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Inflations-Datenpunkt höher - dem Euro steht mehr Unruhe bevor; Draghi am Donnerstag

Inflations-Datenpunkt höher - dem Euro steht mehr Unruhe bevor; Draghi am Donnerstag

2017-01-29 23:00:00
Christopher Vecchio, CFA, Senior Währungsstratege
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Inflations-Datenpunkt höher - dem Euro steht mehr Unruhe bevor; Draghi am Donnerstag

Fundamentalprognose EUR/USD: Neutral

- EUR/USD entwickelt sich weiterhin mühsam, allem Anschein nach in Abhängigkeit von einem wirren Nachrichtenfluss aus Washington D.C.

- Die eingehenden Inflationsdaten für die Eurozone fallen mit Inflationserwartungen zusammen, die so hoch liegen, wie schon seit Dezember 2015 nicht mehr.

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Trotz wichtiger Daten, die im Laufe der kommenden Woche veröffentlicht werden, gibt es nicht viel Anlaß, davon auszugehen, dass der Euro, generell gesprochen, es schaffen wird eine Richtung zu finden. Wie bereits in der vergangenen Woche, als die Entwicklung des Euro weitgehend von den Bewegungen anderer Währungen bestimmt wurde - die Rally des Britischen Pfund, die fortwährende Erosion des US-Dollar - könnte der übervolle Kalender für die kommenden Tage bedeuten, dass die eigenen, für den Euro relevanten, eingehenden Daten in den Hintergrund treten.

Was den Euro betrifft, muss man für signifikante Treiber aus dem direkten Umfeld nicht weiter als bis auf die eingehenden Inflationsdaten schauen. Die für Montag anstehenden Daten aus Deutschland werden den Erwartungen zufolge zeigen, dass die Inflation im Dezember auf den höchsten Stand seit vier Jahren gestiegen ist. Auch die Schätzungen für die VPI in der Eurozone, die am Dienstag kommen, werden den Prognosen zufolge den höchsten Preisanstieg seit Juli 2013 ausweisen. Die andere wichtige Veröffentlichung am Dienstag, der BIP-Report für die Eurozone für das vierte Quartal 2016, wird den Erwartungen zufolge ein bescheidenes Wachstum von annualisiert +1,7% ausweisen, also nichts all zu Aufregendes.

Die bevorstehenden Inflationszahlen aus Deutschland und der weiteren Eurozone haben unter den kommenden Datenveröffentlichungen das größte Gewicht, insbesondere im Gesamtzusammenhang der Erwartungen einer steigenden Inflation. Die fünfjährigen Fünf-Jahres-Inflations-Swap-Forwards, ein Marktindikator für die Inflationserwartungen, sind auf das höchste Niveau seit Dezember 2015 gestiegen und schlossen die vergangene Woche bei 1,789%.

Obwohl diese Entwicklungen vielversprechend sind - steigender Inflationsdruck ist genau das, was die EZB mit ihrer Geldpolitik erreichen möchte - bedeuten sie ganz und gar nicht, dass die EZB sich aus ihren geldpolitischen Lockerungsmaßnahmen zurückziehen wird. Während einige auf ein Zurückfahren der geldpolitischen Anreize im Jahr 2017 warten mögen, hat EZB-Präsident Mario Draghi im Rahmen der Januar-Sitzung klargestellt, dass der Niedrigzins und die außerordentlichen geldpolitischen Maßnahmen noch bis über das Ende des Jahres 2017 hinaus Bestand haben werden.

Obwohl am Mittwoch eine FOMC-Sitzung stattfindet, wird es keine neuen SEPs geben. Da wird also möglicherweise nicht viel sein, mit dem Trader arbeiten werden können. Stattdessen wird EZB-Präsident Mario Draghi am Donnerstag nach der Datenwelle eine Rede halten. Sie dürfte Marktteilnehmern einen Anker bieten, den sie zum Verständnis dessen nutzen können, wie die EZB über die der Rede vorausgehenden Daten denkt. Draghi könnte in gewissem Umfang jede signifikante Kursbewegung des Euro im Wochenverlauf nichtig machen, wenn er ans Rednerpult tritt.

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