Sie verlieren beim Trading Geld und wissen nicht wieso? US-Analyst Jeremy Wagner wird in einem Special Webinar am 28.03.2017 ab 10:30 Uhr Gründe dafür aufzeigen.

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Fundamentalprognose für Gold: Neutral

Der Goldpreis ist letzte Woche wieder gestiegen. Vor Handelsschluss in New York am Freitag hatte das Edelmetall 2% auf 1.229 Dollar zugelegt. Die Rally markiert die ersten wöchtenlichen Preisanstiege in diesem Monat und sie kam zusammen mit einem starken Abverkauf des Greenback. Und obwohl das kurzfristige Bild möglicherweise Probleme für den Preis zeigt, könnten die technischen Implikationen darauf hindeuten, dass sich die Lage beim Gold möglicherweise geändert hat.

Das FOMC hob am Mittwoch die Zinsen wie erwartet um 25 Basispunkte und den zugehörigen Dot-Plot an. Sie aktualisierte auch im Großen und Ganzen dem Marktkonsens entsprechend die Quartalsprognosen. Die Meldung verlieh dem US-Dollar keine Dynamik. Auf das Jahr gesehen zeigt er keine großen Veränderungen, weil die Märkte den Dollar von den Jahrestiefs wieder nach oben getrieben haben, um eine leicht zu Straffungen tendierende Fed neue einzupreisen.

Nachdem der Ausschuss aber die Erwartungen von drei Zinsanhebungen in diesem Jahr mehr oder weniger bestätigt hat, scheint der Greenback ins Stocken zu geraten. Für den Goldpreis waren der schwächere Dollar und ein Anstieg der persönlichen Kernausgaben (PCE) dann nur noch ein Auslöser für eine Erholung, als der Preis auf eine wichtige Unterstützungszone, über die wir vergangene Woche sprachen, reagierte. In der kommende Woche sinkt das Eventrisiko ein wenig. Es stehen u. a. die Bestandseigenheimverkäufe und die Durable Goods Orders auf dem US-Wirtschaftskalender.

Goldpreis glänzt bei fallendem US-Dollar; FOMC-Rally steht vor anfänglichem Widerstand
  • Eine Zusammenfassung des DailyFX Speculative Sentiment Index (SSI) zeigt, dass Trader bei Gold Netto-Long sind - das Verhältnis steht bei +3,48 (77,7% der Trader sind Long)
  • Long Positionen sind 4,9% höher als gestern und 1% über den Niveaus der letzten Woche
  • Short-Positionen sind ebenfalls 4,9% höher als gestern, aber 17,7% unter den Niveaus der letzten Woche
  • Der jüngste Rückgang der Short-Positionierung und Aufbau des Long-Engagements gefährden die unmittelbaren Zugewinne im Vorfeld der kommenden Woche, insbesondere da der Preis einen kurzfristigen, technischen Widerstand zum Ziel hat.

Gold Wochenchart

Goldpreis glänzt bei fallendem US-Dollar; FOMC-Rally steht vor anfänglichem Widerstand

Wir erwarteten für den Beginn dieser Woche ein Tief und erwähnten die anfängliche, wöchentliche Unterstützung „bei 1.193 US-Dollar unterstützt nahebei von einer signifikantere Zusammenflussregion bei1.176-1.180 US-Dollar (61.8% Retracement der Zugewinne im Dezember und das Tief 2013) - dies ist eine wichtige Unterstützungsregion und ein Bereich von Interesse für eine kurzfristige Erschöpfung / Long-Einstiege. Der breitere Widerstand liegt jetzt wieder bei der vorherigen Slope-Unterstützung, die am jährlichen Wochenschlusshoch bei 1.234 US-Dollar zusammenfließt.“ Blickt man auf die Woche danach, hat der Preis eine innerwöchentliche Umkehr verzeichnet, bei der das Hoch bei 1.233 US-Dollar liegt.

Gold hat eine einfache Erholung von der Abwärtsunterstützung aus hingelegt und obwohl ich immer noch gerne höhere Preise hätte, werden wir hier wahrscheinlich zunächst eine Konsolidierung beobachten können. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass ein Durchbruch über die Marke 1.234 US-Dollar notwendig ist, damit man von umfassenderen Preissteigerungen von den Dezember-Tiefs aus sprechen kann. Dabei hätte solch ein Szenario den gleitenden 52-Wochen-Durchschnitt bei ca. 1.255 US-Dollar und die obere Parallele / das 61,8% Retracement bei 1.278 US-Dollar zum Ziel.

Gold Tageschart

Goldpreis glänzt bei fallendem US-Dollar; FOMC-Rally steht vor anfänglichem Widerstand

Goldpreis glänzt bei fallendem US-Dollar; FOMC-Rally steht vor anfänglichem Widerstand

Ein genauerer Blick auf den Tageschart unterstreicht den kurzfristigen strukturellen Widerstand am Zusammenfluss eines Paares längerfristiger, nur etwas höher gelegener Medianlinien noch zusätzlich. Erwarten Sie ein paar Rücksetzer von hier aus. Diese sollten aber als Gelegenheiten für Long-Einstiege gesehen werden, während sie sich über dem Tief dieser Woche befinden. Ein Durchbruch nach oben hätte den anfänglichen Widerstand bei der März-Eröffnung / dem 2017 Tageshoch 1.248/1.252 US-Dollar, unterstützt vom gleitenden 200-Tage-Durchschnitt (derzeit ca.1.260 US-Dollar) und dem 1.278 US-Dollar Schlüsselwiderstand zum Ziel. Als anfängliche Unterstützung liegt 1.220 US-Dollar im Blick, unterstützt vom gleitenden 100-Tage-Durchschnitt bei 1.208 US-Dollar.