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Abbau Sentiment-Extrem weiter wünschenswert, 1,38er Region spannender Long-Trigger

Abbau Sentiment-Extrem weiter wünschenswert, 1,38er Region spannender Long-Trigger

2014-03-07 16:25:00
Jens Klatt, Marktstratege
Teile:

(DailyFX.de) – Eine Woche mit einem neuen Jahreshoch und dem höchsten Stand im EUR/USD seit 2011 liegt hinter dem EUR/USD.

Und das trotz positiver Daten vom US-Arbeitsmarkt. Die Zahl neu-geschaffener Stellen für den Monat Februar stieg auf 175.000, die US-Arbeitslosenquote stieg auf 6,7%.

Besonders imposant wird die Vorstellung des Euro zum US-Dollar, wenn man der Tatsache ins Auge blickt, dass die Erwartungshaltung durch diverse, durchwachsene Readings unter der Woche vom US-Arbeitsmarkt (ISM Employment, ADP) nach unten revideirt und sich in diesem Zusammenhang eine bearishes US-Sentiment aufgebaut hatte. Die positive Überraschung konnte den US-Dollar zwar ein wenig zum Euro stabilisieren, aber nicht so, wie ich das für einen starken USD hätte sehen wollen.

Auf der Kehrseite muss ich natürlich eingestehen, dass die Performance des Euro dann auch wieder nicht allzu überraschend zum USD und umgekehrt kam. Denn fundamental verändert hat sich schließlich nichts, weder durch die EZB-Sitzung am Donnerstag, noch durch die Daten vom US-Arbeitsmarkt.

Die EZB-Sitzung am Donnerstag ist als Bestätigung des geldpolitischen Status Quo zu sehen. Die EZB arrangiert sich mehr und mehr mit ihrem niedrigen Inflationsausblick und wird selbst ausgehend von ihrem revidierten Inflationsausblick für 2014 auf 1,0% von 1,1% bzw. ihrem Inflationsausblick von 1,7% in Q4 2016 vorerst geldpolitisch nicht aktiv.

Einzig das Aufheben der Sterilisation der SMPs wäre eventuell in der näheren Zukunft in der Lage den Euro zu belasten, da sich auf diesem Wege die Excess Liquidity nahezu verdoppeln würde, das EZB-Balance Sheet ausgedehnt und dies den Euro belasten würde. Allein aus politischer Sicht ist dies jedoch wohl in den kommenden Monaten kaum durchsetzbar.

Der aus der patt-stehenden EZB resultierende, fundamentale Vorteil des Euro zum US-Dollar, die trotz solider NFPs zunächst nur ihre Anleiheaufkäufe schrittweise pro Monat zrückfährt, blebt somit bestehen und ein Lauf des EUR/USD in Richtung 1,4250 scheint mir weiter sehr realistisch.

Da in der kommenden Woche wirtschaftsdatentechnisch kaum marktbewegende Events auf der Agenda stehen, wird sich die Entwicklung im EUR/USD an erster Stelle wohl an den Entwicklungen in Russland bzw. der Ukraine orientieren (wirtschaftliche Auswirkungen der Krim-Krise auf das „Euro-Zugpferd“ Deutschland), zudem an sentimenttechnischen Faktoren.

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Quelle: DailyFX Wirtschaftsdatenkalender

Ausgehend vom Sentiment-Extrem in FXCMs SSI, welches in der vergangenen Woche eine Rekord-Netto-Short-Positionierung markierte, scheint es denkbar, dass der EUR/USD dieses zunächst abbaut, bevor er eine Attacke auf die 1,40er Region startet.

EUR/USD – Speculative Sentiment Index

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Chart erstellt mit FXCMs Trading Station II / Marketscope

Vor dem Hintergrund der weiterhin niedrigen Volatilität rechne ich mit einem solchen Sentiment-Extremabbau in einem verhältnismäßig kleinen Bereich, sehe bereits im Bereich des Ausbruchlevels von letztem Donnerstag um 1,3820 / 3830 einen interessanten Long-Trigger (man achte übrigens auf die nicht nur markttechnische, sondern auch das im gleichen Bereich verlaufenede Fibonacci-Cluster).

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Chart erstellt mit FXCMs Trading Station II / Marketscope

Erst ein Unterschreiten der 1,37er Marke würde mein positives, bullishes Bild für den EUR/USD eintrüben.

Analyse geschrieben von Jens Klatt, Chefanalyst von DailyFX.de

Um Jens Klatt zu kontaktieren, sende man eine E-Mail an instructor@dailyfx.com

Folgen Sie Jens Klatt auf Twitter: @JensKlattFX

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