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DAX dreht sich von kritischem Unterstützungsbereich aus nach oben

DAX dreht sich von kritischem Unterstützungsbereich aus nach oben

Paul Robinson, Strategist

Gesprächsansätze:

  • Der DAX hält an der Unterstützung
  • Die unruhige Kursbewegung macht es schwierig, Schlussfolgerungen zu ziehen
  • Es werden angesichts der schwachen Dynamik Einstige bei Rücksetzern bevorzugt

Was treibt die europäischen Aktienmärkte? In unseren Trading-Leitfäden können Sie es herausfinden.

Am Donnerstag brachten wir in Hinblick auf den DAX unsere Meinung zum Ausdruck, dass er, obwohl der bullische Ton angeschlagen ist, unterstützt bleibt. Der gescheiterte Ausbruch aus dem mehrwöchigen aufsteigenden Keil und der Handel zurück zur Unterseite der Formation brachten den Index gefährlich nahe an einen Ausbruch nach unten. Am Freitag wurde es eng, aber der Markt schaffte es, bis heute zu halten.

Die Kursbewegung ist generell unruhig geworden. Es ist daher schwierig, konkrete Schlussfolgerungen zu ziehen. Um es einfach auszudrücken, solange es zu keinem starken „Verkaufstag“ durch die untere Trendlinie, die von der Lücke der Wahlen in Frankreich am 24. April aus aufsteigt, beim DAX kommt, bleibt der Markt unterstützt. Der Dezember-Trendline direkt unter der Wahl-Trendlinie wird weniger Signifikanz zugeschrieben, auch wenn sie von der Art her längerfristiger ist. Grund dafür ist, dass sie schlicht und ergreifend weniger Verbindunspunkte (Dezember/April) hat. Damit der Bias sich vollständig in eine Abwärtsrichtung verschiebt, müsste sich ein Ausbruch unter die Lücken-Trendlinie und das Tief vom 15.6. bei 12.621 Punkten entwickeln. Bis dahin bleibt der Marktausblick aber in Übereinstimmung mit dem Gesamttrend neutral bis bullisch.

Richtet man den Blick nach oben, finden wir das erste offensichtliche Widerstandsniveau in Form des „Gap-Day“-Hochs bei 12.951 Punkten. Jenseits davon liegt dann die Topside-Trendlinie, die bis zum Februar zurückreicht.

Angesichts der fehlenden Dynamik besteht der beste Trading-Ansatz im Moment darin, bei Rücksetzern einzusteigen, anstatt der Kursbewegung hinterherzulaufen. Das ist meistens der Ansatz unserer Wahl, aber zu Zeiten niedriger Volatilität und unruhiger Handelsbedingungen ist es noch zwingender, dass wir einem disziplinierten Ansatz folgen, der sich stärker auf gute Kurse konzentriert, als auf den Versuch längere, große Bewegungen mitzunehmen.

DAX: Tageschart

DAX dreht sich von kritischem Unterstützungsbereich aus nach oben

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