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GBP/USD: Überverkauftes Währungspaar beginnt Sprung von Fibonacci-Unterstützung

GBP/USD: Überverkauftes Währungspaar beginnt Sprung von Fibonacci-Unterstützung

2018-08-21 13:40:00
James Stanley, Währungsstratege
Teile:

GBP/USD – Gesprächsansätze:

- Das Währungspaar GBP/USD konnte endlich etwas Unterstützung in Form des 23,6 Prozent Retracements der „Brexit-Bewegung“ des Paares finden. Dies ist die gleiche Studie, von der aus auch im April dieses Jahres das 78,6 Prozent Retracement beigetragen hat, ein Top zu markieren. Vier Monate und 1.700 Pips später beginnt sich auf einer kurzfristigeren Basis Unterstützung zu zeigen. Nun stellt sich die wichtige Frage, wie lange sich dies wohl halten wird.

- Der längerfristige GBP/USD-Trend bleibt bärisch. Da die Kursbewegung nach unten aber derart gedehnt ist und überverkaufte RSI-Werte auf dem Tages- und Wochenchart ausweist, in Kombination mit einem starken, langfristigen Unterstützungsniveau, scheinen die Voraussetzungen für Gegentrendposition gegeben, die wir uns schon in unseren Devisenhandel-Ansätzen für die Woche des 20. August 2018 angeschaut haben.

- Die Quartalsprognosen wurden gerade erst aktualisiert; die Prognose für das dritte Quartal für das Währungspaar GBP/USD finden Sie auf der Seite DailyFX Trading-Leitfäden. Falls Sie nach Möglichkeiten suchen, um Ihren Trading-Ansatz zu verbessern, schauen Sie einmal in unsere Eigenschaften erfolgreicher Trader. Und falls Sie nach einer ausführlicheren Einführung in den Devisenmarkt suchen, ist unser Leitfaden Neu im Devisenhandel genau das Richtige für Sie.

Möchten Sie wissen, wie Privat-Trader aktuell das Währungspaar GBP/USD handeln? Hier finden Sie das Sentiment für das Währungspaar GBP/USD.

GBP/USD-Absturz findet endlich Unterstützung

Die letzten vier Monate waren für das Britische Pfund steinhart. Zu Beginn des Monats April verliehen die Aussichten auf Zinsanhebungen und eine straffere Geldpolitik der Bank of England der Währung Stärke. Hintergrund waren weitgehend die höheren Inflationsraten, die sich in Großbritannien nach der „scharfen Neubewertung“ der Währung nach dem Brexit-Volksentscheid ergeben hatten. Hinzu kam die Tatsache, dass die Inflation gegen Ende 2017 fünf Monate in Folge bei über 3 Prozent gelegen hatte. 2018 begann also mit der Aussicht auf Verschiebungen in der Geldpolitik der BoE.

Diese Schwäche ging jedoch seit Mitte April verloren, nachdem das Währungspaar GBP/USD an dem 78,6 Prozent Retracement der Brexit-Bewegung eine Spitze erreicht hatte. Der Kurs konnte sich seitdem nicht mehr erholen. Inzwischen hat der GBP/USD-Kurs mehr als 1.700 Pips abgegeben. Letzte Woche zeigte sich dann endlich ein gewisses Unterstützungselement, nachdem ein sehr offensichtliches bärisches Thema die Währung während des Monats August belastet hatte.

GBP/USD-Wochenchart: Überverkauftes Paar findet am 23,6 Prozent Fibonacci-Retracement Unterstützung

GBP/USD-Wochenchart

Chart erstellt von James Stanley

Der Abwärtstrend beschleunigt sich, können die Bären weiter drücken?

Der Abwärtstrend des Währungspaars GBP/USD scheint sich bisher im August beschleunigt zu haben. Die Dinge werden durch die Tatsache, dass die Bank of England die Zinsen zu Monatsbeginn erst zum zweiten Mal in einem Jahrzehnt angehoben hat, noch interessanter. Obwohl höhere Zinsen und eine straffere Geldpolitik für eine Währung normalerweise positiv sind, sind die Erwartungen ausschlaggebend. Die Bank of England war bei ihrem letzten Zinsentscheid so unglaublich defensiv, dass die Marktteilnehmer ihre Erwartungen auf zukünftige Zinsanhebungen durch die BoE zurückschraubten. Und – wir müssen die Tatsache in Betracht ziehen, dass ein äußerst undurchsichtiges Szenario im Zusammenhang mit dem Brexit in den kommenden Monaten, wenn die Brexit-Verhandlungen zwischen der EU und Großbritannien näherrücken, stärker ins Rampenlicht treten wird. Dann könnte es durchaus einen Grund für die Überzeugung geben, dass die BoE in den kommenden Monaten defensiv werden muss – die Notenbank hat zumindest bei der Diskussion der negativen Auswirkungen, die ein „harter Brexit“ mit sich bringen könnte, entsprechendes angedeutet.

Wie wir bereits früher im Monat geschrieben hatten, fällt durch die defensive Neigung der Bank of England einer der wenigen Gründe für eine bullische Haltung der Währung gegenüber fort. Und nach dieser Zinsanhebung wurde des Britische Pfund die meiste Zeit abverkauft.

GBP/USD – Vier-Stunden-Chart: Verkäufe laufen nach BoE-Zinsanhebung heiß

GBP/USD – Vier-Stunden-Chart

Chart erstellt von James Stanley

GBP/USD überverkauft – es beginnt sich Unterstützung zu zeigen

In dem Artikel der letzten Woche „GBP/USD: Paar versucht Unterstützung zu bilden, aber kann sie halten?“ befassten wir uns mit einem Verkauf des Währungspaars GBP/USD. Wir betrachteten zwei unterschiedliche Kurszonen mit Blick auf potenziellen Widerstand und nach einer schnellen Kursumkehr in der ersten dieser Zonen setzte sich der Abverkauf des Währungspaars GBP/USD bis hinunter auf ein neues Jahrestief fort.

Kurz danach wurde aber ein weiterer Punkt von Interesse erreicht – ein langfristiges Unterstützungsniveau, das half, das Ausbluten zu stoppen. Diese Marke bei 1,2671 USD ist das 23,6 Prozent Fibonacci-Retracement der „Brexit-Bewegung“ des Paares. Das ist die gleiche Studie, aus der auch das 78,6 Prozent Retracement dazu beigetragen hat, das Top im April zu markieren. Seitdem dieses Niveau ins Spiel gekommen ist, haben die Bären die Kontrolle verloren und die Käufer scheinen mehr Boden zu gewinnen. Wir betrachteten die Aussichten auf ein Retracement des Paares im Rahmen unserer Devisenhandel-Ansätze für die Woche des 20. August 2018. Darin befassten wir uns mit einer Rückkehr des Kurses zu der gleichen Zone zwischen 1,2817 USD und 1,2846 USD, die zuvor Widerstand geboten hatte.

GBP/USD-Stundenchart

GBP/USD-Stundenchart

Chart erstellt von James Stanley

GBP/USD-Strategie

Obwohl der längerfristige Trend nach unten läuft, weist das Paar auf den längerfristigen Charts immer noch überverkaufte Bedingungen aus und dies könnte das kurzfristigere Retracement, das sich seitdem die Unterstützung ins Spiel gekommen ist zu zeigen begonnen hat, verlängern.

Diese These lässt sich auch der Tatsache entnehmen, dass das IG Client Sentiment bei dem Paar Netto-Long bleibt, was auf Potenzial für eine Fortsetzung des längerfristigen bärischen Themas hinweist. Wir konnten aber beobachten, dass dieser Indikator weiter weniger „Netto-Long“ wird seitdem sich in der letzten Woche diese Unterstützung zeigte. Dies ist der Situation ähnlich, an die wir uns im Juli beim Trading des Gegentrendthemas beim Währungspaar GBP/USD bis auf 1,3200 USD gehalten hatten. Dies könnte also eine kurzfristige Situation potenzieller Stärke darstellen, auch angesichts des längerfristigen bärischen Themas.

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GBP/USD Sentiment: Privat-Trader bleiben Netto-Long, wenn auch weniger stark

GBP/USD IG Client Sentiment

Chart erstellt von James Stanley

Was den längerfristigen Trend betrifft, lautet die große Frage, wann die Bären wieder zurückehren. Auf dem Chart unten betrachten wir die gleiche „r2“-Zone, die wir schon die letzten Wochen verfolgen. Falls dieses kurzfristige bullische Thema sich die gesamte Zone, die von 1,2918 USD bis 1,2956 USD reicht, hinauf bewegen sollte, könnte sich wieder die Tür für bärische Strategien öffnen.

GBP/USD – Vier-Stunden-Chart: Gegentrendpotenzial bis hinauf zu 1,2918-1,2956 USD

GBP/USD – Vier-Stunden-Chart

Chart erstellt von James Stanley

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