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DAX bleibt globaler Nachzügler

DAX bleibt globaler Nachzügler

2017-08-10 14:54:00
Paul Robinson, Währungsstratege
Teile:

Gesprächsansätze:

  • Der DAX steckt nach einem Durchbrechen des SKS-Top unter einem starken Widerstand über 12.300 Punkten fest
  • Derzeit herrscht ein spannengebundenes Tradingklima
  • Die technische Landschaft spricht insgesamt für Shorts

In unserer Prognose für das dritte Quartal können Sie herausfinden, was DAX und Euro treibt.

Vor einigen Tagen diskutierten wir die inverse Beziehung zwischen dem DAX und dem Euro und erwähnten, dass es möglich sein könnte, dass der DAX wieder lebhafter werden könnte, falls der Euro nachgibt. Es wurde auch gesagt, dass, obwohl es sich hierbei um eine Beziehung handelt, auf die es sich zu achten lohnt, sie abschwächen kann, wodurch wir über keine zuverlässige Richtschnur verfügen. Bisher konnten wir nur wenig Euro-Schwäche beobachten und es kam zu einer gewissen Risikoscheu in den globalen Märkten aufgrund der steigenden Spannungen in Nordkorea, was den DAX veranlasste nachzugeben. Das „Risk-off“-Klima hält sich im Moment jedoch sehr in Grenzen. Sehr.Man erkennt ein echtes „Risk-off“, wenn es da ist. Das ist hier nicht der Fall. Noch nicht.

Der technische Ausblick für den DAX bleibt der gleiche: Seitwärtstrend nach unten im Kontext eines ausgelösten „Schulter-Kopf-Schulter“-Tops. Obwohl der Markt noch vor ein paar Tagen über der Nackenlinie des Musters gehandelt wurde, lässt sich die Region 12.300/12.340 Punkte nur äußerst schwer überwinden. Bei einem Durchbruch-Versuch von hier aus wäre auch ein Durchbruch über die Trendlinie, die von dem Juni-Hoch aus nach unten verläuft, erforderlich. Das ist eine Menge, das überwunden werden muss, bevor der Ausblick möglicherweise wieder bullisch werden kann.

Heute morgen handeln wir ganz in der Nähe mehrerer Tiefs etwas unter 12.100 Punkten (12.092 Punkte ist das präzise Tief), die während der letzten Wochen erzeugt wurden. Wir könnten zwischen dem Widerstand im Bereich 12.300 Punkte und etwa 12.100 Punkte in einem spannengebundenen Handelsumfeld herumspringen. Falls wir aber unter 12.092 Punkte durchbrechen sollten, achten Sie nicht nur auf ein Füllen der Lücke der Wahlen in Frankreich bei 12.048 Zählern, sondern auch auf die Entwicklung eines Rücksetzers unter 12.000 Punkte. Level, auf die man achten sollte, liegen bei 11.941 Punkten, 11.906 Punkten (200-Tage) und dann bei 11.850 Punkten.

Fazit: Der Weg für eine Verbesserung des Ausblicks für den DAX ist für die Bullen vorgezeichnet. Das bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass es für die Bären eine leichte Reise werden wird. Solange der DAX unter dem erwähnten Widerstand direkt über 12.300 Zählern bleibt, liegt der Trading-Bias auf der Short-Seite. Dabei müssen wir daran denken, dass wir eine spannengebundene Marktlage mit einer negativen Neigung haben und die Möglichkeit eines drohenden Ausbruchs nach unten besteht.

DAX: Tageschart

DAX bleibt globaler Nachzügler

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