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GBP/USD 'Blitz Crash' Rebound sucht bei BoE/Fed-Rhetorik nach Brennstoff

GBP/USD 'Blitz Crash' Rebound sucht bei BoE/Fed-Rhetorik nach Brennstoff

David Song, Strategist
GBP/USD 'Blitz Crash' Rebound sucht bei BoE/Fed-Rhetorik nach Brennstoff

Fundamentale Prognose für GBP: neutral

Der "Blitz Crash" des Britischen Pfunds wird voraussichtlich zunehmende Aufmerksamkeit erregen, weil eine ganze Reihe von Offiziellen der Bank of England (BoE) in den nächsten Tagen Reden geplant hat, doch könnte die plötzliche Abwertung des Sterlings die Zentralbank dazu bewegen, angesichts ihrer Geldpolitik eine abwartende Haltung einzunehmen, denn man möchte sicherlich das Risiko, über das Inflationsziel von 2 % hinauszuschießen, vermeiden.

Die Furcht vor einem "harten Brexit" könnte das Britische Pfund weiter belasten, denn die Offiziellen der Europäischen Union (EU) befürworten einen strengen Stand bei den Austrittsverhandlungen des Vereinigten Königreichs und das erhöht die Unsicherheit über die wirtschaftlichen Aussichten, was wiederum erhöhten Druck auf das Monetary Policy Committee (MPC) ausüben könnte, die Realwirtschaft weiter zu unterstützen, besonders auch weil der Chancellor of the Exchequer Philip Hammond der Ansicht ist, dass die Region im Laufe der Übergangszeit eine Zeit "kurzer Turbulenzen" erleben wird. Die jüngste Rhetorik von BoE Gouverneur Mark Carney und Kollegen könnte die lokale Währung beeinträchtigen, weil "eine Mehrzahl der Mitglieder eine weitere Reduzierung der Leitzinsen auf die effektive untere Grenze befürworten könnte". Die Zentralbank scheint jedoch keine Eile bei der Einführung von nicht standardgemäßen Maßnahmen zu haben, weil "Nachrichten über das kurzfristige Momentum der UK-Wirtschaft im Vergleich zu den Projektionen des Inflationsberichtes vom August leicht aufwärts zeigen". Obgleich die allgemeinen Aussichten für das Britische Pfund abwärts geneigt sind, könnte die Währung eine größere Korrektur erfahren, sollten die BoE-Offiziellen ihre Ansichten über eine Lockerung reduzieren und die Spekulationen über eine kurz bevorstehende Zinssenkung zum Schweigen bringen.

Was die USA betrifft, scheint der schwächer als erwartete Bericht über die Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft nur geringe Auswirkungen auf die Zinserwartungen zu haben, denn die Fed Funds Futures betonen weiterhin eine über 60 % liegende Wahrscheinlichkeit für eine Zinsanhebung im Dezember. Desweiteren könnten die Offiziellen der Zentralbank eine gemeinsame Haltung finden, um die US-Haushalte und Unternehmen auf höhere Kreditkosten vorzubereiten, während sich die Wirtschaft auf dem Weg zur "Vollbeschäftigung" befindet. Die Kommentare des Chicago Fed-Präsidenten Charles Evans, Minneapolis Fed-Präsidenten Neel Kashkari, New York Fed-Präsidenten William Dudley, der Kansas City Fed-Präsidentin Esther George, des Philadelphia Fed-Präsidenten Patrick Harker, Boston Fed-Präsidenten Eric Rosengren und der Vorsitzenden Janet Yellen könnten zu einer größeren Marktreaktion führen als das Protokoll der FOMC-Sitzung, weil das Komitee einen ähnlichen Weg wie in 2015 zu verfolgen scheint. Die kurzfristige Stärke des Greenbacks könnte zunehmen, sollten die wichtigsten US-Daten die Erwartungen für eine "moderate" Erholung stärken. In diesem Sinne könnte ein 0,6 % Rebound bei den Einzelhandelsumsätzen zusammen mit einer weiteren Steigerung bei der University of Michigan Umfrage über das Verbrauchervertrauen eine kurzfristige Aufwertung des Dollars erreichen, weil dadurch die Aussichten für Wachstum und Inflation gestärkt werden.

GBP/USD 'Blitz Crash' Rebound sucht bei BoE/Fed-Rhetorik nach Brennstoff

Das 1,2000 Handle scheint eine psychologische Unterstützung zu bieten, nach dem scharfen Rebound, der auf den GBP/USD "Blitz Crash" folgte, doch neigen sich die allgemeinen Aussichten weiterhin abwärts, denn der Wechselkurs zeigt immer noch eine zeitweilige Serie von niedrigen Hochs & Tiefs, während der Relative Strength Index (RSI) in den überkauften Bereich drückt. Die bärische Tendenz im Kurs & der RSI befürworten eine Haltung nach Gelegenheiten für den Verkauf bei kurzen Schwingungen bei dem Pfund-Dollar zu suchen, wobei die frühere Unterstützung um 1,2920 (100 % Expansion) bis 1,2950 (23,6 % Expansion) als der neue Widerstand gesehen wird.

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