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Technische Analyse Japanischer Yen: Vorsicht vor dem USD/JPY-Sprung

Technische Analyse Japanischer Yen: Vorsicht vor dem USD/JPY-Sprung

2018-02-07 11:30:00
David Cottle, Analyst
Teile:

Gesprächsansätze:

  • Das Währungspaar USD/JPY verzeichnete an den wichtigen 2017-Tiefs einen Sprung
  • Es überzeugt bisher aber noch nicht ganz
  • Das Währungspaar AUD/JPY wird wahrscheinlich auch springen, das könnte aber länger dauern

Finden Sie heraus, wie Privat-Devisen-Trader die Aussichten für den Japanischen Yen sehen – auf unserer Seite DailyFX Sentiment

Die Stärke des Japanischen Yen gegenüber dem US-Dollar hat um das letzte signifikante Tief des Jahres 2017 Probleme bekommen. Von hier aus scheint der wieder kräftiger werdende Greenback eine Art von Basis zu bilden.

Das Währungspaar USD/JPY konnte in den vergangenen zwei Wochen in dem Bereich 108,40 JPY Unterstützung finden. Dies ist ungefähr der Bereich, in dem das Paar Anfang September des letzten Jahres einen Boden finden konnte.

Technische Analyse Japanischer Yen: Vorsicht vor dem USD/JPY-Sprung

Es gibt hinreichend gute, fundamentale Gründe für diesen jüngsten Sprung. Die Anleihenrenditen in den USA steigen und die US-Notenbank Federal Reserve scheint mit mindestens zwei Zinsanhebungen – und möglicherweise mehr – im Plan zu liegen. Der Prozess könnte schon im nächsten Monat beginnen. So sieht das einflussfreiche „Fedwatch“-Tool der Chicago Mercantile Exchange Group die Wahrscheinlichkeit für eine Zinsanhebung im März bei annähernd 70 Prozent.

Die Bank of Japan schlägt hingegen gegen jede Andeutung, dass ihre ultralockere Geldpolitik weiter gelockert werden könnte bis die Inflation nachhaltig 2 Prozent erreicht hat, wie ein Maultier aus. Die Inflation liegt derzeit bei ungefähr der Hälfte dieses Ziels.

Positiv ist, dass die Zinsdifferentiale immer noch den US-Dollar gegenüber dem Japanischen Yen zumindest so standhaft zu unterstützen scheinen, wie sie es während der meisten Zeit seit der Finanzkrise getan haben – und, wie die US-Zinsen, sogar noch stärker.

Insgesamt werden die US-Dollar-Bullen aber wohl noch einiges zu tun haben, wenn sie, angesichts des Sprungs des Währungspaars USD/JPY in die Nähe dieser vormaligen Tiefs, ernsthaft auf dieser Plattform, die sich ihnen bietet, aufbauen wollen.

Das Paar konnte für sich den Beginn eines Aufwärtskanals entwickeln, wenn wir einmal das Intraday-Tief des letzten Dienstags außer Acht lassen. Ich denke, das können wir aufgrund der ungewöhnlichen marktübergreifenden Volatilität einmal tun.

Aber er sieht bisher nur recht halbherzig aus. Tatsächlich ist es in der Region um 110,47 JPY zu einem Ausfall gekommen.

Technische Analyse Japanischer Yen: Vorsicht vor dem USD/JPY-Sprung

Falls die Bullen nicht die Energie zusammenbringen sollten, um den kurzfristigen Widerstand um 111,40 JPY herauszufordern, wo der Markt sich Mitte Januar aufhielt, dann rücken wieder die jüngeren Tiefs in den Blick. Diejenigen, die derzeit auf kurze Sicht noch unentschlossen sind, wären gut beraten, auf diesen aufwärtsgerichteten Kanal als einen Test der bullischen Entschlossenheit zu achten. Sollte er bei Wochenschluss Bestand haben, dann könnte er zumindest bis zu einem Test dieser Widerstandsniveaus halten.

Der Australische Dollar musste in der letzten Woche der japanischen Währung gegenüber einen Schlag hinnehmen. Grund hierfür waren einige schwächere australische Einzelhandelszahlen, ein eindeutig mangelndes Interesse an vorgezogenen Zinsanhebungen auf Seiten der Reserve Bank of Australia und ein genereller Rückzug aus Vermögenswerten mit starken Verbindungen zum globalen Wachstumszyklus, wie etwa dem Australischen Dollar, zugunsten jener mit vermeintlichen „sicherer Hafen“-Qualitäten, wie der Japanische Yen.

Technische Analyse Japanischer Yen: Vorsicht vor dem USD/JPY-Sprung

Es lässt sich darüber streiten, ob diese Impulse den Australischen Dollar über längere Zeit hinweg belasten werden. Die Wirtschaft in seiner Heimat ist im Großen und Ganzen stark und wird stärker und „Risiko“ scheint für Anleger wieder zum Thema zu werden, nachdem die Mini-Flucht aus Aktien langsam zum Halten kommt. Nichtsdestotrotz könnte das Währungspaar AUD/JPY weitere Tiefs testen, bevor es sich wieder fängt. Die Dezember-Tiefs in der Region 0,84 erscheinen solide genug, könnten aber wieder zum Thema werden, falls AUD-Bullen nicht schnell in ihre vormalige Spanne zurückkehren können.

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