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US-Arbeitsmarktbericht: 4 Punkte auf die Sie achten sollten

US-Arbeitsmarktbericht: 4 Punkte auf die Sie achten sollten

2015-10-02 08:16:00
Niall Delventhal, Marktanalyst
Teile:

(DailyFX.de) Am Freitag, den 02. Oktober, wird wieder einmal der Garant für Marktbewegungen veröffentlicht. Der US-Arbeitsmarktbericht wird um 14:30 Uhr publik.

US-Arbeitsmarktbericht: 4 Punkte auf die Sie achten sollten

1. Ein starker Arbeitsmarkt könnte ein anhaltend starkes Wirtschaftswachstum signalisieren und die US-Notenbank zu einem baldigen Zinsschritt bewegen

Deutlich gedrosselt zeigte sich die Expansionsrate der Wirtschaft im ersten Quartal, doch nach der Winderdelle zog die US-Wirtschaft im zweiten Quartal um 3,9% (annualisiert) wieder an. Ein weiter anhaltendes Momentum im US-Wirtschaftswachstum im dritten Quartal ließe die Zinswende in den Köpfen der Marktmarktteilnehmer wohl wieder näher rücken. Noch hadern die US-Währungshüter. Die ausgeprägten Marktvolatilitäten, trübere Rahmenbedingungen der globalen Konjunktur, der starke Dollarkurs und die geringe Teuerungsrate bilden Bremsschuhe.

US-Arbeitsmarktbericht: 4 Punkte auf die Sie achten sollten

Auch am Arbeitsmarkt lief es übergeordnet weiter rund. Seit März letzten Jahres lag die Anzahl der neugeschaffenen Stellen nur in drei Monaten unter unterhalb der Schwelle von 200T. Die Arbeitslosenquote fiel im August auf 5,1% und damit auf den tiefsten Stand seit 7 Jahren. Im September soll den Erwartungen die Quote auf 5,1% verharrt sein.

Die heutigen Non Farm Payrolls Daten sollen eine weiterhin robuste Beschäftigungslage untermauern. Das Beschäftigungsniveau in den USA soll im letzten Monat in den USA weiter gestiegen sein. Erwartet wird ein Plus in den neugeschaffenen Stellen von 202T nach 173T im Vormonat.

US-Arbeitsmarktbericht: 4 Punkte auf die Sie achten sollten

2. US-Geldpolitik – das Doppelmandat der Fed

Den letzten Leitzinsanhebungszyklus leitete die US-Notenbank im Juni 2004 ein. Die Arbeitslosenquote notierte zu diesem Zeitpunkt bei 5,6Prozent und damit über dem aktuellen Wert von 5,5%. Im Feb. 1994 leitete die Notenbank die Zinswende bei einer Arbeitslosenquote gar von 6,6Prozent ein.

Positive US-Arbeitsmarktdaten ließen wohl die Zinserhöhungsfantasien der Marktteilnehmer weiter steigen und damit den wieder Dollar outperformen.

Doch für die Fed gilt eben ein Doppelmandat. Während sie ein Ziel anlief, entfernte sie sich zuletzt von einem anderen.Rückläufige Energiepreise übten Druck auf die Teuerungsrate. Die jährliche Teuerungsrate lag im August bei +0,2 Prozent und notiert damit deutlich entfernt von der Zielmarke von +2Prozent, die Kerninflation hingegen lag bei +1,8Prozent. Die Fed wird erst handeln, wenn sie davon überzeugt ist, dass die Zielteuerungsrate wieder angelaufen wird.

US-Arbeitsmarktbericht: 4 Punkte auf die Sie achten sollten

3. Vorboten-Charakter: ADP-Report, ISM-Indizes und Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe

In dieser Woche boten bereits zahlreiche Kennzahlen einige Hinweise zur Entwicklung am US-Arbeitsmarkt.

Der gerne als „Vorbote“ betrachtete ADP-Datensatz zeigte gestern auf, dass der private Sektor 200T Stellen im September schaffte und konnte damit überzeugen (erwartet wurden +190T).

ADP

Der in dieser Woche veröffentlichte ISM Index für die US-Industrie lag unter der Erwartung. Das Wachstumstempo in der Industrie fiel im September zurück und auch der Beschäftigungssubindex enttäuschte.

US-Arbeitsmarktbericht: 4 Punkte auf die Sie achten sollten

Der am Donnerstag veröffentlichte Challenger Index hingegen zeigte auf, dass die Ankündigungen von Stellenstreichungen im September im Vergleich zum Vorjahrum 93,2% Prozent anzogen (nach +2,9% im Vormonat). Auch die gestern veröffentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe stiegen in der vergangenen Woche an, doch liegen mit +277T nicht weit vom 255T, dem tiefsten Wert seit 1973, auf den die Anträge im Juli diesen Jahres fielen.

Claims

4. Währungen:Starke Zahlen könnten Dollarstärke triggern und vice versa

Starke Arbeitsmarktdaten wären in der Lage die Zinsspekulationen anziehen zu lassen und den Dollar zu stärken. Nach einem Bruch der 1.2100/1.2106 könnte der Dollar Index von FXCM könnte wieder Richtung Jahreshoch um 12.164 tendieren.

Dollar Index von FXCM

US-Arbeitsmarktbericht: 4 Punkte auf die Sie achten sollten

Über der Erwartung ausfallende Arbeitsmarktdaten hingegen könnten die Schwäche im EUR/USD-Kursverlauf katalysieren und der Kurs unter die Marke von 1,11 und Richtung 1,1 stoßen. Unterhalb sticht das Juli-Tief um als folgender Support 1,08 heraus.

Oberhalb der 1,121 hingegen wäre erstes Erholungspotenzial bis zur 1,146 Region vorstellbar. Ein Anstieg über dieses Level könnte Aufwärtsdruck mit dem Ziel um 1,171 zulassen.

US-Arbeitsmarktbericht: 4 Punkte auf die Sie achten sollten

Auch im GBP/USD könnten starke US-Konjunkturdaten die Kursschwäche der vergangenen Tage katalysieren. Der Bruch Juni- und Sept.-Tiefs ist erfolgt. Unterhalb der 1,51 besteht weiteres Potenzial eines weiteren Rückschritt Richtung 1,495.

GBP/USD

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Positive US-Arbeitsmarktdaten könnten dem im August tiefer gefallenen USD/JPY-Kurs wieder Rückenwind verleihen. Ein Zug zurück über 120,4 wäre vorstellbar. Oberhalb hellt sich das Bild auf. Ein Lauf Richtung 122 wäre vorstellbar. Bricht der Kurs hingegen unter 118,33 droht ein Rutsch zurück ans August-Tief um 116.

USDJPY

US-Arbeitsmarktbericht: 4 Punkte auf die Sie achten sollten

Wie decken das Event wieder wie gewohnt am 2. Okt. ab:

Was ist der Non Farm Payrolls Report?

Die Veröffentlichung

Weitere News rund um in den Report werden sich hier finden:

Erwartung Sept.:

  • +201T Stellen nach +173T im Aug.
  • Arbeitslosenquote weiterhin bei 5,1%
  • Durchschnittliche Stundenlöhne (YoY) +2,4%
  • Erwerbsquote 62,6%

Warum wichtig?

  • Ein Ziel der Fed lautet max. Beschäftigung
  • Annahme: US-Zinswende rückt näher bei guten Zahlen und vice versa

Analyse geschrieben von Niall Delventhal, Marktanalyst von DailyFX.de

Um Niall Delventhal zu kontaktieren, sende man eine E-Mail an instructor@dailyfx.com

Folgen Sie Niall Delventhal auf Twitter: @NiallDelventhal

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