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Zweifel über eine OPEC Einigung zur Förderung lassen Ölpreis abrutschen

Zweifel über eine OPEC Einigung zur Förderung lassen Ölpreis abrutschen

2016-11-23 17:20:00
Martin Essex, MSTA, Analyst und Redakteur
Teile:

Gesprächsansätze:

  • Iran und Irak äußerten, dass man Zweifel habe, ein Abkommen zur Begrenzung der Förderleistung zu unterzeichnen.
  • Vor einer Sitzung der OPEC und Russlands am 30. November sind weitere unruhige Preisbewegungen wahrscheinlich.

Der Rohölpreis fiel am Dienstag bevor er ein wenig des verlorenen Bodens wieder gutmachen konnte. Grund waren Schlagzeilen, die andeuteten, dass Iran, Irak und Indonesien Zweifel über eine geplante Beschränkung der Förderleistung haben. Mitgliedsstaaten der Organisation der Erdöl exportierenden Länder sowie Russland treffen sich am 30. November in Wien, Österreich, um zu versuchen, das Angebot stärker der Nachfrage anzugleichen.

Die Energiepreise stiegen am Montag um +4% auf den höchsten Stand seit drei Wochen, da man zunehmend überzeugt war, dass eine Einigung kurz bevorstand. Die Gespräche konzentrierten sich auf eine Fördersenkung zwischen -4,0% und -4,5% in allen OPEC-Mitgliedsstaaten mit Ausnahme Libyens und Nigerias. Aktuellen Meldungen zufolge haben Iran, Irak und Indonesien jedoch Vorbehalte, die den Preis am Dienstag wieder nach unten trieben.

Sowohl die Januar 2017 Terminkontrakte für die Ölsorte Brent, als auch jene des West Texas Intermediate für Januar wurden unruhig gehandelt, ein Mikrokosmos der Bedingungen, die noch bis zu der Sitzung am 30. November anhalten sollen . Der schnelle Preisverfall unterstreicht aber, wie schwierig eine Fortsetzung der Aufwärtsbewegung bei Fehlen eines stetigen Stroms unterstützender Kommentare werden könnte. Es wurde weiterhin nahegelegt, dass die Marktstärke sich – zumindest zum Teil – einfach nur auf eine Rally zur Shortdeckung zurückführen lässt, da Hedgefonds einige der großen Shortpositionen glattstellen, die sie während der vorhergehenden drei Wochen aufgenommen hatten.

Außerdem dürfte, selbst wenn eine Einigung erzielt werden sollte, der Ölmarkt auch weiterhin über ein Überangebot verfügen, insbesondere falls es zu einem erneuten Anstieg der Ölproduktion in den USA kommen sollte, wo die Bohraktivität stark zugenommen hat. Laut einer neuen Studie der Federal Reserve Bank of New York ist der Ölpreis seit Beginn des dritten Quartals um 10% gefallen, vor allem als Folge der rückläufigen, wenn auch volatilen, globalen Nachfrageerwartungen.

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