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Highlights:

  • Technische Strategie USD/JPY: Niedrige Volatilität in die langfristige Unterstützung, Erwartung eines Sprungs
  • 2017-Extremtag (17. April) Spanne (109,05-108,13 JPY) dient als starke Unterstützung
  • IGCS Sentiment Highlight:US-Dollar fällt gegenüber dem Japanischen Yen wahrscheinlich weiter

Ein lieberer, älterer Kollege von mir gab mir einmal den Ratschlag: Freunde, laßt eure Freunde nicht an der Unterstützung verkaufen. Heute ist ein Tag, an dem man sich an diese Disziplin halten sollte. Der Japanische Yen war täuschend stark. Ein Index, den ich dazu heranziehe, um relativen Stärken und Schwächen der G10-Währungen zu erkennen, zeigt, dass der Japanische Yen die stärkste Währung der G10 bleibt und den Euro übertrifft, der wiederum gerade erst dem Britischen Pfund gegenüber auf dem höchsten Niveau seit 2009 schloss. Wenn Tader sich die anderen Märkte anschauen, wird ihnen die Stärke des Japanischen Yens wahrscheinlich ein Rätsel sein.

Die Aktien sind zwar nicht auf Höchstständen, aber nicht weit davon entfernt. Die Rohstoffe haben von den Basismetallen einen Schub bekommen und erstaunliche Zugewinne verzeichnet. So ist Eisenerz in den 50 Tagen seit dem Juni-Tief um 50 Prozent gestiegen. Schließlich ziehen die Schwellenmärkte über ETFs und Anleihen Kapital an, was den hochrentierlichen Schwellenmarktwährungen Unterstützung bietet.Das alles zeichnet ein Bild, das eher für einen schwachen Japanischen Yen sprechen würde. Dem ist aber nicht so - der Yen bleibt täuschend stark.

Das Währungspaar liegt innerhalb von 1X ATR(5) (82 Pips) von einem neuen 2017-Tief. Das hat natürlich zu einem großen Teil mit dem schwachen US-Dollar zu tun. Was aber zu wichtig erscheint, als dass man es ignorieren könnte, ist, dass Trader den Yen nur ungern verkaufen möchten, zumindest nicht generell, wie es tendenziell bei einem offenkundig risikosuchenden Verhalten der Fall wäre.

Das technische Bild des Währungspaars USD/JPY ist recht simpel. Falls es zu einem Kursdurchbruch und einem Schluss unter 108,13 JPY kommen sollte, werden alle sehen wollen, ob die Yen Stärke wieder zurück ist und ob sie das Währungspaar USD/JPY unter 107,50 JPY, gefolgt von 105,30 JPY treiben kann, die beiden kritischen Unterstützungszonen, die im Blick liegen. Falls das Währungspaar USD/JPY über den jüngsten Widerstand bei 110,37 JPY (Hoch vom 17. August) brechen sollte, könne es zu einer Umkehr zu dem Top der langfristigen Spanne in der Zone 114 JPY kommen.

Freunde lassen Freunde nicht an der Unterstützung verkaufen, da es leicht zu einem Sprung kommen könnte, wenn man die Vielzahl an Unterstützungen in Betracht zieht, die die Extrem-Tag-Kursspanne vom 17. April sowie die vom letzten August aus aufsteigende Trendlinie (rote Linie auf dem Chart unten) kombiniert.Freunde sollten einander aber Gesellschaft leisten, wenn sie beobachten, ob der Kursdurchbruch eine größere Verschiebung im Devisenmarkt signalisiert. Solch ein Durchbruch würde zeigen, dass die stärkste Währung unter den G10-Währungen bei Schreiben dieses Artikels (der Yen) wahrscheinlich ein zweites (oder fünftes) Mal im Jahr 2017 Aufwind erhält, oder dass wir einen umfassenderen Zusammenbruch des US-Dollar erleben.Wie auch immer, Sie sollten einen Schluss des Währungspaars USD/JPY unter 108,13 JPY auf dem Radar haben. Sollte solch ein Durchbruch erfolgen bevor die Handelsaktivität im September saisonbedingt wieder zunimmt, könnte das bedeuten, der Widerstandspfad bleibt für das Paar niedriger und die Charts könnten noch für längere Zeit abwärtsberichtet sein.

Kursanalyse USD/JPY: Yen bleibt täuschend stark, US-Dollar immer noch schwach

Chart erstellt von Tyler Yell, CMT

IGCS Sentiment Highlight:US-Dollar wird wahrscheinlich selbst gegenüber dem Japanischen Yen weiter fallen

Kursanalyse USD/JPY: Yen bleibt täuschend stark, US-Dollar immer noch schwach

Worauf deuten die Kauf-/Verkaufsentscheidungen von Privat-Tradern beimJPY -Trend hin? Hier können Sie es herausfinden!

USD/JPY: Privat-Trader-Daten zeigen, dass 70,1 Prozent der Trader Netto-Long sind. Das Verhältnis Long zu Short steht bei 2,34 zu 1. Trader sind bereits seit dem 18. Juli Netto-Long, als das Währungspaar USD/JPY in der Nähe von 113,359 JPY gehandelt wurde. Der Kurs ist seitdem um 3,8 Prozent zurückgegangen.Die Anzahl der Netto-Long Trader ist 4,9 Prozent höher als gestern und 19,7 Prozent höher als letzte Woche, während die Zahl der Netto-Short Trader 3,5 Prozent höher liegt als gestern und 11,7 Prozent höher als letzte Woche.

Wir nehmen gegenüber dem mehrheitlichen Sentiment normalerweise eine nonkonformistische Sichtweise ein und die Tatsache, dass Trader Netto-Long sind, deutet darauf hin, dass der Kurs für das Währungspaar USD/JPY weiter fallen wird. Trader sind stärker Netto-Long als gestern und letzte Woche und die Kombination aus aktuellem Sentiment und jüngsten Veränderungen verleihen uns einen stärker USD/JPY-bärischen, nonkonformistischen Trading-Bias (Hervorhebung zugefügt).

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Verfasst von Tyler Yell, CMT, Währungsanalyst & Trading Instructor bei DailyFX.com

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