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GBP/USD eröffnet das dritte Quartal positiv, aber Brexit-Risiken sind starke Bedrohung

GBP/USD eröffnet das dritte Quartal positiv, aber Brexit-Risiken sind starke Bedrohung

2018-07-06 19:38:00
James Stanley, Währungsstratege
Teile:

Gesprächsansätze:

- Das Britische Pfund hat das dritte Quartal positiv begonnen; dabei konnte die Unterstützung, die vor zwei Wochen ins Spiel gekommen ist, gehalten und während des größten Teils der Woche Zugewinne verzeichnet werden. Zuträglich waren einige positive Kommentare des BoE-Gouverneurs Mark Carney. Sie trugen dazu bei, die Wahrscheinlichkeit für eine Zinsanhebung im August auf über 60 Prozent zu bringen.

- Trader sollten mit einem Engagement im Britischen Pfund über das Wochenende vorsichtig sein, denn wir nähern uns einem kritischen Punkt in den laufenden Brexit-Gesprächen. Theresa May hat ihr Kabinett auf ihr Landanwesen in Chequers geladen, um endlich eine Einigung über die offizielle Position des Landes in Hinblick auf den Brexit zu erzielen. Diese Zusammenkunft wird den Erwartungen zufolge bis spät in die Nacht andauern und wir werden wahrscheinlich vor Anfang nächster Woche kein offizielles, von Regierungsseite veröffentlichtes Weißpapier erhalten. Es bestehen nach wie vor eine Reihe von Streitfragen zwischen den Brexit-Hardlinern und den gemäßigteren Reihen innerhalb Theresa Mays Kabinett. Die Ergebnisse dieser Gespräche könnten daher zu weiterer Volatilität des Britischen Pfunds führen.

- Die Quartalsprognosen wurden gerade erst aktualisiert; die Prognose für das Währungspaar GBP/USD finden Sie auf der Seite DailyFX Trading-Leitfäden. Falls Sie nach Möglichkeiten suchen, um Ihren Trading-Ansatz zu verbessern, schauen sie einmal in unsere Eigenschaften erfolgreicher Trader. Und falls Sie nach einer ausführlicheren Einführung in den Devisenmarkt suchen, ist unser Leitfaden Neu im Devisenhandel genau das Richtige für Sie.

Möchten Sie wissen, wie Privat-Trader aktuell das Währungspaar GBP/USD handeln? Hier finden Sie das Sentiment für das Währungspaar GBP/USD.

Ein positiver Start des Währungspaars GBP/USD ins dritte Quartal

Das Britische Pfund zeigte 2017 eine überraschend starke Entwicklung. Dies lässt sich weitgehend auf die höhere Inflation zurückführen, die die Aussichten auf mehr Zinsanhebungen durch die BoE etwas wahrscheinlicher erscheinen lassen. Diese Stärke konnte sich im Großen und Ganzen während des ersten Quartals dieses Jahres halten, als das Währungspaar GBP/USD zurück auf Niveaus vor dem Brexit-Entscheid stieg. Das zweite Quartal war der britischen Währung hingegen nicht so freundlich gestimmt. Ein Inflationsrückgang und ein enttäuschender BIP-Wert im April trugen dazu bei, das bullische Thema umzukehren. Für den Rest des zweiten Quartals blieben die Verkäufer in Kontrolle und das Paar musste über 1.300 Pips abgeben. Dies entsprach einer vollständigen Bewegung von dem 78,6 Prozent Retracement der Brexit-Bewegung bis hinunter zum 38,2 Prozent Retracement der gleichen Studie.

GBP/USD-Wochenchart: Abverkauf im zweiten Quartal vom 78,6 Prozent zum 38,2 Prozent Fibonacci-Retracement

GBP/USD-Wochenchart

Chart erstellt von James Stanley

Zu Beginn des dritten Quartals sahen wir das Britische Pfund als einen Kandidaten für eine bullische Umkehr, weitgehend aufgrund der Aussichten auf eine straffungsorientierte Verschiebung innerhalb der Bank of England. Während die BoE im Rahmen ihres Zinsentscheids am „Super Thursday“ im Mai den Märkten gegenüber noch einen defensiven Ausblick angeschlagen hatte, war der Ton im Juni ein anderer. Es gab drei abweichende Ausschussstimmen, die sich für eine sofortige Zinsanhebung ausgesprochen hatten. Angesichts des Musters der BoE, Zinsschritte nur im Rahmen ihrer „Super Thursday“-Sitzungen vorzunehmen, hat dies viele überrascht. Es unterstreicht die Möglichkeit einer Zinsanhebung im Rahmen der Zinsentscheidungen der Notenbank im August oder November.

Das Thema erhielt etwas zusätzliche Motivation früher in dieser Woche, als Mark Carney eine positive Sicht auf die britische Wirtschaft mitteilte. Dies trug dazu bei, die Wetten auf eine Zinsanhebung im August bei über der 60 Prozent Marke zu festigen. Wie wir geschrieben haben, könnte dies helfen, dem Währungspaar GBP/USD wieder bullische Attraktivität zu verleihen. Trader sollten vielleicht aber auf eine weitere Bestätigung warten, bevor sie sich entsprechend positionieren. Wir warten insbesondere auf einen Durchbruch nach oben über das Drei-Wochen-Hoch bei 1,3315 USD, was diese Möglichkeit eröffnen würde. Dies gäbe uns einen Durchbruch durch die Trendlinie zusammen mit neuen höheren Hochs. Das könnte auch weiterhin eine anfängliche Barriere für das Erwägen bullischer Strategien für das Währungspaar GBP/USD darstellen.

GBP/USD – Vier-Stunden-Chart: Weiteres Erholungspotenzial

GBP/USD-Vier-Stunden-Chart

Chart erstellt von James Stanley

Wochenendrisiko

Dieses Wochenende besteht für die Währung erhebliches Risiko, da wir uns einem kritischen Punkt in den laufenden Brexit-Gesprächen annähern. Theresa May hat ihr Kabinett auf ihr Landanwesen in Chequers mit dem Ziel geladen, endlich eine Einigung über die offizielle Position Großbritanniens für die Brexit-Verhandlungen zu erzielen. Mögliche Einzelheiten werden erst für nach dem Handelsschluss erwartet und wir werden wahrscheinlich noch bis Anfang nächster Woche auf das offizielle, von Regierungsseite veröffentlichte Weißpapier warten müssen. Es besteht jedoch die Möglichkeit einer signifikanten Richtungsänderung der Währung, da die drohende Gefahr groß ist.

Trader sollten daher besonders vorsichtig sein, falls sie dieses Wochenende im Britischen Pfund engagiert sind, denn das Potenzial für Lücken ist angesichts dieses sich in Entwicklung befindlichen Währungstreibers etwas höher als normalerweise. Proaktiv können Trader auf die Handelseröffnung in der nächsten Woche warten. Dann könnte ein bullischer Ausbruch über diesen 1,3315-1,3320 USD Bereich neue Möglichkeiten für eine bullische Positionierung eröffnen.

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