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EUR/USD: Geldpolitische Signale reißen den Kurs hin und her

EUR/USD: Geldpolitische Signale reißen den Kurs hin und her

2015-11-13 07:00:00
Niall Delventhal, Marktanalyst
Teile:

(DailyFX.de) Mario Draghi positionierte sich gestern wieder wenig überraschend „dovish“.Der Chef der EZB ließ verlauten, die Abwärtsrisiken im Euroraum seien deutlich erkennbar. Wieder einmal wurde betonte der Notenbaner, das Quantitative Easing der EZB könne über September 2016 hinaus angeboten werden, sollte dies als notwendig angesehen werden. Die EZB verfüge zudem über ausreichend Instrumente, um die Zielinflation zu erreichen.

Die Aussicht auf weitere zeitnahe expansive Schritte der EZB ließ den EUR/USD schwach in die europäische Handelssession starten. Erneut brach das Level von 1,07, doch jenseits des Atlantiks sorgten US-Notenbanker nicht für einen katalysierenden Effekt, obwohl St. Louis Fed Chef James Bullard hervorhob, dass zurzeit in den USA keine Gründe mehr für das Experiment der "extremen Geldpolitik" existieren würden und die US-Arbeitslosenquote von 5% nahe der Vollbeschäftigung notiere. Die Fed-Chefin bot in ihrer gestrigen Rede keine Kommentare über die Geldpolitik.

Charles Evans, Präsident der Chicago Fed, hingegen sprach sich für eine erst später in 2016 erfolgenden Zinsschritt der US-Notenbank aus. Noch fehle ihm ausreichende Signale der US-Inflation und vom Arbeitsmarkt. Zudem würde er kleinere Zinsschritte als Erhöhung in Größe von 25 Basispunkten favorisieren.

Sowohl die 1,07 als auch auf der Oberseite die 1,08 knackte der EUR/USD gestern. Am Ende des Tages blieb der Kurs auf Konsolidierungskurs unterhalb der 1,08.

Heute werden die BIP-Wachstumsraten im Euroraum interessieren. Die Expansionsrate der deutschen Wirtschaft soll im dritten Quartal von 1,6 % auf 1,8 % gestiegen sein (8 Uhr). Die Wachstumsrate in der Eurozone wird bei + 1,7 % erwartet (nach 1,5 % in Q2) und wird um 11 Uhr publik. Aus den USA folgt um 16 Uhr das Uni. Michigan Verbrauchervertrauen, das geringfügig im November anstiegen sein soll (vorläufige Kennzahl).

EUR/USD: Geldpolitische Signale reißen den Kurs hin und her

Daily Chart erstellt mit FXCMs Trading Station

DerEUR/USD-Wechselkurs erholte sich nach dem kurzzeitigen Bruch unter 1,07.Erholungsversuche könnte im Bereich der 1,08 (folgend 1,09)aufWiderstand stoßen. Sollte der Kurs unter 1,067 fallen,wäreweiterer Druck bis zu 1,052 vorstellbar.

Datum

Zeit

Ereignis

Prognose

Vorherig

Fr

Nov 13

07:30

EUR Fransisches Bruttoinlandsprodukt (im Vergleich zum Vorquartal) (3Q P)

0.3%

0.0%

08:00

EUR Deutsches Bruttoinlandsprodukt, nicht saisonbereinigt (im Vergleich zum Vorjahr) (3Q P)

1.8%

1.6%

08:00

EUR Deutsches Bruttoinlandsprodukt, arbeitstäglich bereinigt (im Vergleich zum Vorjahr) (3Q P)

1.8%

1.6%

08:00

EUR Deutsches Bruttoinlandsprodukt, saisonbereinigt (im Vergleich zum Vorquartal) (3Q P)

0.3%

0.4%

10:00

EUR Italienisches Bruttoinlandsprodukt, saisonbereinigt und arbeitstäglich bereinigt (im Vergleich zum Vorjahr) (3Q P)

1.0%

0.7%

11:00

EUR Bruttoinlandsprodukt der Eurozone, saisonbereinigt (im Vergleich zum Vorjahr) (3Q A)

1.7%

1.5%

11:00

EUR Bruttoinlandsprodukt der Eurozone, saisonbereinigt (im Vergleich zum Vorquartal) (3Q A)

0.4%

0.4%

14:30

USD Vorläufige Einzelhandelsumsatzzahlen (OCT)

0.3%

0.1%

14:30

USD Retail Sales Control Group (OCT)

0.3%

-0.1%

14:30

USD Einzelhandelsumsätze exkl. Kraftfahrzeuge (OCT)

0.4%

-0.3%

16:00

USD University of Michigan Verbrauchervertrauen (NOV P)

91.5

90

16:00

USD Lagerbestände (SEP)

0.0%

0.0%

Diskutieren Sie das Kursgeschehen im EUR/USD Talk.

Analyse geschrieben von Niall Delventhal, Marktanalyst von DailyFX.de

Um Niall Delventhal zu kontaktieren, sende man eine E-Mail an instructor@dailyfx.com

Folgen Sie Niall Delventhal auf Twitter: @NiallDelventhal

EUR/USD: Geldpolitische Signale reißen den Kurs hin und her

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