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Werden Sie ein disziplinierter Trader – Vermeiden Sie diese Fehler

Werden Sie ein disziplinierter Trader – Vermeiden Sie diese Fehler

2016-12-27 16:25:00
Michael Boutros, Strategist
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Michael Boutros, Currency Strategist

Werden Sie ein disziplinierter Trader – Vermeiden Sie diese Fehler

Wir machen es uns jedes Jahr zur Aufgabe, die Lektionen, die wir bei unserem Trading gelernt haben, bzw. die Fehler, die wir gemacht haben, aufzuschreiben. Ich habe es mir zur Angewohnheit gemacht, Post-it Notizzettel mit wichtigen Notizen an mich selbst zu bestimmten Aspekten meines Tradings, an die ich mich erinnern möchte, oder Gewohnheiten, die ich mir abgewöhnen möchte, an meinem Bildschirm anzubringen. Ich möchte dieses Jahr über einige davon berichten.

Wissen, wann man den Trade „pressen“ muss

Vertrauen in Ihre Analysen ist der Schlüssel beim Engagement im Markt. Egal, ob Ihr Trade profitabel ist oder nicht, es ist die Begründung / Logik / das Rational hinter der Idee, was zählt. Der wichtigste Aspekt, den Trader häufig vergessen, ist jedoch die Größe der Positionen bzw. wie sehr man in einen bestimmten Trade hineingeht.

Dazu gibt es zwei Dinge zu sagen bzw. Beobachtungen. Erstens: Die Positionsgröße sollte darauf beruhen, wo der Markt in Hinblick auf den Trend handelt. Eine Long-Position innerhalb der Beschränkungen eines Bullenmarkts sollte gegenüber einem wichtigen Widerstandsbereich anders behandelt werden als eine kurzfristige Short-Position.

Zweitens: Nur weil der Trade funktioniert bedeutet das nicht, dass man beim nächsten Mal dann direkt den Hebel erhöhen sollte. Das gilt insbesondere für kurzfristige Trading-Strategien. Sie hatten eine Reihe guter Trades mit einer bestimmten Strategie, also sollten Sie die nächsten Positionen „verdoppeln“, denn die letzten paar Male hat es ja geklappt, oder nicht? Dieses Jahr musste ich lernen, bei Nachfolgetrades vorsichtiger zu sein. Denken Sie daran: Das kurzfristige Bild bleibt nicht für immer erhalten und normalerweise bietet ein signifikanter Rücksetzer Gelegenheit für einen noch besseren Einstieg. Das bringt mich wieder zum vorherigen Punkt zurück – bei der Entscheidung, wo man sich besonders stark engagiert, ist es IMMER am besten, darüber nachzudenken, wo der Trade sich im Kontext des breiteren Trends befindet.

Kämpfe nicht gegen die Bewegung, Respektiere Deinen Stop

Der sog. „Revenge-Trade“ trat dieses Jahr zutage. Oftmals sind Sie von einem Trade überzeugt und selbst nachdem der Stop erreicht wurde machen Sie den Trade doch noch einmal (vielleicht sogar mit höherem Einsatz), denn Sie sind sich ja „sicher“, dass sie richtig liegen. Das wichtigste, woran man denken sollte, ist: WARUM gehe ich den Trade ein? Existiert die allgemeine Tendenz noch? Gab es bestimmte Daten, die Sie zum Handeln veranlassen? Es gibt selten Gelegenheiten, bei denen ein erneutes Aufspringen etwas gebracht hat (insbesondere wenn man sich mit Intraday-Transaktionen befasst), und sie kommen nicht häufig vor. Machen Sie es sich nicht zur Angewohnheit, gegen die Bewegung zu kämpfen – Widerstand / Unterstützung sind dafür da, durchbrochen zu werden, und der Versuch das Hoch / Tief einzufangen ist normalerweise vergebene Liebesmüh, selbst wenn sie kurzfristig traden. Erkennen Sie, wenn Sie falsch liegen, schlucken Sie Ihren Stolz herunter und machen Sie weiter.

Hören Sie auf, auf das P&L zu achten

Etwas anderes, womit ich mir dieses Jahr Mühe gegeben habe, war es, weniger auch nicht-realisiertes P&L (Gewinne/Verluste) zu achten. Objektivität ist notwendig, aber häufig schwierig und belastet, wenn man auf eine offene Position starrt. Viele Male verschiebt sich so ihre Aufmerksamkeit vom tatsächlichen Preischart auf die aktuelle Performance der Position. Es ist dieses Jahr zu oft vorgekommen, dass ich mich dabei ertappt habe, wie ich mich an profitablen Positionen erfreute oder einen verfrühten Stop wählte, da die Fluktuationen der kurzfristigen Preisbewegung meine Interpretation des breiteren, „objektiven“ Blicks auf den Markt beeinflusste. Bleiben Sie bei Ihrer Überzeugung, planen Sie Ihren Trade und überlassen Sie den Rest dem Markt. P&L ist ein Nebenprodukt unserer Analysen und sollte nicht das sein, was ihren Ansatz von Trade zu Trade diktiert. Hören Sie auf, auf Ihren P&L zu schauen und richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf den Markt.

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