Gesprächsansätze:

  • Der Japanische Yen hat den US-Dollar an der Leine
  • Der eindeutige, kurzfristige Abwärtstrend ist nur eine Beschleunigung des breiteren, schwachen Tons
  • Der Neuseeland-Dollar tut sich gegenüber der japanischen Währung ebenfalls schwer

Auf der Seite DailyFX Sentiment können Sie herausfinden, wie die Trading-Community über die Aussichten des Japanischen Yen denkt.

Es wird Sie wahrscheinlich nicht überraschen zu erfahren, dass der Japanische Yen sich im Moment ziemlich stark entwickelt, insbesondere gegenüber dem US-Dollar.

Das Währungspaar USD/JPY befindet sich auf dem Tageschart direkt in der Mitte eines soliden Abwärtskanals. Dieser Kanal begann an der signifikantesten Spitze der letzten Zeit - der Marke um 114,00 JPY am 10. Juli (interessanterweise war das etwas tiefer als das vorhergehende, erwähnenswerte Top, das am 11. Mai erreicht worden war).

Besorgniserregender für die verbleibenden Bullen ist, dass zum Zeitpunkt, zu dem diese Zeilen verfasst werden (02:00 Uhr GMT am Freitag) der Dollar an seinem nächsten signifikanten Unterstützungsniveau zu scheitern scheint. Er ist vor einem Tag unter das Tagesschlusstief vom 14. Juni bei 109,33 JPY durchgebrochen und jetzt bleibt von dem Cluster an Unterstützungen nur noch der Intraday-Tiefpunkt vom 14. Juni bei 108,75 JPY. Sollte auch dieser nachgeben – und das scheint sehr wahrscheinlich – steht nur noch eine bescheidene Unterstützung bei den Tiefs von Mitte April bei 108,44 JPY zwischen dem Paar und einem erneuten Testen des langen Anstiegs von den Niveaus im Bereich 103 JPY des letzten Novembers.

Technische Analyse Japanischer Yen: Läuft die Rally zu weit?

Ein wenig Positives bietet sich jenen, die noch Long sind; aber nur sehr wenig. Nämlich, dass das Währungspaar USD/JPY ein wenig überverkauft zu sein scheint. Der Relative Strength Index steht jetzt bei 32. Das ist ganz nahe an dem Wert 30, der generell als ein Signal für einen objektiven Überverkauf gilt. Wir sollten uns aber nicht täuschen lassen, dass bei dem Paar irgendetwas anderes als ein breiter Abwärtstrend läuft, der mehr Entschlossenheit erforderlich macht als die Bullen bisher gezeigt haben.

Diese Woche war für jene, die im Neuseeland-Dollar Long sind, keine gute. Dafür gibt es eine solide, fundamentale Basis, da mindestens zwei Vertreter der Notenbank versucht haben, ihn aktiv herunter zu reden. Es sollte daher nicht überraschen, dass das technische Bild sich etwas verdunkelt und das hat es auch getan. Das Währungspaar NZD/JPY befindet sich seit der Spitze bei 83,87 JPY, die am 27. Juli erreicht worden war, in einem schrittweisen Abwärtstrend. Der Abwärtstrend ist in den letzten fünf Handelssitzungen stärker geworden und die Abwärtstrendlinie ist jetzt viel weiter vom Kassakurs entfernt.

Technische Analyse Japanischer Yen: Läuft die Rally zu weit?

Jetzt liegt die Unterstützung aus dem Juni, die Mitte des 78er-Bereichs beginnt, im Blick. Der RSI des Währungspaars NZD/JPY ist inzwischen offensichtlich in einem stärker überkauften Bereich als der des Währungspaars USD/JPY und liegt bei 22. Dadurch könnte der Neuseeland-Dollar für ein bullisches Umdenken anfälliger sein als der US-Dollar, aber es ist dennoch schwer, um die aktuellen Niveaus herum eine signifikante kurzfristige Unterstützung zu finden.

Ein eindeutiger Vorbehalt gegenüber dieser ganzen bullischen Haltung in Hinblick auf den Yen darf nicht aus der Welt der technischen Analyse kommen, sondern von fundamentaler Seite aus. Die Investmentwelt ist eindeutig in eher risikoscheuer Stimmung und angesichts der hitzigen Rhetorik zwischen den USA und Nordkorea diese Woche ist das auch durchaus richtig so.

Die Risikobereitschaft kann sich jedoch von einem Moment zum anderen ändern und der Yen ist vielleicht die herausragende Währungsoption für ein risikoaverses Vorgehen. Daran sollte man gewiss denken, wenn man die positiven Charts durchforstet.