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Fed-Ausblick festigt sich: US-Dollar sucht nach Richtungsimpulsen von außen

Fed-Ausblick festigt sich: US-Dollar sucht nach Richtungsimpulsen von außen

2017-05-08 13:21:00
Ilya Spivak, Head Strategist, APAC
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Fed-Ausblick festigt sich: US-Dollar sucht nach Richtungsimpulsen von außen

Fundamentalprognose für den US Dollar: Neutral

  • Der US-Dollar tut positive Arbeitsmarktdaten mit einem Schulterzucken ab, während der Fed-Ausblick sich festigt
  • Eine Flut an Meldungen aus den USA könnte von externen Kräften überschattet werden
  • Es stehen G7- und EU-Treffen bevor sowie Zinsentscheide der RBNZ und der BOE

Was wird die US-Dollar-Trends bis Mitte des Jahres formen? In unserer Prognose für das zweite Quartal können Sie es herausfinden!

Der US-Dollar bewegte sich kaum nachdem der Arbeitsmarktbericht für April ein Arbeitsplatzwachstum ausgewiesen hatte, das die Erwartungen übertrifft, und eine Arbeitslosenquote, die unerwartet auf den niedrigsten Stand seit einem Jahrzehnt gefallen war. Die verhaltene Reaktion der Währung scheint verständlich. Die Future-Märkte hatten vor der Meldung die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed die Zinsen nächsten Monat anheben wird, bereits mit 94 Prozent eingepreist. Es bestand für positive Arbeitsmarktzahlen also nur wenig Spielraum, um noch etwas zu bewegen.

Das könnte sich in der kommenden Woche noch als aufschlussreich erweisen. Der Wirtschaftskalender steckt voller größerer Eventrisiken. Die PPI- und VPI-Inflationsmaßstäbe, Einzelhandelsstatistiken und die Mai-Ausgabe der Erhebung zum Verbrauchervertrauen der Universtität Michigan stehen uns bevor. Auch der Plan für Fed-Reden ist voll. Es sind zehn verschiedene Reden von acht geldpolitischen Entscheidern über einen Zeitraum von fünf Tagen geplant (manche von ihnen werden zweimal sprechen).

Normalerweise lässt sich erwarten, dass solch eine Flut an fundamentalen Meldungen eine wesentliche Volatilität anheizt. Die zaghafte Kursbewegung nach Bekanntgabe der Arbeitsmarktzahlen deutet jedoch darauf hin, dass dem diesmal nicht so ist. Die Fed tat den Rückgang des Wachstums in den USA während des ersten Quartals als „transitorisch“ ab. Die Wahrscheinlichkeit einer Enttäuschung, die ausreichen würde, die Wetten auf die Geldpolitik zu ändern, ist also außergewöhnlich gering. Alternativ hierzu würden positive Ergebnisse einfach nur bestätigen, was die Trader bereits wußten.

Dadurch bleibt der Greenback ruderlos und externen Einflüssen ausgesetzt. Es wird weithin erwartet, dass Emmanuel Macron als Sieger der Entscheidungswahl der Präsidentschaftswahlen in Frankreich hervorgehen wird, aber das Ergebnis könnte dennoch die Euro-Volatilität anheizen. Eine ausreichend starke Schwingung des Währungspaars EUR/USD könnte bei der US-Währung ein breiteres Echo finden. Zinsentscheide in Großbritannien und Neuseeland, die Brexit-Strategie einer Sitzung der EU-Botschafter und ein Gipfel der G7-Finanzminister könnten ebenfalls zu Einflussfaktoren werden.

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