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Griechenland

(DailyFX.de) Die Linkspartei Syriza setzte sich bei den Parlamentswahlen in Griechenland durch, doch verfehlt knapp die absolute Mehrheit. Der Chef der Partei Tsipras erklärte die Troika für beendet, doch kündigte ebenfalls eine Verhandlungsbereitschaft mit EU-Partnern an. Der EUR/USD-Wechselkurs fiel zwischenzeitlich kurz unter 1,11 und damit auf ein neues 11-Jahrestief, doch setzte zurzeit gerade zum Stabilisierungsversuch an. Sorgen um ein Umkippen der Sparpolitik durch die reformkritische Partei und um das befürchtete Szenario „Grexit“ könnten die Talfahrt im EUR/USD-Kurs katalysieren. Die Verhandlungsbereitschaft der griechischen Regierung steht nun im Rampenlicht. Wird Alex Tsipras wird durch den Wandel vom Oppositionschef zum Regierungschef einen rhetorischen Wandel hinlegen?

Letzte Woche drängten die schwachen Inflationsperspektiven und die wirtschaftlichen Risiken in der Eurozone die EZB zu einer Lockerung der Geldpolitik. Am Donnerstag erlebte der EUR/USD-Wechselkursden kräftigsten Tagesverlust seit August 2010.

Es ist unbekanntes Terrain welches die EZB betritt. Das gerade hierzulande umstrittene Konjunkturprogramm der EZB umfasst Ankäufe von Staatsanleihen und anderen Wertpapieren in Höhe von 60 Mrd. Euro und soll vorerst bis September 2016 geboten werden.

Aus den USA kommen Daten zu den Aufträgen der Gebrauchsgütern und dem Verbrauchervertrauen, die zuletzt positive Entwicklungen aufgezeigt haben sollen, doch besondere Beachtung werden im Laufe der Handelswoche dem Zinsentscheid des Offenmarktausschusses der Fed sowie dem Wirtschaftswachstum der USA erhalten. Am Mittwoch werden zwar keine Schritte der US-Notenbanker erwartet, doch sollten die Währungshüter durchscheinen lassen, dass die Zinswende in den USA erst spät in diesem Jahr erfolgen wird, so könnte der Dollar etwas von seinem Glanz verlieren. Auch ein unter der Erwartung herausgebendes Plus im Wirtschaftswachstum könnte Spekulationen einer weiterhin geduldig auftretenden Fed anstoßen. Zum Ende der Woche (Do./Fr.) stehen Zahlen aus Deutschland und der Eurozone zum Arbeitsmarkt und zur Teuerungsrate auf der Agenda. Der anhaltende Druck auf den Energiepreisen lässt niedrige Teuerungsraten sowohl in Deutschland als auch in der Eurozone erwarten. Doch die weitere Lockerung in der Geldpolitik der EZB soll eben da ansetzen.

Datum

Zeit

Ereignis

Wichtigkeit

Prognose

Vorherig

So

Jan 26

EUR Griechenland-Wahl

Hoch

Di

Jan 27

14:30

USD Aufträge Gebrauchster (DEC)

Hoch

0.7%

-0.7%

16:00

USD Verbrauchervertrauen (JAN)

Hoch

95

92.6

Mi

Jan 28

20:00

USD Zinssatzentscheidung des Federal Open Market Committee (JAN 28)

Hoch

0.25%

0.25%

Do

Jan 29

09:55

EUR Veränderung der deutschen Arbeitslosenzahl (JAN)

Hoch

-27K

09:55

EUR Deutsche Arbeitslosenquote, saisonbereinigt (JAN)

Hoch

6.5%

14:00

EUR Deutscher Verbraucherpreisindex (im Vergleich zum Vorjahr) (JAN P)

Hoch

Fr

Jan 30

11:00

EUR Arbeitslosenquote der Eurozone (DEC)

Hoch

11.5%

11:00

EUR Verbraucherpreisindex der Eurozone, Schätzung (im Vergleich zum Vorjahr) (JAN)

Hoch

14:30

USD Bruttoinlandsprodukt (annualisiert) (4Q A)

Hoch

3.2%

5.0%

Der scharfe Rückschritt der letzten Handelstage unterstreicht den EUR/USD-Abwärtstrend.Nach dem Bruch des Tiefs der 1,1314 richtet sich der Fokus Richtung 1,11, unterhalb 1,076. Erst oberhalb der 1,20 hellt sich der Ausblick für den EUR/USD auf.

EUR/USD: Syriza macht in Griechenland das Rennen, doch verfehlt die absolute Mehrheit

Analyse geschrieben von Niall Delventhal, Marktanalyst von DailyFX.de

Um Niall Delventhal zu kontaktieren, sende man eine E-Mail an instructor@dailyfx.com

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EUR/USD: Syriza macht in Griechenland das Rennen, doch verfehlt die absolute Mehrheit