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EZB drückt den EURUSD auf neues 11-Jahrestief - bildet der US-Arbeitsmartkbericht einen Katalysator?

EZB drückt den EURUSD auf neues 11-Jahrestief - bildet der US-Arbeitsmartkbericht einen Katalysator?

Niall Delventhal, Marktanalyst
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(DailyFX.de) An den Leitzinssätzen schraubte die EZB zwar nicht, doch Mario Draghis gestrige Rede aus Nikosia vermochte es Impulse zu setzen. So hoben die Notenbanker der EZB überraschend die Wirtschaftsprognosen für die Eurozone. Die BIP-Wachstumsprognosen für 2015 hob die EZB von 1% auf 1,5% an, für 2016 von 1,5% auf 1,9%. Für das Jahr 2017 erwartet die Notenbank ein Wachstum von+2,1%. Der schwache Euro und der tief gefallene Ölpreis sorgen für Anpassungen in den Schätzungen.Die Exporte sollen zudem laut den Erwartungenvon einer globalenkonjunkturellen Erholung profitieren.

Ab dem 9. März startet die EZB ihr Anleihekaufprogramm. Mit den kombinierten Käufen von Staatsanleihen und anderen Wertpapieren in Höhe von 60 Mrd. Euro monatlich will die EZB gegen die Konjunkturflaute vorgehen. Bereits im Vorfeld erkennt die EZB positive Entwicklungen in den Kreditvergaben. Das Easing der EZB soll die Wirtschaft und die Inflationsentwicklung stützen. Doch die Notenbank wird auch geopolitische Faktoren beobachten, sowie die Entwicklungen am Devisenmarkt, der Ölpreise und der Reformentwicklungen.

Doch trotz einiger positiver Aspekte untermauerte der EZB-Chef, dass noch keine Gründe gegeben seien, das Tempo der Ankäufezu entschleunigen. Zudem könnte das Programm für einen längeren Zeitraum geboten werden. Über Sept. 2016 hinaus könnte das Programm fortgeführt werden. Der EUR/USD fiel auf ein neues 11-Jahrestief und zeitweise unter 1,1. Zusätzlichen Druck auf dem Euro bot die Aussage, dass die EZB auch Anleihen mit negativen Zinsen bis zum Einlagenzinssatz aufkaufen werde.

Heute folgt ein weiterer Impulsgeber: US-Arbeitsmarktbericht

Um 14:30 Uhr könnte der EUR/USD Rutsch katalysiert werden. Sollten die heute veröffentlichten Kennzahlen unterstreichen, dass es am US-Arbeitsmarkt weiter rund läuft, wäre ein weiter erneuter Bruch 1,1 und folgende Dynamik möglich. Die aktuelle Bloomberg-Prognose gibt für den Anstieg der neugeschaffenen Stellen in den USA im Februar liegt bei von 230.000 neugeschaffenen Stellen für den Monat Januar an. Die niedrigste Zahl der Consensus Range der Analystenschätzungen liegt bei 225.000 und die Höchste bei 267.000. Der Schätzwert für die Arbeitslosenquote liegt bei 5,6%, die Spanne der Schätzwerte hier reicht von 5,5% bis 5,7%. In unserem DailyFX Gewinnspiel ist Ihr Tipp gefragt. Ein stärkerer Slowdown der US-Wirtschaft könnte die Zinsfantasien der Marktteilnehmer beeinträchtigen. Sollte die Zinswende angesichts Schwächezeichen am Arbeitsmarkt erst später erwartet werden, wäre eine kräftigere Dollarkorrektur möglich.

Der Wechselkurs rutschte gestern auf ein neues 11-Jahrestief. Unterhalb der 1,1/1,0986 im EUR/USD rückt der Fokus auf 1,076 (Tief aus 2003). Auf der Oberseite im EUR/USD wäre mit einem Bruch der 1,127 vorerst Potenzial bis zum Widerstand um 1,145.

EZB drückt den EURUSD auf neues 11-Jahrestief - bildet der US-Arbeitsmartkbericht einen Katalysator?

Analyse geschrieben von Niall Delventhal, Marktanalyst von DailyFX.de

Um Niall Delventhal zu kontaktieren, sende man eine E-Mail an instructor@dailyfx.com

Folgen Sie Niall Delventhal auf Twitter: @NiallDelventhal

EZB drückt den EURUSD auf neues 11-Jahrestief - bildet der US-Arbeitsmartkbericht einen Katalysator?

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