Wird die Schieferölproduktion die OPEC-Pläne stören? Unsere Gedanken hierzu finden Sie in der DFX Öl-Prognose für das zweite Quartal hier.

Gesprächsansätze:

  • Technische Strategie Rohöl: Hängen an einem bullischen Faden über 46 US-Dollar pro Fass
  • Die Öl-Rally schafft es aufgrund der Schieferölproduktion nicht zu halten
  • IGCS Sentiment Highlight: Kombination aus aktueller Stimmung und jüngsten Veränderungen gibt uns stärkeres Oil - US Crude -bärischer, nonkonformistischer Trading-Bias

Rohöl ist trotz der ganzen Unterstützung, die die OPEC den Öl-Bullen geboten hat, gefallen. Wie auch immer, es scheint, es wird noch mehr benötigt, um Käufer vom verkaufen abzuhalten und um zu vermeiden, dass Shorts die Lage noch verschlimmern. Am Mittwoch erhalten Trader den wöchentlichen EIA-Bestandsbericht, der den Erwartungen zufolge den neunten Rückgang in Folge ausweisen wird. Eine Contango-Entwicklung im Futures-Markt, wobei kurzfristige Kontrakte, die über den langfristigen Laufzeiten gehandelt werden, zwischen Juli und August zurückgegangen sind, könnten helfen, die Unterstützung, die der Ölpreis am Dienstag finden konnte, zu erklären.

Größere Sorge bereitet, dass Öl nach wie vor unter der psychologisch

wichtigen Marke von 50 US-Dollar gehandelt wird, wie dies der Fall ist seitdem die OPEC angekündigt hat, dass sie ihre Fördersenkungen bis 2018 verlängern wird. Für die Preisschwäche wird berechtigterweise größtenteils die Schieferölproduktion in den USA verantwortlich gemacht, aber ein möglicher Rückgang der Bestände am Mittwoch könnte den Preis weiter unterstützen und helfen, den Markt wieder zurück über die wichtige Marke 50 US-Dollar pro Barrel zu treiben. Abgesehen von den Bestandszahlen, die sich auf die Frontmonats-Future-Kontrakte auswirken, könnte die am Dienstag veröffentlichte EIA-Prognose für die Ölproduktion in den USA ebenfalls zu Besorgnis führen, dass das Überangebot ein Problem bleibt. Die EIA prognostizierte, dass die US-Förderung 10,01 Mio. Barrel pro Tag erreicht und somit den Rekordwert 9,6 Mio. Barrel aus dem Jahr 1970 übertreffen wird. Sie sehen schon, warum der Mangel an positiven, wirtschaftlichen Überraschungen in Verbindung mit einer Ölproduktion auf Rekordniveau die Möglichkeit steigender Preise deckelt.

Wenn man sich die Charts anschaut, besteht aber trotz der Fundamentaldaten Grund zu Optimismus. Wie Sie sehen können, befinden wir uns in einem Kampf von zwei Kanälen. Ein längerfristiger Kanal ist rot eingezeichnet. Dabei befindet der Preis sich im unteren Quartil und ist in der Vergangenheit gesprungen. Und da ist ein kurzfristiger Kanal (blau), der ebenfalls Unterstützung gefunden hat. Das ist der tiefergerichtete langfristige Kanal. Diese Charts sagen nicht die Zukunft voraus. Sollten diese Niveaus aber nicht halten (d. h. ein starker Preisrückgang unter 43 US-Dollar pro Barrel), würde dies Raum für das Argument schaffen, dass wir uns im Prozess einer fundamentalen Verschiebung des Ölmarkts befinden, was bedeuten könnte, dass wir schon bald ein Testen der Marke 40 US-Dollar pro Barrel erleben könnten. Ein Halten der Zone würde dafür sprechen, dass wir zurück auf 52 US-Dollar pro Barrel springen könnten, wo wir uns in Erwartung der OPEC-Erklärung befanden, als Trader sich in das Gerücht eingekauft haben, um die Meldung zu verkaufen.

Rohöl wird weiterhin in einer Zone gehandelt, in der wir in letzter Zeit viel Bewegung beobachten konnten.

Ölpreis-Prognose: Rückgang in eine wichtige Preiskanalunterstützung

Chart erstellt von Tyler Yell, CMT

Rohöl-Sentiment:

Ölpreis-Prognose: Rückgang in eine wichtige Preiskanalunterstützung

Oil - US Crude: Privat-Trader-Daten zeigen, dass 73,9 Prozent der Trader Netto-Long sind. Das Verhältnis der Trader Long zu Short steht bei 2,84 zu 1. In der Tat sind Trader bereits seit dem 19. April Netto-Long, als Oil - US Crude in der Nähe von 5.333,7 lag; der Preis ist seitdem um 11,4 Prozent gefallen. Die Anzahl der Netto-Long Trader ist 8,6 Prozent höher als gestern und 54,8 Prozent höher als letzte Woche, während die Zahl der Netto-Short Trader 13,6 Prozent niedriger liegt als gestern und 29,2 Prozent niedriger als letzte Woche.

Wir nehmen gegenüber dem mehrheitlichen Sentiment normalerweise eine nonkonformistische Sichtweise ein und die Tatsache, dass Trader Netto-Long sind, deutet darauf hin, dass der US-Ölpreis weiter fallen wird. Trader sind stärker Netto-Long als gestern und vergangene Woche und die Kombination aus aktuellem Sentiment und jüngsten Veränderungen verleiht uns eine stärker Oil - US Crude bärische, nonkonformistische Trading-Tendenz. (Hervorhebung durch den Autor)

Paul Robinson ist zu Gast in Deutschland. Lernen Sie von 16 Jahren geballter Erfahrung Trading