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EUR/USD Wochenausblick: Fallende Inflation könnte US-Notenbank weiter zögern lassen

EUR/USD Wochenausblick: Fallende Inflation könnte US-Notenbank weiter zögern lassen

2015-05-15 11:03:00
Niall Delventhal, Marktanalyst
Teile:

(DailyFX.de) In der kommenden Woche stechen wieder Inflationsraten heraus. Doch die Finaldaten der Teuerungsrate der Eurozone, die am Dienstag veröffentlicht werden, werden wohl nur im Falle von Revisionen der vorangegangenen Schätzwerte in den Märkten Impulse anstoßen (Erwartung Inflation: +0%).

Datum

Zeit

Ereignis

Prognose

Vorherig

Di

Mai 19

11:00

EUR Deutsche ZEW-Umfrage (Konjunkturerwartungen) (MAY)

53.3

Fr

Mai 22

14:30

USD Verbraucherpreisindex (im Vergleich zum Vorjahr) (APR)

-0.2%

-0.1%

14:30

USD Verbraucherpreisindex exkl. Lebensmittel & Energie (im Vergleich zum Vorjahr) (APR)

1.7%

1.8%

Die US-Inflation hingegen könnte erneut volatile Reaktionen begünstigen. Laut den Erwartungen sackte die US-Teuerung im April, trotz Erholung in den Ölpreisen, noch tiefer in Negativbereich (Erwartung: -0,2%, zuvor: -0,1%). Mit einer zunehmenden Distanz zur Zielinflation der US-Notenbank, die bei 2% angesiedelt ist, werden zeitnahe restriktive Schritte unwahrscheinlicher, d.h., die Zinswende in den USA könnte sich weiter verspäten. Für den Dollar könnte dies den Druck wachsen und die Korrektur im Kurs weiten lassen.

EUR/USD Wochenausblick: Fallende Inflation könnte US-Notenbank weiter zögern lassen

Am Montag stehen wenige Konjunkturdaten zur Veröffentlichung an, doch der US-Währungshüter Charles Evans, der sich zuletzt für eine Zinserhebung in der Fed in 2016 aussprach, könnte mit „dovishen“ Kommentaren den Dollar belasten. Um 8:00 Uhr spricht er in der Hauptstadt Schwedens.

Am Dienstag könnten die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland entscheidende Impulse für den Handel am Devisenmarkt liefern (11:00 Uhr). Im April dämpfte die Schwächephase der Weltkonjunktur die Exportaussichten, doch ein stabiler Arbeitsmarkt sowie steigende Löhne stärkten das Verbrauchervertrauen. Der Index für die Konjunkturerwartungen verschlechterte sich dennoch im April 2015 zum ersten Mal seit Oktober 2014 jedoch lediglich um1,5 Punkte. US-Immobiliendaten folgen am Mittag (14:30 Uhr; Baubeginne und -Baugenehmigungen).

Aus München meldet sich am Mittwochmorgen erneut der US-Notenbanker Charles Evans (8:00 Uhr), doch der Ausblick und die Haltung der Fed werden vor allem dann am Abend interessieren. Das Sitzungsprotokoll wird dann von Marktteilnehmern um 20:00 Uhr nach sämtlichen neuen Hinweise rund um den ersten Zinsschritt durchleuchtet.

Am Donnerstag werden die Devisenmärkte vor allem auf eine Reihe von Einkaufsmanagerindizes blicken, die Aufschluss über die Stimmung in der Eurozone geben (9 – 10 Uhr). Um 16:00 Uhr folgt das Verbrauchervertrauen in der Eurozone.

Bevor am Freitag die US-Inflation für frischen Wind sorgt, wird der Finaldatensatz für das deutsche Wirtschaftswachstum veröffentlicht (8:00 Uhr). Der US-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe soll laut den Erwartungen eine steigende Expansionsrate aufweisen und damit einen auftretenden Rebound der US-Wirtschaft in zweiten Quartal andeuten.

Der Euro erstreckt seine Erholungsbemühung und zog über den Widerstand der 1,105. Der Bruch des Widerstands von 1,127 eröffnete weiteres Potenzial bis 1,1533, daraufhin folgt 1,168. Ein Kippen unter die 1,1052 könnte einen weiteren Rückschritt bis um 1,076 triggern. Das Mehrjahrestief notiert bei 1,046 und könnte nach einem erneuten Rutsch unter die 1,065 und einem Bruch der 1,052 angelaufen werden.

EUR/USD Wochenausblick: Fallende Inflation könnte US-Notenbank weiter zögern lassen

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Analyse geschrieben von Niall Delventhal, Marktanalyst von DailyFX.de

Um Niall Delventhal zu kontaktieren, sende man eine E-Mail an instructor@dailyfx.com

Folgen Sie Niall Delventhal auf Twitter: @NiallDelventhal

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