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Goldpreis auf wilder Fahrt: Schlusskurs auf Einstandsniveau

Goldpreis auf wilder Fahrt: Schlusskurs auf Einstandsniveau

2016-11-10 19:05:00
James Stanley, Währungsstratege
Teile:

Anknüpfungspunkte:

  • Technische Strategie Gold: Langfristig bullisch über 1.200 $, mittelfristige Entwicklung unklar, kurzfristig stark volatil.
  • Der Goldpreis legte anfangs aufgrund der Risikoaversion zu, nachdem offensichtlich wurde, dass Donald Trump die US-Präsidentschaftswahlen gewinnen würde. Aber nach einer aufwärts Kursbewegung über die Marke von 63 $ kehrte wieder Normalität ein und der Kurs zog sich wieder auf das Niveau von vor Bekanntwerden des Wahlergebnisses zurück.
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Früher waren wir skeptisch als der Goldpreis versuchte, den Kursrückgang von Anfang Oktober wieder umzukehren. Wir merkten damals an, dass der Goldpreis im Laufe des Jahres 2016 unter Druck geraten war, nachdem die US-Zentralnotenbank (Federal Reserve, Fed) sich für kurzfristige Zinserhöhungen ausgesprochen hatte. Da die Zentralnotenbank weiter auf einer möglichen Zinserhöhung im Dezember dieses Jahres beharrt, bleibt die Möglichkeit anhaltenden Drucks bestehen.

Seither vollführt der Goldpreis einen wilden Ritt. Letzte Woche, als der US-Dollar schwächelte, legte der Goldpreis zu, bis er nahe einer früheren Unterstützung im Bereich 1.307–1.309 $ auf Widerstand stieß. Nachdem der US-Dollar die Woche mit einer Kurslücke nach oben eröffnete, brach der Goldpreis ein. Zu Beginn der gestrigen Wahlnacht schien es, als würde der Goldpreis diesen Kurs fortsetzen. Die Märkte gingen weitgehend von einem Sieg Hillary Clintons aus. Nachdem immer klarer wurde, dass Donald Trump besser abschneiden würde, als die Hochrechnungen vorhergesagt hatten, setzte ein Abverkauf des US-Dollars ein und der Goldpreis legte wieder sprunghaft zu. Dies führte dazu, dass der Goldpreis in den fünf Stunden nach dem Eintreffen der ersten Wahlergebnisse um mehr als 65 $ anstieg.

Aber gegen Mitternacht (Zeitzone Eastern Time) verlangsamte sich der Abverkauf des US-Dollars und der Goldpreis stieß auf Widerstand. In den 13 Stunden nach diesem Wendepunkt beim Widerstand verschwand fast der gesamte Ausbruch nach oben wieder aus den Märkten. Der Goldpreis ist nun wieder genau dort, wo er seine Rallye startete, was auf dem Tageschart durch ein Doji mit langem Docht markiert wird.

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Künftig dürften Trader wohl deutlichere Richtungssignale beim US-Dollar abwarten. Obwohl die Vorhersage auf der Hand liegt, dass sich die früheren Trends fortsetzen werden, da der Dollar aufgrund des restriktiven Tonfalls der Fed zulegt, hat sich gerade ein möglicher Paradigmenwechsel innerhalb der US-Wirtschaft vollzogen, was sich binnen Kurzem auf die Haltung der Federal Reserve auswirken könnte.

Wichtige kurzfristige Kurslevel sind 1.310 $ (frühere Unterstützungs-/Widerstandszone) und 1.342 $ (früherer Swing-Hochpunkt und ein Fibonacci-Level) als „übergeordnete Widerstandslevel“ und der Tiefpunkt bei 1.250 $ (Swing-Tiefpunkt der jüngsten Kursbewegung und „Panik-Tiefpunkt“ des Brexits).

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