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Euro findet in jüngsten EZB-Kommentaren einen dringend benötigten bullischen Treiber

Euro findet in jüngsten EZB-Kommentaren einen dringend benötigten bullischen Treiber

2017-07-03 07:45:00
Christopher Vecchio, CFA, Senior Strategist
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Euro findet in jüngsten EZB-Kommentaren einen dringend benötigten bullischen Treiber

Fundamentalprognose für EUR/USD: Neutral

- Das Währungspaar EUR/USD konnte in der letzten Woche neue Jahreshochs erreichen und könnte einen neuen bullischen Katalysator gefunden haben, der ihm über die Sommermonate hinweghilft.

- Das einzige Euro-Paar, das sich letzte Woche negativ entwickelte, war das Währungspaar EUR/GPB, das aufgrund überraschender Notenbankkommentare (aber nicht von der EZB) einem anderen Pfad folgte.

- Schauen Sie zu Beginn des neuen Quartals in unsere EUR/USD-Prognose für das dritte Quartal 2017.

Nach mehreren Wochen Seitwärtshandel findet der Euro endlich eine Richtung. Der Euro konnte letzte Woche gegenüber allen führenden Währungen mit Ausnahme des Britischen Pfunds zulegen. Grund dafür waren Kommentare des Präsidenten der Europäischen Zentralbank Mario Draghi, die die Einheitswährung insgesamt bis Ende der Woche zulegen ließen. Die plötzliche Veränderung des Tons des Vorsitzenden der EZB Ende des Monats und des Quartals diente dem Euro jetzt als der bullische Katalysator, an dem es ihm in den Vorwochen gemangelt hat.

Nachdem wir das Kalenderblatt zum Juli und dem dritten Quartal 2017 gewendet haben, sehen wir einen Euro, der in der beneidenswerten Position ist, eine Notenbank zu haben, die sich scheinbar dem Normalisierungspfad zuwenden möchte. Das dürfte zumindest bis zu der geldpolitischen Sitzung im September einen bullischen Ton unterstützen. Im Rahmen der September-Sitzung wird die EZB die neuen Wirtschaftsprognosen der Mitarbeiter (SEPs) bekanntgeben. Obwohl in mancherlei Hinsicht akademischer Art, bot die Rede des EZB-Präsidenten Draghi in der letzten Woche wichtige Einsichten in den Gedankenprozess der EZB, was die Devisenmärkte während der kommenden Zeit beschäftigen dürfte.

Am interessantesten und wichtigsten war möglicherweise, dass sich die Kommentare des EZB-Präsidenten Draghi auf die Beziehung zwischen Inflation und der Arbeitslosenquote bezogen, die auf der sogenannten Phillips-Kurve erfasst wird. Es wurde historisch in entwickleten Volkswirtschaften beobachtet, dass eine niedrigere Arbeitslosenquote (straffere Arbeitsmarktbedingungen) die Tendenz haben, zu einem höheren Inflationsdruck zu führen (über das Lohnwachstum).

Wenn also die Inflation in der Eurozone auch ungleichmäßig ist und immer noch unter dem 2 Prozent Ziel der EZB liegt und obwohl die Energiepreise gefallen und inzwischen gegenüber dem Vorjahr negativ sind, ist EZB-Präsident Draghi der Meinung, dass eine Erholung des Inflationsdrucks nach dem Sommerloch möglich ist. Grund hierfür ist teilweise das insgesamt bessere Wachstum und der Ausblick für die Arbeitsmärkte in der Region. Weitere Rückgänge der Arbeitslosenquote sollten sich in Form einer höheren Inflation äußern, was für die EZB Grund genug ist, ihr QE-Programm irgendwann in den kommenden Monaten zurückzufahren.

Für den Euro bedeutet dies, es gibt einen greifbaren Grund für einen Handel während der Sommermonate, da der Euro zuvor verzweifelt nach einem Katalysator gesucht hat. Mit Blick auf die unmittelbare Zukunft und mit einem ruhigeren EZB-Kalender während der kommenden Tage und einem ebenso leichten Wirtschaftskalender wird der Euro diese neue Entwicklung als Hintergrund behalten und die Bühne seinen Gegenstücken in den Paaren überlassen – möglicherweise dem Britischen Pfund, dem Japanischen Yen oder auch dem US-Dollar.

Schauen Sie in unsere Euro-Prognose für das dritte Quartal und die DailyFX Trading-Leitfäden.

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