(DailyFX.de) – Der Euro wird aktuell vom Brokerhaus IG Markets auf 1,2135 US-Dollar taxiert. Damit liegt der Kurs rund 0,80 Prozentpunkte höher als am Vortag. Aus fundamentaler Sicht konnte der Euro gestern nach Veröffentlichung der Dezember-Zinssitzungs-Protokolle weiter an Fahrt gewinnen. Innerhalb der EZB nimmt die Diskussion über die nächsten geldpolitischen Schritte hin zur Zinswende Fahrt auf. Schon früh in diesem Jahr könnten sich die Währungshüter mit der Kommunikation ihrer geldpolitischen Ausrichtung und ihres geldpolitischen Ausblicks neu befassen.

Bei Betrachtung der fundamentalen Kennzahlen ist die Diskussion über ein Umdenken der geldpolitischen Strategie der EZB nicht verwunderlich. Die Arbeitslosenquote sowohl in der Bundesrepublik Deutschland als auch im gesamten europäischen Raum befindet sich aktuell auf einem niedrigen Stand. Die Konjunkturlage vor allem in Deutschland ist herausragend. Das Bruttoinlandsprodukt auf Jahresbasis für Deutschland ist mit 2,2 Prozent so hoch, wie vor sechs Jahren nicht mehr.

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Charttechnisch sind diese positiven Faktoren im Eurokurs ersichtlich. Zum Ende des vergangenen Jahres bzw. zu Beginn des neuen Jahres konnten die Bullen mit der Übernahme des oberen Keltner-Band sowie der Oberseite des abwärtsgerichteten Trendkanals die Bullenrallye in Gang setzen. Anschließend konnte der Keltner-Kanal von den Bullen innerhalb einer Handelswoche bezwungen werden. Aktuell konnte der Euro sogar ein neues Verlaufshoch bilden. Mit der Übernahme der 1,21 US-Dollar-Marke konnte das ehemalige Verlaufshoch vom 08.September 2017 übertrumpft werden. Damit konnten die Bullen auch das 100-%-Fibonacci-Retracement erklimmen. Sollten die Bullen nun auf Schlusskursbasis dieses Niveau halten, könnte die Aufwärtsfahrt weiter andauern. Die anhaltende US-Dollar Schwäche spielt dem Euro in die Karten.

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Bei einem Blick auf den Relativen-Stärke-Index wird deutlich, dass der Preisfolgeindikator aktuell die aufwärtsgerichtete Trendlinie testet. Der RSI könnte in den nächsten Stunden sogar leicht in den überkauften Bereich gelangen. Dies könnte die Bullen bestärken und den Kurs weiter gen Norden hieven. Erst ein Fall unterhalb der mittleren Keltner-Linie bei 1,2022 US-Dollar könnte die Bären zumindest kurzfristig wieder in den Markt bringen. Aktuell könnten jedoch die Chancen für die Bären schlecht stehen.

EUR/USD: Bullen knacken 1,20 US-Dollar-Marke

Chart erstellt mit IG Charts (EUR/USD-Tageschart)

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