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GBP/USD sehen wegen restriktiver Fed-Rhetorik neuen monatlichen Tiefen entgegen

GBP/USD sehen wegen restriktiver Fed-Rhetorik neuen monatlichen Tiefen entgegen

David Song, Strategist
GBP/USD sehen wegen restriktiver Fed-Rhetorik neuen monatlichen Tiefen entgegen

Fundamentale Prognose für das GBP: neutral

Eine ganze Reihe von Federal Reserve Offiziellen wird im Laufe der letzten vollen Septemberwoche Reden halten. Eine neue Serie von Zentralbank-Rhetorik könnte für das GBP/USD-Paar neue Tiefs schafften, sollten sie die Markterwartungen für einen Zinsanstieg in 2016 stärken.

Fed-Gouverneur Daniel Tarullo, Dallas Fed-Präsident Robert Kaplan, der Vize-Vorsitzende Stanley Fischer, die Vorsitzende Janet Yellen, St. Louis Fed-Präsident James Bullard, Chicago Fed-Präsident Charles Evans, Cleveland Fed-Präsidentin Loretta Mester, Kansas City Fed-Präsidentin Esther George, Philadelphia Fed-Präsident Patrick Harker, Atlanta Fed-Präsident Dennis Lockhart, Fed-Gouverneur Jerome Powell und Minneapolis Fed-Präsident Neel Kashkari haben geplant, Reden zu halten, nachdem das Federal Open Market Committee (FOMC) bei seinem Meeting am 21. September den derzeitige Zinsentscheid beibehalten hat. Wir werden wahrscheinlich eine gemeinsame Vorgehensweise sehen, um die US-Haushalte und Unternehmen auf eine Zinsanhebung im Dezember vorzubereiten, denn die stimmberechtigten Mitglieder scheinen einem ähnlichen Pfad zu folgen, wie in 2015. Restriktive Bemerkungen könnten den Dollar unterstützen, denn die Fed Funds Futures melden eine Chance von mehr als 50 % für eine Erhöhung im Dezember. Doch werden die Marktteilnehmer ihre Aufmerksamkeit möglicherweise stärker auf die Rotation innerhalb des FOMCs im nächsten Jahr lenken, da die Zentralbank-Offiziellen für die Zinsen eine niedrigere Laufbahn vorhersagen. Auf der anderen Seite sieht sich der Dollar kurz- bis mittelfristig dem Risiko von Gegenwinden ausgesetzt, denn die Vorsitzende Yellen und Kollegen scheinen für eine weitere Verzögerung des Normalisierungszyklus bereit zu sein.

Der nächste Zinsentscheid der Bank of England (BoE) ist für den 13. Oktober geplant, weshalb die Marktteilnehmer eine Veränderung bei den Policy-Aussichten sehen könnten, denn das Vorstandsmitglied Kristin Forbes unterstützt eine abwartende Haltung mit dem Argument, dass die "vorläufigen Auswirkungen des Referendums auf die UK-Wirtschaft weniger stürmisch waren, als Viele erwartet hatten". Außerdem warnt eine zunehmende Anzahl von BoE-Offiziellen, sie "seien noch nicht davon überzeugt, dass eine weitere geldpolitische Lockerung zur Unterstützung der Wirtschaft notwendig sei". Minouche Shafik könnte nächste Woche einen ähnlichen Ton anschlagen, wenn die stellvertretende Gouverneurin an dem für den 28. September geplanten Bloomberg News-Event teilnimmt. Die allgemeinen Aussichten für das Britische Pfund bleiben bärisch, während sich das Vereinte Königreich auf den Austritt aus der Europäischen Union (EU) vorbereitet, doch könnten die weniger expansiven Bemerkungen der BoE das Abwärtsrisiko für den Sterling begrenzen, besonders auch deshalb, weil Gouverneur Mark Carney eine Nullzins-Politik (NIRP) ablehnt.

GBP/USD sehen wegen restriktiver Fed-Rhetorik neuen monatlichen Tiefen entgegen

Das GBP/USD-Paar steht dem Risiko gegenüber, aus der Dreieck/Keil Formation, die vom vorigen Monat übertragen wurde, auszubrechen, denn das Paar sinkt in der letzten Septemberwoche auf neue monatliche Tiefs ab und der Relative Strength Index (RSI) scheint eine ähnliche Dynamik zu unterstreichen, denn es konnte die bullische Formation der Sommermonate nicht aufrechterhalten. Dagegen könnte ein Durchbruch/Schluss unter das Fibonacci-Overlap bei 1,2920 (100 % Expansion) bis 1,2950 (23,6 % Expansion) den nächsten Abwärtsbereich bei ungefähr 1,2630 (38,2 % Retracement) öffnen. Das Pfund/Dollar-Paar wird möglicherweise jedoch weiterhin in der Keil/Dreieck-Formation konsolidieren, sollten die Fed-Offiziellen die Erwartungen über einen Zinsentscheid nicht erfüllen.

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