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Australischer Dollar dürfte zulegen, falls BIP-Wachstum sich fortsetzt

Australischer Dollar dürfte zulegen, falls BIP-Wachstum sich fortsetzt

David Cottle, Analyst
Australischer Dollar dürfte zulegen, falls BIP-Wachstum sich fortsetzt

Fundamentalprognose Australischer Dollar: Bullisch

  • Es gibt diese Woche einige neue Wirtschaftsdaten aus Australien
  • Ganz oben auf der Liste steht das Bruttoinlandsprodukt
  • Falls sich bestätigen sollte, dass eine Rezession verhindert werden konnte, kann man davon ausgehen, dass der Australische Dollar steigen wird, aber vielleicht nicht weit

Der Australische Dollar befindet sich, was die fundamentale Situation betrifft, in einer seltsamen Lage - und das wohl schon das ganze Jahr.

Es ist nicht so, als mangele es der Währung an unterstützenden Wirtschaftszahlen. Es gibt einen Handelsüberschuss in Rekordhöhe. Sowohl das Vertrauen der Unternehmen, als auch das Verbrauchervertrauen haben sich erholt. Auch die jüngsten Daten aus China haben sich verbessert. Das dürfte für den Australischen Dollar ebenfalls unterstützend wirken, denn die Währung dient dem Markt häufig als bevorzugter, liquider China-Indikator.

Was also ist „seltsam“?

Nun, die guten Nachrichten reichen nie so ganz, um die vergleichenden Zinserwartungen zwischen Australien und den USA zu ändern. Dadurch bleibt dem Markt nur die inzwischen veraltete These, dass während US-Zinsen steigen, australische Zinsen unverändert auf Rekordtiefs verbleiben.

Die Reserve Bank of Australia tendiert dazu, diese Botschaft zu bekräftigen. Immer wenn ihr Gouverneur Philip Lowe ans Mikrofon tritt, betont er, dass niedrige Zinsen nicht das sind, was der überschuldete Verbraucher benötigt. Er äußert sich aber auch mit Sorge über die Stärke der Währung und deutet an, dass es wohl auch keine höheren Zinsen geben wird.

Könnte es in der kommenden Woche anders werden?

Anlegern stehen ganz gewiss umfangreiche Daten bevor. Am Mittwoch werden sie wissen, ob das Schreckgespenst einer technischen Rezession ausgetrieben werden konnte. Dann werden die offiziellen Zahlen für das Bruttoinlandsprodukt für das vierte Quartal 2016 veröffentlicht. Australien hatte im dritten Quartal einen schockierenden Wachstumsrückgang verzeichnet. Ein weiterer würde zwei aufeinanderfolgende bedeuten. Das ist die gemeinhin akzeptierte Definition einer Rezession.

Das auch als „Lucky Country“, glückliches Land, bezeichnete Australien hatte schon seit 25 Jahren keine mehr. Wird es jetzt dazu kommen? Das ist unwahrscheinlich. Die Wirtschaftsexperten, darunter auch die der RBA, neigen eher dazu, dass das dritte Quartal nur einen bösen Ausreißer darstellt. Dennoch, es ist vernünftig anzunehmen, dass die Währung zulegen wird, sofern der Exorzismus bestätigt werden sollte. Es gibt immer diejenigen, die ausschließlich auf Grundlage von Fakten kaufen.

Aber wird sich das Zinsklima verändern? Wahrscheinlich nicht. Sofern das BIP-Wachstum nicht absolut in die Höhe geschossen ist, wird die RBA vorsichtig bleiben. Die US-Notenbank Federal Reserve liegt – wie wir wissen – mit ihren Zinsanhebungen, die „recht bald“ erfolgen sollen, im Plan. Während das Währungspaar AUD/USD also möglicherweise nicht fällt, wird es sich aus diesen Gründen schwer tun weiter zu steigen.

Auch in den USA wird es diese Woche viele Zahlen geben – von den Durable Goods Orders bis zum Index für das fertigende Gewerbe des Institute of Supply Management (ISM). Sie könnten den Zinsanhebungsplänen der Fed weiteren Bestand verleihen.

Dennoch könnte der Australische Dollar von einer Wachstumsbestätigung einen Schub erhalten, wenn es auch kein riesiger wird. Natürlich wird dem nicht so sein, falls das BIP wieder nachgegeben haben sollte.

Beschäftigt damit nicht viel zu tun: AUD/USD

Australischer Dollar dürfte zulegen, falls BIP-Wachstum sich fortsetzt

Chart erstellt mit TradingView

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