Sie hier mehr über die Chancen bei Öl erfahren.

Es gibt eine Handvoll technischer Highlights, auf die man achten sollte, da sie als Katalysatoren für eine bullische Erholung wirken würden, falls der Preis über sie hinausläuft. Zunächst ist da das Hoch der Eröffnungsspanne der zweiten Hälfte des Jahres 2017 (die ersten beiden Juli-Wochen) bei 47,29 US-Dollar, und zweitens die Kombination aus der täglichen Ichimoku-Wolke und dem bärischen Preiskanal (abwärts geneigt – rot), die in der Nähe von 48,20 US-Dollar bis 47,50 US-Dollar aufeinander ausgerichtet sind. Schließlich liegt das 61,8 Prozent Fibonacci-Retracement der Spanne Mai bis Juni bei 48,20 US-Dollar. Es sollte auf einen Ausbruch nach oben aus der Zone 47,29 US-Dollar bis 48,20 US-Dollar auf Tagesschlussbasis als Hinweis auf eine sehnlich erwartete Erholung des Ölpreises geachtet werden.

Die Punkte existieren also, um sich miteinander verbinden zu lassen. Es ist aber erwähnenswert, dass diese Punkte (Rückgang der saudischen Exporte in die USA, steigende Nachfrage nach Benzin, Bestandsrückgang um 4,7 Mio. Fass) ohne eine Preiserholung unerfüllte Anekdoten einer bullischen These bleiben werden. Schließlich konnten wir auch eine starke Bewegung von der langfristigen Unterstützung beobachten. Dies könnte ebenfalls signalisieren, falls sich ein Ausbruch über 48,20 US-Dollar entwickeln sollte, dass sich ein Boden gebildet haben könnte. Vielleicht. Eine Umkehr vom Widerstand aus nach unten würde die Aufmerksamkeit wieder zurück auf die langfristige Unterstützung bei 43,50/43,42 US-Dollar richten.

Nach einem ermutigenden EIA-Report richtet sich die Aufmerksamkeit auf den Widerstand (47,29-48,20 US-Dollar/Fass)

Ölpreis-Prognose: Bullen haben Grund, sich über den EIA-Report zu freuen

Chart erstellt von Tyler Yell, CMT

Rohöl-Sentiment: Der Rückgang der Long-Positionen liefert ein nonkonformistisches Signal für einen Blick nach oben.

Der Abschnitt Sentiment-Highlight soll Ihnen helfen zu erkennen, wie DailyFX die aus dem IG Client Sentiment abgeleiteten Einsichten nutzt, und wie die Kundenpositionierung zu Trading-Ideen führen kann.

Ölpreis-Prognose: Bullen haben Grund, sich über den EIA-Report zu freuen