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COT-Übersicht: Spekulatives Short-Covering nach der "EZB-Enttäuschung" nicht allzu markant - diese Woche interessiert die Fed

COT-Übersicht: Spekulatives Short-Covering nach der "EZB-Enttäuschung" nicht allzu markant - diese Woche interessiert die Fed

Niall Delventhal, Marktanalyst
COT Übersicht.

COT-Report: Übersicht der Position von Banken, Fonds und Vermögensverwaltern am Terminmarkt vom 08.12.2015

(DailyFX.de)Wie steht es um die Position der Finanzinvestoren an den Terminmärkten? Dem letzten COT-Report ließen sich folgende Veränderungen entnehmen:

Der EUR/USD verbuchte ein Kursplus von rund 3 %, als die EZB nicht im vollen Umfang den Erwartungen nach großen expansiven Schritten gerecht wurde. Dem am Freitag veröffentlichten COT-Bericht der CFTC lässt sich nun die Reaktion der Finanzinvestoren auf die „EZB-Enttäuschung“ entnehmen.

Mit der Erwartung ein deutliches Short-Covering festhalten zu können, konnte man sich an die Ausarbeitung der Daten machen.

Zweifelsohne zeigten die Daten ein Rückschritt in der Wette auf einen fallenden Euro auf, doch die Größe fiel nicht zu markant aus.

Dollar Index: Trotz der Dollar-Korrektur verstärkten spekulative Marktteilnehmer ihre USD-Kaufposition vor dem Entscheid der Fed am Mittwoch. Es ist die Woche der Fed und es wird viel von der US-Notenbank erwartet.

Als Kurs wird im folgenden Chart nicht der Dollar Index der ICE herangezogen, sondern alternativ der Dollar Index von FXCM.

EUR/USD:Das spekulative Short-Covering nach dem EZB-Entscheid zeigte sich nicht allzu markant.Lediglich um 10.514 Kontrakte stieg die Netto-Position der Finanzinvestoren im EURUSD. Damit reduzierte sich ihre Wette auf ein fallenden EUR/USD auf rund 23,65 Mrd. USD (172.331 Kontrakte). In dieser Woche werden die Fragen interessieren, ob die US-Notenbank den Zins anhebt und wie viele Zinsschritte im kommenden Jahr geboten werden. Auch die Fed birgt, ähnlich der EZB vor 2 Wochen, Enttäuschungspotenzial sollte nur die Zinsanhebung von 25 Basispunkten geboten werden.

JPY/USD: Auch diese Entwicklung kann als Zeichen für eine höhere Risikoaversion gewertet werden - diespekulativen Wetten auf schwächelnden Yen gegenüber dem Greenback fielendie dritte Woche in Folge zurück.

WTI: Der WTI-Kurs fiel zu Beginn der Handelswoche unter 35 USD je Barrel und notierte damit so tief wie zuletzt in 2004. Auch am Terminmarkt fiel die Skepsis zuletzt größer aus. Die spekulative Kaufposition senkte sich auf das niedrigsteNiveau seit Dez. 2012.

Gold: Die spekulative Gold-Kaufposition verbuchte nach der EZB-Turbulenz einen Bounce und zwar vom tiefsten Stand seit Okt. 2002.

S&P 500: Die pessimistische Position seitens Finanzinvestoren in S&P 500 Futures fiel vor dem Fed-Zinsentscheid die fünfte Woche in Folge zurück.

Analyse geschrieben von Niall Delventhal, Marktanalyst von DailyFX.de

Um Niall Delventhal zu kontaktieren, sende man eine E-Mail an instructor@dailyfx.com

Folgen Sie Niall Delventhal auf Twitter: @NiallDelventhal

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