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Euro Datenmangel zwingt Fokus auf EZB-Reden, FOMC Zinsentscheidung

Euro Datenmangel zwingt Fokus auf EZB-Reden, FOMC Zinsentscheidung

2016-09-19 00:30:00
Christopher Vecchio, CFA, Senior Währungsstratege
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Euro Datenmangel zwingt Fokus auf EZB-Reden, FOMC Zinsentscheidung

Fundamentale Prognose für Euro: Neutral

- Zweiweg Aktionen bei EUR/JPY, Euro Dollar dank BOJ und FOMC sehr gut möglich.

- EZB-Redner dominieren den Kalender (wenig wichtige Daten) und Draghi spricht am Donnerstag.

- Die Volatilität in den Devisenmärkten sollte in den kommenden Wochen wieder zunehmen – es ist an der Zeit, die Grundsätze des Risikomanagements zu rekapitulieren.

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Eine zweite raue Woche infolge für den globalen Aktienmarkt nach einem volatilen Sommerschlaf und der Euro verhält sich weiter, als wäre er ein sicherer Hafen, indem er die zunehmenden Stimulus-Spekulationen der Zentralbank verwaltet. Der Japanische Yen und der Dollar gingen in Führung und deshalb fand sich der Euro dabei in den risikoreicheren Rohstoffwährungen und dem Britische Pfund, nachdem die Brexit Schlagzeilen wieder ins Rampenlicht traten, zu handeln. Insgesamt gab es jedoch in der vergangenen Woche sehr wenige wichtige Wirtschaftsdaten oder Informationen, die den Euro oder den Euro Dollar in eine Richtung bewegt hätten - es gab mehr seitwärts Handel.

Es gibt in den nächsten Tagen auch keine bedeutenden Euro-Zonen Daten. Deshalb sollten alle Trader ihre Aufmerksamkeit nicht auf den Wirtschaftskalender konzentrieren. Stattdessen werden sich die EUR-Crosse in der ganzen Woche voraussichtlich als sehr volatil erweisen, dank der Einmischung der Zentralbank: Fünf EZB-Redner werden zwischen Montag und Freitag reden; und die Federal Reserve sowie die Bank of Japan werden ihre Meeting am 20. und 21. September abhalten.

Unter den in den kommenden Tagen auftretenden Rednern werden Präsident Mario Draghis Kommentare am Donnerstag am wichtigsten sein. Erinnern Sie sich, dass EZB-Präsident Draghi bei dem EZB Policy Meeting im September klargestellt hatte, dass die Effektivität des QE-Programms von den Beschränkungen, die der Kapitalschlüssel nun erhebt, herausgefordert wird. "Wir haben die entsprechenden Komitees damit beauftragt, an einer glatten Implementierung und an den Veränderungen zu arbeiten, um eine reibungslose Implementierung sicherzustellen", sagte er. Mit anderen Worten, die EZB konzentriert sich im Augenblick nicht auf den Umfang des QE-Programms sondern darauf, ob es richtig funtioniert.

Wenn eine Verschiebung in der EZB-Politik auftreten sollte, dann ist Präsident Draghi die Person, die die Märkte davon überzeugen muss. Obgleich wir nicht erwarten, dass die EZB irgendetwas wichtiges unternehmen wird, bevor die nächste Runde von SEP Daten bei ihrem Dezember Meeting veröffentlicht wird, so erwarten wir doch mehr Diskussionen über die feineren Punkte des QE-Programms. Letzten Endes wird die EZB die -0,40% Kreditzinsen für den Anleihekauf entfernen müssen (da ihr die dafür qualifizierten deutschen Anleihen ausgehen) oder es müssen die Parameter für das Kaufverhältnisses bei dem Kapitalschlüssel entfernt werden (und damit der EZB erlauben, mehr am Rand liegende Anleihen zu kaufen).

Für den Euro gibt es im Augenblick keine positiven Entwicklungen. Die Wirtschaftsdaten haben sich inbezug auf die Erwartungen der Analysten, gemessen bei dem Citi Economic Surprise Index, verschlechtert. Der Euro-Zonen CESI fiel Ende der Woche von einem Hoch von +31,8 auf -21,7 am 3. August. Die Marktbeurteilungen über die Inflation blieben, trotz ihrer kurzfristigen Rebounds, ebenfalls gedämpft. Der 5-Jahre Inflation Swap Forward, ein Maß mittelfristiger Inflation (und ein von Präsident Draghis bevorzugtes Maß) schloss letzte Woche mit 1,328%, etwas höher als die 1,314% vom 19. August. Im Vergleich zu drei Monaten vorher wird es klar, dass die Inflationserwartungen nicht getroffen werden: am 17. Juni lag die Zahl bei 1,357%

Während der Ausblick für die kommende Woche für den Euro ansonsten wegen seinem Status als sichere Anlage und Finanzierungswährung mit niedrigen Zinsen bärisch sein könnte, könnten Kräfte von außen eine starke Volatilität entfachen. Obwohl eine relativ expansive BoJ und eine relativ expansive Fed den EUR/JPY und EUR/USD unterstützen könnten, würde dies wohl signalisieren, dass die Risikoneigung zunimmt und sich die Nachfrage nach dem Euro andernorts verringert.

Am anderen Ende des Spektrums gibt es eine relativ restriktive BoJ und eine relativ restriktive Fed, und dies könnte den EUR/JPY und EUR/USD Mitte Woche abschwächen. Die Kapitalströme sind jedoch entscheidend: Sollten die BoJ und die Fed Haltungen einnehmen, die den EUR/JPY und EUR/USD zum Sinken bringen, bedeutet dies wohl, dass die Risikoneigung nachgeben wird, und der Euro könnte gegen die Rohstoffwährungen zulegen.

So oder so, egal was die BoJ und die Fed nach ihren Sitzungen vom 20. - 21. September tun, so sollten sich nicht alle Euro-Crosse in dieselbe Richtung bewegen: Kapitalströme, die von Verschiebungen im Risk Sentiment gesteuert werden, werden in dieser Woche den wichtigsten Faktor darstellen. –CV

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