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Ölpreis-Prognose: Öl schließt nach EIA-Report auf 2017-Tiefs

Ölpreis-Prognose: Öl schließt nach EIA-Report auf 2017-Tiefs

2017-06-16 04:53:00
Tyler Yell, CMT, Währungsstratege
Teile:

Wird die Schieferölproduktion die OPEC-Pläne stören? Unsere Gedanken hierzu finden Sie in der DFX Öl-Prognose hier.

Gesprächsansätze:

  • Technische Strategie Rohöl: Der Preis beginnt unter die Unterstützung des LT-Preiskanals zu drücken
  • Öl fällt erschreckend nahe an neue 2017-Tiefs; das aktuelle 2017-Tief liegt bei 43,79 US-Dollar pro Fass
  • IGCS-Sentiment-Highlight: Eine Kombination aus aktueller Stimmung und jüngsten Veränderungen gibt uns einen stärkeren Oil - US Crude -bärischer, nonkonformistischer Trading-Bias

Der Preis von WTI-Rohöl fiel am Mittwoch auf den tiefsten Stand seit fünf Wochen und kam dem tiefsten Stand seit November erschreckend nahe, nachdem ein EIA-Report gezeigt hatte, dass die Ölbestände zwar gefallen waren, aber US-Produkte, wie Benzin, stiegen, während die Nachfrage zurückgegangen war. Auf dem Chart unten können sie sehen, dass dies reichte, um den Ölpreis weiter unter Druck zu setzen. Außerdem konnte der US-Dollar, der dazu tendiert invers mit dem Ölpreis zu korrelieren, zulegen, nachdem die US-Notenbank Federal Reserve am Mittwoch die Zinsen angehoben hatte und bei einer eher straffungsorientierten Prognose geblieben war.

Zusätzlich zu dem wöchentlichen Bestandsbericht der EIA zeigte ein Bericht der IEA, dass das Nicht-OPEC-Angebot mit Wahrscheinlichkeit das globale Nachfragewachstum für 2018 übertreffen wird. Der Report verstärkte die Erweiterung der Dezember 2017 bis Dezember 2018 Spreads, was zu einem Contango führte, das sich entwickelt, wenn die erwarteten zukünftigen Kassapreise mit einem Abschlag gegenüber dem Future-Preis gehandelt werden. So ein Umfeld tendiert dazu der bärischen Sichtweise Glaubwürdigkeit zu verleihen und entsteht, wenn Anleger bereit sind, einen Aufschlag zu bezahlen, um den Rohstoff nicht zu halten, aber eine Lieferung zu einem zukünftigen Zeitpunkt akzeptieren. Das deutet auf eine Angebotsschwämme hin bzw. auf Kosten, die aufgrund eines Haltens des Rohstoffs, entstehen bis die Nachfrage wieder steigt und er genutzt wird. Ihnen wird auffallen, dass der Preis sich in Abwärtsrichtung erstreckt. Angesichts des sich entwickelnden Fundamentalbilds bedeutet das aber nicht, dass ein Sprung unmittelbar bevorsteht.

Das schleppende Contango könnte für einen Gebotsmangel sorgen, und ein mögliches Bestreben von US-Schieferölproduzenten, bei steigenden Kassapreisen Absicherungen einzugehen, könnte zu einem natürlichen Deckeln der Preise führen. Der fünfprozentige Preisrückgang letzte Woche am 7. Juni bleibt weiter ein wichtiger Wendepunkt und die Tageseröffnung in der Nähe von 48 US-Dollar pro Barrel ein kritischer Widerstand auf dem Chart. Solange der Preis unter diesem Widerstandspunkt und dem Spannenhoch der Wocheneröffnung bei 46,69 US-Dollar pro Fass bleibt, wird bei einem Handel unter der bullischen, aufsteigenden Kanalunterstützung eine Abwärtsbewegung auf 40 US-Dollar pro Fass begünstigt.

Rohöl gibt weiter nach und durchbricht die Preiskanalunterstützung

Ölpreis-Prognose: Öl schließt nach EIA-Report auf 2017-Tiefs

Chart erstellt von Tyler Yell, CMT

Rohöl-Sentiment:

Oil - US Crude: Private-Trader--Daten zeigen, dass 83,8 Prozent der Trader Netto-Long sind. Das Verhältnis der Trader Long zu Short steht bei 5,16 zu 1. Die Trader sind seit dem 19. April Netto-Long, als Oil - US Crude in der Nähe von 5.336,6 gehandelt wurde. Der Preis ist seitdem um 15,8 Prozent gesunken. Der Prozentsatz der Netto-Long-Trader ist jetzt auf dem höchsten Stand seit dem 7. Oktober, als Öl in der Nähe von 4.989,2 gehandelt wurde. Die Anzahl der Netto-Long-Trader ist 13,6 Prozent höher als gestern und 23,4 Prozent höher als letzte Woche, während die Zahl der Netto-Short-Trader 12,8 Prozent niedriger liegt als gestern und 12,8 Prozent niedriger als letzte Woche.

Wir nehmen gegenüber dem mehrheitlichen Sentiment normalerweise eine nonkonformistische Sichtweise ein und die Tatsache, dass Trader Netto-Long sind, deutet darauf hin, dass der US-Ölpreis weiter fallen wird. Trader sind stärker Netto-Long als gestern und vergangene Woche und die Kombination aus aktuellem Sentiment und jüngsten Veränderungen verleiht uns eine stärker Oil - US Crude bärische, nonkonformistische Trading-Tendenz. (Hervorhebung durch den Autor)

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