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GBP/USD – Gesprächsansätze:

- Das Britische Pfund verzeichnet auch weiterhin Volatilität im Zusammenhang mit dem Brexit aufgrund einer Vielzahl von Schlagzeilen zu dem Thema; die jüngste Entstehung eines bullischen Bias bleibt jedoch immer noch erhalten, denn wir konnten während der Woche die Bildung einer Serie höherer Tiefs beobachten.

- Die Reaktion auf Tests neuer Hochs und des vorherigen Widerstands des Währungspaars GBP/USD war jedoch nicht stark und das hat dazu beigetragen, dass der Kurs begonnen hat, ein kurzfristiges „aufsteigender Keil“-Muster zu entwickeln, an das sich häufig vor bärischen Kehrtwenden angenähert wird. Ausschlaggebend für dieses Thema wird aller Wahrscheinlichkeit nach der US-Dollar sein, da eine Rückkehr der USD-Schwäche, die sich im letzten Jahr breitgemacht hatte, dazu beitragen könnte, den Aufwärtsschub des Währungspaars GBP/USD fortzusetzen.

- Die Quartalsprognosen wurden gerade erst aktualisiert; die Prognose für das dritte Quartal für das Währungspaar GBP/USD finden Sie auf der Seite DailyFX Trading-Leitfäden. Falls Sie nach Möglichkeiten suchen, um Ihren Trading-Ansatz zu verbessern, schauen Sie einmal in unsere Eigenschaften erfolgreicher Trader. Und falls Sie nach einer ausführlicheren Einführung in den Devisenmarkt suchen, ist unser Leitfaden Neu im Devisenhandel genau das Richtige für Sie.

Möchten Sie wissen, wie Privat-Trader aktuell das Währungspaar GBP/USD handeln? Hier finden Sie das Sentiment für das Währungspaar GBP/USD.

Bank of England kommt – die Aufmerksamkeit gilt aber weiter dem Brexit

Morgen kommt der Zinsentscheid der Bank of England und nach der Zinsanhebung im letzten Monat sind die Erwartungen für neue Entwicklungen minimal. Das wichigere Thema für das Britische Pfund liegt im Moment hingegen eher im Ungewissen, denn die Brexit-Schlagzeilen bestimmen nach wie vor die Entwicklung des Britischen Pfunds. Wir diskutierten dies in der letzten Woche, da sich bei der Währung einige eher scharfe Aufwärtsbewegungen zu zeigen begonnen hatten. Und diese bullischen Schübe waren sehr eng mit positiven Schlagzeilen zu den Brexit-Entwicklungen verknüpft.

Nachdem der Chefverhandler der EU erwähnt hatte, dass die EU für eine Partnerschaft mit Großbritannien nach dem Brexit offen sei, wurde der hartnäckige Abwärtstrend, der das Britische Pfund und das Währungspaar GBP/USD während der vier Vormonate bestimmt hatte, in Frage gestellt. So schrieben wir Ende August kurz nach diesen Barnier-Kommentaren, dass die Ankündigung das Potenzial habe, die Wellen der Angst vor einem harten Brexit bzw. einem No-Deal-Brexit fortzuspülen. Aber – wie wir ebenfalls erwähnten – würde dies angesichts der ernsten Natur des Themas Brexit wahrscheinlich zu keinem sanften Ritt werden. Und das hat sich weitgehend bestätigt, denn während der vergangenen zwei Wochen hatten wir eine zackige Bewegung mit dem Hauch eines Aufwärts-Bias.

Unten betrachten wir die höheren Tiefs, die sich während der letzten Woche entwickelt haben. Wir haben auf die jüngste Kursbewegung aber auch eine Trendlinie gelegt, um zu veranschaulichen, wie viel deutlicher diese bullische Reaktion an der Unterstützung als an dem Widerstand gewesen ist. Das sind die Frühphasen der Entwicklung eines „aufsteigender Keil“-Musters, an das sich häufig beim Abwarten auf eine Umkehr der bullischen Bewegung auf bärische Weise angenähert wird, da die Käufer erst noch den gleichen Enthusiasmus an den Hochs zeigen müssen, der ihr Handeln an oder in der Nähe der Tiefs bestimmte.

GBP/USD Vier-Stunden-Chart: Entwicklung zu einem aufsteigenden Keil

GBPUSD – GBP/USD Vier-Stunden-Chart

Chart erstellt von James Stanley

Tritt man einen Schritt zurück, unterstreicht diese kurzfristige Formation die Marke 1,3117 USD, die das 38,2 % Retracement der Brexit-Bewegung des Paares darstellt. Das Fibonacci-Retracement, das sich aus dieser größeren Bewegung ergeben hat, markierte sowohl das Top im April, wie auch den Boden im August. Für diejenigen, die eine Fortsetzung der Stärke des Währungspaars GBP/USD in Betracht ziehen, könnte ein Aufwärtstest dieser Marke ein entscheidender Punkt in Hinsicht auf das bullische Potenzial des Paares sein. Wie wir am Montag schrieben, könnte für diejenigen, die einen Aufwärts-Bias implementieren möchten, ein ins Spiel kommen dieses Niveaus die Tür für eine „höheres Tief“-Unterstützung aufstoßen. Hierbei könnte man sich an den Bereich um die psychologische Marke 1,3000 USD halten oder potenziell etwas tiefer um die vorherige Widerstandszone, die zur Unterstützung geworden ist, und die wir im Bereich 1,2918 USD bis 1,2956 USD sehen, orientieren..

GBP/USD Acht-Stunden-Chart: Kurzfristig ungeordnet

GBPUSD – GBP/USD Acht-Stunden-Kurschart

Chart erstellt von James Stanley

Erwähnenswert ist hier auch die Tatsache, dass wir gerade erst mit einem Test des 23,6 % Retracements des viermonatigen Abwärtstrends von April bis August begonnen haben. Dieses liegt bei 1,3067 USD und hilft, eine Zone mit Widerstandspotenzial zu zeichnen, die auf dem Chart die nächsten 50 Pips nach oben reicht.

GBP/USD-Tageschart: Beginnender Test des 23,6 % Retracements des Abwärtstrends von April bis August

GBPUSD – GBP/USD-Tageschart

Chart erstellt von James Stanley

Die Eine-Million-Dollar-Frage: Der US-Dollar und kehren wir wieder zu dem vorherigen Abwärtstrend zurück?

Während die Brexit-Schlagzeilen das Paar mit Sicherheit weiter in Bewegung halten werden, wird ein wichtiger Treiber dieses Themas und für die längerfristige Entwicklung des Währungspaars GBP/USD wahrscheinlich die Frage sein, was von hier aus mit dem US-Dollar geschehen wird.

Der bullische Trend des Währungspaars GBP/USD wurde stark von dem Abverkauf des US-Dollar um -15 % bestimmt. Die Umkehr des Währungspaars GBP/USD im April spiegelt die bullische Verschiebung wieder, die während der gleichen Zeit beim US-Dollar erfolgte. In letzter Zeit begann man das bullische Thema beim US-Dollar in Frage zu stellen und die US-Währung bietet weiter Anzeichen für Verluste und eine Rückkehr zu dem Abwärtstrend des Jahres 2017. Dies eröffnet Möglickeiten für bullische Szenarien beim Währungspaar GBP/USD, insbesondere falls die Option eines harten Brexit kein Thema in den Schlagzeilen mehr sein sollte.

Wir befinden uns aber immer noch erst in den Anfangsphasen dieser potenziellen Verschiebung und da der Kurs gerade erst damit begonnen hat, das 23,6 % Retracement des vorherigen Abwärtstrends zu testen, sollten Trader wahrscheinlich erst einmal mit äußerster Vorsicht vorgehen, bis sich eine weitere Bestätigung der Stärke zeigt.

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