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Jochen Stanzl, Rohstoffanalyse Limitup.de

Das Währungspaar EUR/AUD ist in den vergangenen 41 Handelstagen um 8,9% angestiegen. Es gibt zwei Ursachen dafür. Einerseits hat die Ankündigung des ONT-Programms durch die Europäische Zentralbank das Liquiditätsrisiko innerhalb der Eurozone verringert, wodurch eine entsprechende Risikoprämie verringert wurde. Das stärkte den EUR. Auf der anderen Seite wird der AUD niedriger bewertet, da die Konjunktur in China und im gesamtasiatischen Raum sich immer weiter abkühlt. Wegen der Exportabhängigkeit der australischen Volkswirtschaft flohen Investoren aus dem AUD, was diesen belastete. Die Aufwertung um fast neun Prozent in sechs Wochen ist so signifikant, dass sie selbst im längerfristigen Chart einfach zu erkennen ist:

EURAUD_Brachialer_Abwaertstrend_vor_Fortsetzung_body_jochen1.jpg, EUR/AUD: Brachialer Abwärtstrend vor Fortsetzung

Man sieht aber auch deutlich den massiven Abwärtstrend des EUR gegenüber dem AUD. In anderen Worten: Der australische Dollar befindet sich seit Jahren in einem starken Aufwärtstrend gegenüber dem EUR. Die linke Seite im Chart (Oktober 2008) markiert den Startpunkt dieser Aufwertungsphase. Nun wurde durch die jüngste Gegenbewegung, wenngleich sie signifikant ist, der Abwärtstrend nicht verletzt. Das sieht man daran, dass die rote Linie bei 1,3030 AUD nicht überschritten wurde. Vielmehr ist der EUR nun drauf und dran, ein großes Short-Signal gegenüber dem AUD auszubilden.

Aber wie könnte eine Phase der AUD-Stärke fundamental gerechtfertigt werden? Die Wirtschaft in Asien und die Nachfrage nach Rohstoffen sind doch nicht gerade ermutigend?

Ich denke, wir sind nahe eines konjunkturellen Tals in der Weltwirtschaft. Das Wachstum wird nicht extrem steigen. Aber die Konjunktur bewegt sich in Zyklen, und die Lagerbestände der Industrie etwa in China dürften mittlerweile auf einem sehr niedrigen Niveau angelangt sein. Das bedeutet, dass die Unternehmen bald wieder mehr produzieren müssen, um die Nachfrage zu befriedigen. Das spricht für eine wieder steigende Industrieproduktion. Wenn der Aufschwung kommt, wird er durch eine sehr hohe Liquiditätsversorgung der Zentralbanken unterstützt werden. Das spricht wiederum für höhere Rohstoffpreise. Die Goldpreise nehmen dies bereits vorweg, weitere Rohstoffe wie Kupfer dürften folgen. Das ist förderlich für den Export Australiens, der sich auf Rohstoffe stützt. Nach der Ankündigung der ONT-Maßnahmen der EZB und nach QE3 des Fed sind die Frachtraten an chinesischen Häfen bereits stark gestiegen. Es wird also bereits eine Erholung der Konjunktur erwartet. Das alles widerspiegelt sich aber noch nicht im EUR/AUD, der fast "short-squeeze"-artig nach oben gallopierte. Ich rechne zunächst mit einer Korrektur des überkauften Setups, anschließend mit der Wiederaufnahme des übergeordneten Abwärtstrends.

EURAUD_Brachialer_Abwaertstrend_vor_Fortsetzung_body_jochen2.jpg, EUR/AUD: Brachialer Abwärtstrend vor Fortsetzung

Das Signal, das eine Fortsetzung des Abwärtstrends wahrscheinlicher werden lassen würde, wäre ein Schlusskurs unter 1,2660 AUD. Die Bären müssen das hinbekommen, sonst wäre die Wahrscheinlichkeit für eine Fortsetzung des Short-Squeeze erhöht und die Bullen könnten das Währungspaar noch weiter nach oben treiben. Eine Trade-Idee wäre Short EUR/AUD bei Schlusskurs unter 1,2660 AUD mit Stopploss 1,2850 AUD (rote Pfeil-Linie).

Hierbei handelt es sich um keine Anlageberatung. Es handelt sich lediglich um eine Trade-Vorstellung zu Ausbildungszwecken. Für Anlageberatung wenden Sie sich zwingend an den Anlageberater Ihrer Bank.

Offenlegung gemäß §34b WpHG wegen möglicher Interessenkonflikte: Der Autor ist in den besprochenen Wertpapieren bzw. Basiswerten derzeit nicht investiert.