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EUR/USD: Schwache Inflation im Euroraum suggeriert, geldpolitische Differenzen werden sich nicht allzu bald legen

EUR/USD: Schwache Inflation im Euroraum suggeriert, geldpolitische Differenzen werden sich nicht allzu bald legen

2016-02-29 08:30:00
Niall Delventhal, Marktanalyst
Teile:
EURUSD

(DailyFX.de) - Volatil fiel erneut zum Wochenbeginn der Handel in Fernost aus.

Lag das Minus im Shanghai Composite Index zwischenzeitlich bei -4,6%, so wirkte der Rutsch von rund 3% am Ende des Handelstages noch ein Stück versöhnlicher. Der Euro als Niedrigzinswährung kann in einem derartigen Marktumfeld einer wieder anziehenden Nervosität Rückenwind erhalten, daher gilt, die allgemeine Risikobereitschaft an den Märkten wird auch in dieser Woche interessieren.

Auch der Wirtschaftsdatenkalender bot zum Wochenstart eine Enttäuschung. Es klingelte nicht derartig stark wie erwartet in den Kassen deutscher Einzelhändler zum Jahresstart. Im Vergleich zum Vorjahr legten die Umsätze lediglich um 0,8% vs. der Erwartung von 1,8 %.

Heute wird vor allem die Veröffentlichung der Teuerungsrate im Euroraum (Mo. 11 Uhr) interessieren.Vor dem Zinsentscheid der EZB im März werden die Währungshüter im Euroraum gerade das Signal der Inflation als wertvoll erachten, um abzuwägen, ob ein weiterer geldpolitischer Stimulus notwendig ist. Den Erwartungen nach soll die Inflation auf 0% von 0,3% zurückgefallen sein.

EUR/USD: Schwache Inflation im Euroraum suggeriert, geldpolitische Differenzen werden sich nicht allzu bald legen

Als negative Indikation kann die deutsche Teuerungsrate heranzogen werden. Nachdem im Januar die jährliche Teuerung im Januar bei +0,5%, zeigten sie vorläufigen Daten von Freitag auf, dass sie im Januar zurück auf +0,1% setzte. Der EUR/USD war wieder Druck ausgesetzt. Die schwache Teuerung in Deutschland und eine stärkere Expansionsrate der US-Wirtschaft führten Marktteilnehmer auch die weiter auseinanderklaffende geopolitischen Strategien der EZB und der Fed vor Augen. Während in den USA die Fantasien bzgl. weiterer Zinsanhebungen anzogen (potenziell USD bullish), stiegen auch im Euroraum die Erwartungen an dickere Liquiditätsspritze der EZB (potenziell EUR bearish). Die Inflation im Euroraum könnte wieder einmal signalisieren, dass diese geldpolitischen Divergenzen sich nicht allzu bald legen werden.

Unterhalb der 1,13 liegen potenzielle Supports auf 1,11 und 1,10. Ein Tauchgang unter 1,10 könnte bearish interpretiert werden mit Zielen vorerst auf 1,09 und folgend 1,08.

Der EUR/USD besitzt über 1,13 Spielraum. Oberhalb der 1,137/1,138 könnte sich die Bewegung vorerst an die 1,15 erstrecken. Hält auch dieser Widerstandsbereich nicht wäre ein Test des Augusthochs um 1,17 denkbar.

EUR/USD: Schwache Inflation im Euroraum suggeriert, geldpolitische Differenzen werden sich nicht allzu bald legen

Chart erstellt mit FXCMs Trading Station

Mo

Feb 29

11:00

EUR Verbraucherpreisindex der Eurozone, Schätzung (im Vergleich zum Vorjahr) (FEB)

11:00

EUR Verbraucherpreisindex der Eurozone - Core (im Vergleich zum Vorjahr) (FEB A)

Di

Mär 1

09:55

EUR Veränderung der deutschen Arbeitslosenzahl (FEB)

-20k

09:55

EUR Deutsche Arbeitslosenquote, saisonbereinigt (FEB)

6.2%

16:00

USD ISM Herstellungsindex (FEB)

48.5

48.2

Mi

Mär 2

16:30

USD DOE U.S. Crude Oil Inventories (FEB 26)

Do

Mär 3

16:00

USD ISM Non-Manufacturing/Services Composite (FEB)

54

53.5

Fr

Mär 4

14:30

USD Arbeitslosenquote (FEB)

4.9%

4.9%

14:30

USD Change in Nonfarm Payrolls (FEB)

198k

151k

Diskutieren Sie das Kursgeschehen im EUR/USD Talk.

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Analyse geschrieben von Niall Delventhal, Marktanalyst von DailyFX.de

Um Niall Delventhal zu kontaktieren, sende man eine E-Mail an instructor@dailyfx.com

Folgen Sie Niall Delventhal auf Twitter: @NiallDelventhal

EUR/USD: Schwache Inflation im Euroraum suggeriert, geldpolitische Differenzen werden sich nicht allzu bald legen

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