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US-Arbeitsmarktbericht: 4 Punkte auf die Sie achten sollten

US-Arbeitsmarktbericht: 4 Punkte auf die Sie achten sollten

2015-04-03 07:00:00
Niall Delventhal, Marktanalyst
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US-Arbeitsmarktbericht: 4 Punkte auf die Sie achten sollten

(DailyFX.de) Trotz des Feiertages könnte der FX-Handel heute volatiler ausfallen. Eine Übersicht über die geänderten Handelszeiten bei FXCM finden Sie hier. Am Freitag, den 03. April, wird wieder einmal der Garant für Marktbewegungen veröffentlicht. Der US-Arbeitsmarktbericht wird um 14:30 Uhr publik.

Sollten die Arbeitsmarktzahlen die Spekulationen einer späten Zinswende in den USA aufkeimen lassen, wäre eine Dollarkorrektur zu erwarten.

1. US-Wirtschaftswachstum

Das US-Wirtschaftswachstum im ersten Quartal soll laut den letzten Prognosen der regionalen Fed von Atlanta bei 0% gelegen haben. Bereits zum Jahresende in 2014 schwächte sich das Wachstum der Wirtschaft ab. Im vierten Quartal stieg die Wirtschaftsleistung um 2,2 Prozent auf das Jahr hochgerechnet. Im dritten Quartal zog die Wirtschaftsleistung noch um 5 Prozent an, im zweiten waren es ebenfalls kräftige 4,6 Prozent.

US-Arbeitsmarktbericht: 4 Punkte auf die Sie achten sollten

Am Arbeitsmarkt lief es zuletzt jedoch weiter rund. Im Februar fiel die Arbeitslosenquote auf ein 6-Jahrestief.

Den Erwartungen nach sollen die Non Farm Payrolls Daten für den Märzeine weiterhin robuste Beschäftigungslage

unterstreichen. Das Beschäftigungsniveau in den USA soll laut den Konsenserwartungen im letzten Monat in den USA weiter gestiegen sein. Erwartet wird ein Plus in den neugeschaffenen Stellen von 248T, während die Arbeitslosenquote unverändert bei 5,5Prozent erwartet wird.

US-Arbeitsmarktbericht: 4 Punkte auf die Sie achten sollten

2. US-Geldpolitik – Äußerungen der Währungshüter zum Arbeitsmarkt

Den letzten Leitzinsanhebungszyklus leitete die US-Notenbank im Juni 2004 ein. Die Arbeitslosenquote notierte zu diesem Zeitpunkt bei 5,6Prozent und damit über dem aktuellen Wert von 5,5%. Im Feb. 1994 leitete die Notenbank die Zinswende bei einer Arbeitslosenquote gar von 6,6Prozent ein.

Positive US-Arbeitsmarktdaten ließen wohl die Zinserhöhungsfantasien der Marktteilnehmer weiter steigen. Die längerfristige Erwartung des Komitees der US-Notenbank notiert bei einer Arbeitslosenquote 5 – 5,2 Prozent.

Doch für die Fed gilt ein Doppelmandat. Während ein Ziel angelaufen wurde, entfernte sie sich zuletzt vom Ziel der Preisstabilität.Rückläufige Energiepreise übten Druck auf die Teuerungsrate aus. Die jährliche Teuerungsrate lag im Februar bei 0 Prozent und notiert damit deutlich entfernt von der Zielmarke von +2Prozent. Die Kerninflation stieg zuletzt wieder auf +1,7Prozent.

US-Arbeitsmarktbericht: 4 Punkte auf die Sie achten sollten

3. Vorboten-Charakter: ADP-Report, ISM-Indizes und Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe

In dieser Woche boten bereits zahlreiche Kennzahlen einige Hinweise zur Entwicklung am US-Arbeitsmarkt.

Der gerne als „Vorbote“ betrachtete ADP-Datensatz zeigte am Mittwoch auf, dass der private Sektor 189T Stellen im März schaffte. Diese Kennzahl lag damit deutlich unter der Erwartung.

US-Arbeitsmarktbericht: 4 Punkte auf die Sie achten sollten

Der in dieser Woche veröffentlichte US-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe deutete ebenfalls eine Abschwächung an. Der Beschäftigungsindex des ISM Berichts fiel im März von 51,4 auf die Wachstumsschwelle von 50.

Der am Donnerstag veröffentlichte Challenger Index hingegen zeigte auf, dass die Ankündigungen von Stellenstreichungen im März im Vergleich zum Vormonat zurückfielen. Noch im Januar notiert der Index auf dem höchsten Stand seit nahezu zwei Jahren. US-Arbeitgeber gaben im März an 36.594 Stellen streichen zu wollen nach 50.579 im Vormonat.

Die am Donnerstag veröffentlichten Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fielen in der letzten Märzwoche zurück auf +268T (Erwartung:+285T), auch hier zeigt sich übergeordnet ein rückläufiger Verlauf. Es wurden im März nahezu so wenige Erstanträge auf Unterstützung eingereicht wie zuletzt vor 15-Jahren.

4. Währungen: Enttäuschende Zahlen könnten Dollarschwäche auslösen

Enttäuschen heute die Non Farm Payrolls Kennzahlen könnten fallende Zinsspekulationen den Dollar schwächen.

Kräftig über der Erwartung ausfallende Arbeitsmarktdaten hingegen könnten die Schwäche im EUR/USD-Kursverlauf katalysieren und der Kurs wieder unter die 1,08 und ein Stück näher Richtung des 13-Jahrestiefs fallen lassen. Unterhalb der 1,076 richtet sich der Fokus auf das Mehrjahrestief. Das 13-Jahrestief liegt auf 1,0457. Oberhalb der 1,105 hingegen wäre erstes Erholungspotenzial bis zur 1,11, folgend 1,127 vorstellbar.

Auch der USD/JPY-Kurshält sich trotz Korrektur noch nahe dem Mehrjahreshoch um 122 auf. Ein Bruch der 120,36 ließe Marktteilnehmer wieder das 7-Jahresjahreshoch anvisieren. Fällt der Kurs hingegen unter die 119 wandert der Blick wieder Richtung des März-Tiefs von 118,33.

Der GBP/USD-Wechselkurs senkte sich gestern als der Einkaufsmanagerindex für das Baugewerbe unter der Erwartung herausgegeben wurden. Bricht der Support 1,474 wäre ein weiterer Rückschritt Richtung des Mehrjahrestiefs von 1,4634 vorstellbar. Gelingt dem Kurs ein Bruch des Wochenhochs bei 1,49 wäre vorerst Potenzial bis zur 1,5 gegeben. Doch vom Abwärtsdruck konnte sich das Pfund zuletzt nicht lösen.

EUR/USD

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GBP/USD

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USDJPY

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Analyse geschrieben von Niall Delventhal, Marktanalyst von DailyFX.de

Um Niall Delventhal zu kontaktieren, sende man eine E-Mail an instructor@dailyfx.com

Folgen Sie Niall Delventhal auf Twitter: @NiallDelventhal

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