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China-USA Beziehungen erhöhen globales Marktrisiko. Achten Sie auf USD/CNY

China-USA Beziehungen erhöhen globales Marktrisiko. Achten Sie auf USD/CNY

2016-12-08 15:25:00
John Kicklighter, Chef-Stratege
Teile:

Gesprächsansätze:

  • Die USA und China sind die größten Volkswirtschaften der Welt
  • Die bereits gespannten Beziehungen zwischen den beiden Nationen wurden vor kurzem durch Äußerungen des designierten US-Präsidenten verschärft
  • Das Acht-Jahres-Hoch des Währungspaars USD/CNY kann sich schnell von einem günstigen Rückenwind für den Exporteur zu einem Hinweis auf Kapitalflucht wandeln

Selbstzufriedenheit kann in der globalen Finanzlandschaft weitverbreitet sein. Es überrascht daher wenig, dass die zunehmenden Spannungen in den Beziehungen zwischen den USA und China keine signifikante Aufmerksamkeit von Global Macro Tradern auf sich gezogen haben. Die Märkte bewegen sich aber in Zyklen und diese künstliche Flaute hat schon vor einer ganzen Weile die Grenzen begründeter Zweifel überschritten. Trader täten daher gut daran, die Aspekte finanzieller Belastungen genau im Auge zu behalten, die sich schnell in den Zündstoff einer Systemkrise verwandeln könnten. Angesichts der Größe der beiden Länder (die größten der Welt), die zunehmende Antiglobalisierung in der westlichen Welt und das Ausmaß spekulativer Reichweite, das in diesen finanziellen Zentren repräsentiert ist, gibt es einige Spannungspunkte, die mehr ahnen lassen.

In den Wochen seit der Präsidentschaftswahl in den USA ist die Belastung der Beziehungen zwischen den USA und China exponentiell gestiegen. Der designierte Präsident Donald Trump betrieb seinen Wahlkampf auf Grundlage einer starken Haltung gegenüber angeblich unfairen Handelspraktiken – und China war regelmäßiges Ziel seines Zorns. Welche Erleichterung man sich aufgrund der Erwartungen, dass der neue Staatschef sich nachgiebiger als seine hochpolitisierten Wahlversprechen erweisen sollte – wie er das auch in Hinblick auf manche andere Themen tat –, versprochen hatte, sie gingen diese Woche in Schall und Rauch auf. Ein Telefongespräch mit der Staatspräsidentin des umstrittenen Taiwans warf Fragen zu seinen Absichten auf. Als Reaktion hierauf wiederholte Donald Trump Vorwürfe chinesischer Währungsmanipulationen und Zolltarife sowie die kontroverse Aufrüstung der militärischen Präsenz in der südchinesischen See.

Während die Beziehungen zwischen diesen beiden wichtigen, globalen Nationen einen beispiellosen Katalysator für den Markt darstellen, ist es das Umfeld, das zu einer umfassenden, spekulativen Entschuldung führen könnte. Wo die Stille in den globalen und den US-Märkten selbst dem leidenschaftlichsten Bullen eine gewisse Skepsis abringt, ragt die bemerkenswerte Stille in den chinesischen Märkten wie ein Leuchtturm heraus. Der Wechselkurs ist in diesem Drama vielleicht der grundsätzlichste Maßstab für das Risiko. Ein Anstieg des Währungspaars USD/CNY auf den höchsten Stand seit acht Jahren wäre früher einmal als ein Segen für den Status Quo in der traditionellen Verbraucher-Hersteller Beziehung der beiden Länder gesehen worden. Unter den Vorzeichen eines Handelskriegs könnte sich dies schnell in die Art eines Signals für Kapitalflucht wandeln, das wir auch während des Brexits oder der starken Marktverluste im Januar diesen Jahres und im August 2015 beobachten konnten. Wir befassen uns mit dieser wichtigen Dynamik im Finanzsystem im heutigen Strategievideo und besprechen darin auch die aktuellen Hinweise.

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