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EUR/USD: Fed beobachtet internationale Entwicklungen. Deutsche Teuerungsrate wird leicht gesteigert erwartet

EUR/USD: Fed beobachtet internationale Entwicklungen. Deutsche Teuerungsrate wird leicht gesteigert erwartet

2016-01-28 08:37:00
Niall Delventhal, Marktanalyst
Teile:

(DailyFX.de) Die US-Notenbank signalisierte gestern Abend deutlicher, dass sie die internationalen Risiken wahrnehme. „ Das FOMC-Komitee beobachtet die konjunkturellen Entwicklungen und die an den Finanzmärkten genau und bewertet die Implikationen auf den Arbeitsmarkt sowie die Inflation.“ Eine Hürde für die nächste Zinserhöhung stellt sich auf.

Den Leitzins rührte die Fed gestern nicht an und wird nach diesem Statement voraussichtlich auch nicht allzu bald nach der Zinsschraube greifen. Einstimmig stimmten den FOMC-Mitglieder dafür, den Zins nicht anzurühren. Zurzeit wird der nächste Zinsschritt der US-Notenbank im Juli erwartet.

Erst im Dezember kam es zur Zinswende in den USA. Mit der ersten Anhebung seit fast zehn Jahren hob die US-Notenbank Ende des letzten Jahres den Zins vom Rekordtief.

EUR/USD: Fed beobachtet internationale Entwicklungen. Deutsche Teuerungsrate wird leicht gesteigert erwartet

Die Reaktion im EUR/USD fiel nicht ausgeprägt volatil aus.

Heute gilt der Blick der deutschen Teuerungsrate zu Beginn des Jahres. Trotz der in Januar zuletzt in 2003 und 2004 gesehenen Kursniveaus in WTI und Brent, wird die vorläufige Teuerungsrate gesteigert erwartet. Trotz dem potenziellen Druck der gefallenen Energiepreise auf dem Verbraucherpreisindex, soll dieser marginal von 0,3 % auf 0,4% angezogen sein.

Morgen wird dann die Teuerungsrate der Eurozone publik (Do. 14 Uhr). Die EZB prognostizierte in der vergangenen Woche, die Inflation wird in den kommenden Monaten weiterhin niedrig ausfallen und auch eine negative Teuerungsrate sei denkbar.

Die EZB stellte unter anderem aufgrund der schwachen Teuerung im Euroraum in Aussicht, bereits im März den „Geldhahn“ weiter aufzudrehen und einen Ausbau des QE-Programms zu verkünden. Sollten die Verbraucherpreisindizes in dieser Woche also enttäuschen, könnte ein zeitnah gebotener expansiver Schritt als wahrscheinlicher gewertet werden und der Euro potenziell stärkeren Druck spüren.

Datum

Zeit

Ereignis

Prognose

Vorherig

Do

Jan 28

14:00

EUR Deutscher Verbraucherpreisindex (im Vergleich zum Vormonat) (JAN P)

-0.8%

-0.1%

14:00

EUR Deutscher Verbraucherpreisindex (im Vergleich zum Vorjahr) (JAN P)

0.4%

0.3%

14:00

EUR Deutscher Verbraucherpreisindex, EU-harmonisiert (im Vergleich zum Vormonat) (JAN P)

-1.0%

0.0%

14:00

EUR Deutscher Verbraucherpreisindex, EU-harmonisiert (im Vergleich zum Vorjahr) (JAN P)

0.4%

0.2%

14:30

USD Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (JAN 23)

281k

293k

14:30

USD Fortlaufende Ansprüche (JAN 16)

2224k

2208k

14:30

USD Aufträge Gebrauchster (DEC P)

-0.5%

0.0%

14:30

USD Gebrauchster exkl. Transport (DEC P)

-0.1%

0.0%

16:00

USD Anhängige Immobilienverkäufe (im Vergleich zum Vorjahr) (DEC)

4.8%

5.1%

Im EUR/USD-Kurs könnte unterhalb der 1,09 die 1,08, 1,07, folgend die Region um 1,066 in Visier genommen werden. Das Dezember-Tief folgt um 1,0525. Ein nachhaltiger Zug zurück über 1,09, ließ vorerst weiteres Potenzial bis 1,10/1,106, folgend 1,11 und 1,13.

EUR/USD: Fed beobachtet internationale Entwicklungen. Deutsche Teuerungsrate wird leicht gesteigert erwartet

Diskutieren Sie das Kursgeschehen im EUR/USD Talk.

Analyse geschrieben von Niall Delventhal, Marktanalyst von DailyFX.de

Um Niall Delventhal zu kontaktieren, sende man eine E-Mail an instructor@dailyfx.com

Folgen Sie Niall Delventhal auf Twitter: @NiallDelventhal

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