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DAX gibt aufgrund der Euro-Stärke nach, der breitere Ausblick bleibt ungewiss

DAX gibt aufgrund der Euro-Stärke nach, der breitere Ausblick bleibt ungewiss

2017-07-21 10:43:00
Paul Robinson, Währungsstratege
Teile:

Gesprächsansätze:

  • Der Euro legt nach der EZB-Rally stark zu, der DAX fällt um über 1 Prozent
  • Das Schulter-Kopf-Schulter Muster ist trotz des Rückgangs immer noch nicht näher daran, ausgelöst zu werden
  • Der Trading-Ausblick ist verschwommen, das Risiko-Chance-Verhältnis spricht immer noch für ein Abwarten

Welche wichtigen Faktoren werden DAX und Euro aller Voraussicht nach im dritten Quartal beeinflussen? Hier können Sie es herausfinden!

Dem DAX gefiel die gestrige Rally des Euro nach der EZB-Sitzung nicht. Ganz und gar nicht. Während der letzten drei Stunden des Handelstages verzeichnete der Euro eine starke Rally von über 1 Prozent, während der DAX um mehr als 1 Prozent nachgab. Die Ein-Monats-Korrelation zwischen der Währung und dem Index erreichte einen Extremwert von -92 Prozent (effektiver Handel 1-zu-1 invers) früher im Monat, beginnt aber zu sinken und liegt heute bei -46 Prozent (immer noch signifikant). Auf jeden Fall werden plötzliche, scharfe Bewegungen in eine Richtung wahrscheinlich eine DAX-Bewegung auslösen. Wir verbringen nicht viel Zeit damit, uns auf diese Beziehung zu konzentrieren. Es lohnt sich aber, sie im Kopf zu behalten, falls die Möglichkeit einer starken Bewegung des Euro aufgrund eines anstehenden Ereignisses besteht. Generell lässt sich sagen, dass, obwohl die Korrelation öfters negativ ist als nicht, Euro und DAX zu gewissen Zeiten zusammen gehandelt werden. Achten Sie also darauf, dass Sie die Beziehung nicht überanalysieren.

DAX/EUR: 5-Min.

DAX gibt aufgrund der Euro-Stärke nach, der breitere Ausblick bleibt ungewiss

Die Frage, die wir vor einigen Tagen stellten, lautete wie folgt: „Wird das sich entwickelnde SKS-Top zur Realität?“ (*SKS = Schulter-Kopf-Schulter) Diese Frage können wir nicht beantworten bis der DAX unterhalb der Nackenlinie und in die April-Lücke hinein gehandelt wird. Es sieht nach einer soliden Top-Bildungsformation aus, aber ohne bestätigtem Ausbruch aus dem Muster befindet es sich immer noch erst in der Entwicklungsphase. Falls der DAX nicht schon bald nach unten ausbricht, dann wird man wohl einen alternativen Pfad (bärisch oder bullisch) in Erwägung ziehen müssen.

Kurzfristig fehlt es an Klarheit. Dafür sorgt die niedrige Volatilität. Es gibt Verkäufer über 12.500 Punkten und die Unterstützung liegt in der Nähe der Marke 12.300 Punkte. Im Moment spricht das Risiko-Chance-Verhältnis für ein Abwarten, außer beim Scalping. In diesem Fall kommt es immer noch zu einigen Intraday-Bewegungen, die gewandte Trader zu ihrem Vorteil nutzen können.

DAX: Tageschart

DAX gibt aufgrund der Euro-Stärke nach, der breitere Ausblick bleibt ungewiss

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